Nach dem Abschlusstraining am Freitagmorgen musste der Nürnberger Top-Scorer dann endgültig passen. Yan Stastny stand den Ice Tigers beim Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung. So war Trainer Peter Draisaitl zu Umstellungen gewzungen. Da bekanntlich auch Eric Chouinard noch mehrere Wochen von seiner Rückkehr entfernt ist, spielte Shane Joseph Mittelstürmer zwischen Brad Leeb und Chris Collins.
Der erste Pinguin-Streich
Diese Reihe hatte auch die erste nennenswerte Nürnberger Möglichkeit in der 4. Spielminute. Brad Leeb fuhr ins gegnerische Drittel und legte zurück auf Chris Collins, der aus spitzem Winkel schoss, Scott Langkow im Krefelder Tor damit aber nicht bewzingen konnte. Kurz darauf kamen aber die Gäste zu zwei Großchancen. Erst schoss Richard Pavlikovsky freistehend am Nürnberger Tor vorbei, dann zeigte Patrick Ehelechner eine Glanzparade gegen Boris Blank aus kurzer Distanz. Wenige Sekunden später musste Ehelechner dann aber hinter sich greifen, als Herberts Vasiljevs ebenfalls frei zum Schuss kam und ihm mit einem platzierten Handgelenkschuss keine Abwehrchance ließ. Die beste Nürnberger Chance des Drittels hatte Chris Collins in der 13. Minute, als er einen Schuss blockte, hinterherlief und dann von Scott Langkow und dessen Kelle von den Beinen geholt wurde.
Torlose Mitte
Auch im zweiten Drittel waren actionreiche Szenen eher Mangelware. Beide Teams agierten zwar bemüht, brachten offensiv aber wenig zu Stande. Wie schon so oft in dieser Saison machten die Ice Tigers zu wenig aus ihren Überzahlsituationen. Zwei Powerplays im ersten Drittel blieben ebenso ungenutzt wie zwei im zweiten Spielabschnitt. Ryan Baydas Schuss in der 24. Minute war zumindest ganz nah dran, aus der Drehung zielte er an die Unterkante der Latte. Auf der anderen Seite musste Patrick Ehelechner in der 30. Minute sein ganzes Können aufbringen, als Andreas Driendl seinen Sturmpartner Roland Verwey mustergültig bediente und dieser direkt abzog. Er hatte den Torschrei schon auf den Lippen, Ehelechner rettete aber sehenswert mit dem rechten Schoner. Bei Nürnberger Überzahl hätte Vitalij Aab den Ausgleich erzielen können, nachdem er von Björn Barta von hinter dem Krefelder Tor bedient worden war. Seinen Schuss konnten die Krefelder Verteidiger aber mit vereinten Kräften blocken, so dass es auch nach 40 Minuten beim 0:1 blieb.
Krefeld macht Sieg klar
Ins letzte Drittel starteten die Ice Tigers mit mehr Druck und erspielten sich so auch die ein oder andere gute Möglichkeit. In der 41. Minute schoss Dusan Frosch freistehend aus dem Lauf heraus knapp am langen Pfosten vorbei, kurz darauf wehrte Scott Langkow einen Schuss von Ryan Bayda aus der Drehung ab. Auch bei Brad Leebs Nachschuss von hinter dem Tor behielt der Krefelder Schlussmann die Übersicht. Drei Minuten später zog Dusan Frosch über die rechte Seite vors Tor, konnte Langkow aber auch nicht überwinden. Björn Bartas Nachschuss mit der Rückhand ging knapp neben das Tor. Dann war auch Patrick Ehelechner wieder gefragt. Bei Krefelder Überzahl hielt er die Ice Tigers mit einem sehenswerten Save mit dem linken Schoner im Spiel. Neun Minuten vor Schluss entwickelten die Ice Tigers eine kleine Druckphase. Erst schoss Rob Leask knapp vorbei, dann fälschte Alexander Oblinger eine Scheibe gefährlich ab. Erst im Nachsetzen konnte Langkow die Scheibe abwehren. Knapp drei Minuten vor Schluss sorgte Krefelds Roland Verwey per Direktabnahme für die Vorentscheidung zum 0:2.
Stimmen zum Spiel:
Rick Adduono: "Das letzte Mal als wir gegen Nürnberg in Krefeld gespielt haben, hatten sie ein überragendes Spiel. Heute hatten wir viele geblockte Schüsse und haben ein gutes Spiel gemacht. Wir freuen uns einfach über die drei Punkte."
Peter Draisaitl: "Das Ergebnis ist definitiv nicht das, was wir heute haben wollten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Jungs keinen großen Vorwurf machen kann. Wir haben schon deutlich schlechtere Spiele gemacht. Die Chancen waren auf jeden Fall da. Im Powerplay waren gute Chancen da, auch bei fünf gegen fünf. Der Schlüssel heute war einzig und allein, dass wir aus unseren Chancen nichts gemacht haben."

















