
Mannix Wolf war zum letzten Mal als Chemnitzer Trainer im Einsatz. (Foto: Andreas Kretschel - www.stock4press.de)
Vor 550 Zuschauern entwickelte sich ein abwechslungsreiches und faires Spiel. Beide Teams versuchten nicht lange defensiv zu spielen, sondern suchten das schnelles Führungstor. Somit kamen sowohl Patrick Fücker, als auch Ivonne Schröder schnell auf Betriebstemperatur. Allerdings wirkten die Gäste zum Beginn des Spieles spritziger, fanden aber zunächst kein Mittel gegen die Chemnitzer Abwehr. Dank der gütigen Mithilfe von Tornadoschlussfrau Ivonne Schröder gingen die Wild Boys in der sechsten Minute überraschend mit 1:0 in Führung. Klemens Kohlstrunk war es, der einfach mal abzog und Ivonne Schröder legte sich die sicher geglaubte Scheibe, zur Freude der Chemnitzer Fans, ins eigene Netz. Eigentlich hätte diese Führung Sicherheit ins Chemnitzer Spiel bringen müssen. Doch in der Folge war Niesky das aktivere Team, musste dann aber erste Strafzeiten hinnehmen und die Chemnitzer fanden sich in Überzahl wieder. Allerdings konnten die Chemnitzer die erste Überzahl nicht nutzen, bekamen aber nur Sekunden später eine zweite Chance. Nun sah das Überzahlspiel schon besser aus, das Tor aber machten die Tornados. Nachdem die Chemnitzer den Puck verloren hatten, schickten die Tornados Marcel Leyva auf Reise und dieser schloss den Konter mit dem 1:1 ab. Zu allem Überfluss nutzten die Gäste dann auch noch ihre erste Überzahl, um durch Vitezslav Jankovych mit 2:1 in Führung zu gehen. Die Chemnitzer waren bemüht den Ausgleich schnell zu erzielen, doch sie erreichten nicht die Leistungsstärke wie beim Spiel gegen Schönheide. Somit ging es dann mit einer knappen Gästeführung in die erste Pause.
Im zweiten Drittel gab es zunächst nicht viel Neues. Chemnitz musste mehr investieren und Niesky blieb stets gefährlich. Auch wenn es bei den Wild Boys spielerisch noch nicht so recht laufen sollte, so stimmten Einsatz und Kampfgeist. Chancen auf beiden Seiten wurden immer wieder von den Schlussleuten vereitelt. Mitte der Partie nahm Mannix Wolf seine letzte Auszeit für Chemnitz und schwörte seine Truppe noch einmal ein. Wenig später brachte dann die erst sechste Strafzeit des Spiels den Ausgleich für die Wild Boys. Daniel Wimmer saß auf der Strafbank der Gäste und die Chemnitzer zogen ein erfolgreiches Powerplay auf, bei dem am Ende Michal Vymazal genau richtig stand und die Scheibe zum 2:2 über die Linie beförderte. Nun waren die Chemnitzer oben auf und zum ersten Mal in diesem Spiel das klar tonangebende Team. Jetzt lag die erneute Führung der Chemnitzer in der Luft und sollte dann auch fallen. Nach Zuspiel von Michal Vymazal war es Felix Schümann vorbehalten, die deutsche Nationaltorhüterin zum dritten Mal zu überwinden. Und es ging weiter in Richtung Tornadogehäuse, zumal Niesky eine weitere Strafe hinnehmen musste. Leider versäumten die Wild Boys in dieser Phase den Vorsprung weiter auszubauen. Selbst als die Gäste wieder komplett waren ergaben sich noch Chancen für Hausherren, welche allerdings nicht genutzt werden konnten. So blieb es bis zur Pause bei der 3:2 Führung.
Das Schlussdrittel begann ausgeglichen, aber mit viel Glück für die Wild Boys. Denn bei einem Schuss rettete der Pfosten für den wieder starken Patrick Fücker. Doch in der 45. Minute war auch er wieder geschlagen, erneut war Jankovych zur Stelle und erzielte das 3:3 und somit war die Partie wieder völlig offen. Nun sollte es ein Geduldsspiel werden. Beide Teams wussten, dass der nächste Fehler spielentscheidend sein kann. Erstaunlich, dass gerade in so einer engen Partie beide Mannschaften ohne weitere Strafen auskamen. Niesky war nun vielleicht das etwas gefährlichere Team, aber immer wieder warf sich die Chemnitzer Defensive dazwischen und ließ keinen Treffer zu. In der 56. Minute jubelten dann die Chemnitzer Fans wieder. Erneut war es Klemens Kohlstrunk der abzog, nur diesmal konnte Tobias Rentzsch vor dem Tor stehend noch unhaltbar für Ivonne Schröder den Puck abfälschen und die drei Punkte waren zum greifen nahe. Es hieß aber noch etwas mehr als vier Minuten zu überstehen. Mit Glück und Geschick schaukelten die Chemnitzer die Partie über die restliche Zeit. Da störte es auch nicht, dass Niesky in der Schlussphase ihre Torfrau zu Gunsten eines sechsten Feldspielers opferte.
Nach der Partie wurden Klemens Kohlstrunk und Vitezslav Jankovych als Spieler der Partie gewählt und Mannix Wolf offiziell verabschiedet. Mit diesen drei Punkten findet man sich in der Tabelle fern von Gut und Böse wieder und so kann das Team unbeschwert in die nächsten Spiele gehen. Diese haben es allerdings mehr als in sich. So geht es am Freitag (6. Januar, 20 Uhr) zunächst zu den Saale Bulls Halle und einen Tag später (7. Januar, 20 Uhr) kommen die IceFighters aus Leipzig zum zweiten Mal an den Chemnitzer Küchwald.
Am Rande der Partie übergaben die Chemnitzer Fans dem Förderverein „Wild Boys Supportes“ weitere Gelder in Höhe von 764,52 Euro. Der Betrag kommt durch private Spenden und dem Erlös des Weihnachtsschalsverkauf zu stande. Damit erhöht sich der bisher gespende Betrag auf 899,52 Euro, welcher durch den Förderverein, dem Team zweckgebunden zur Verfügung gestellt werden soll
Tore: 1:0 (5:03) Kohlstrunk (Dvorak, Fücker), 1:1 (11:02) Leyva (Bartell, Wimmer/4-5), 1:2 (16:55) Jankovych (Musil, Bartell/5-4), 2:2 (32:03) Vymazal (Pohling, Geier/5-4), 3:2 (35:34) Schümann (Vymazal, Frank,M.), 3:3 (44:05) Jankovych (Musil, Bartell), 4:3 (55:28) Rentzsch (Kohlstrunk, Vymazal). Strafen: Chemnitz 4, Niesky 10.
















