Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

27.01.2012 - 01:23

Vor Showdown am Ostseestrand den Scorpions den Stachel ziehen

Zweimal sind die Harzer Wölfe an diesem Wochenende in der Oberliga Nord gefordert. Am Freitag gastieren die Wedemark Scorpions zum ewig jungen Derby im Braunlager Wurmbergstadion, Spielbeginn ist um 20 Uhr. Am Sonntag müssen die Wölfe dann beim Tabellenzweiten aus Timmendorf antreten, Startschuss für den Showdown um Platz zwei ist um 18 Uhr.


Mit zwei Siegen hätten es die Braunlager endgültig wieder in eigener Hand, die Meisterrunde zu erreichen. Die Aufgabe ist allerdings mehr als knifflig. Dies gilt weniger für die Freitagsaufgabe gegen die Wedemarker, hier sind drei Punkte fest eingeplant. Sollte die derzeitige Siegesserie auch am Sonntag beim direkten Konkurrenten aus Schleswig-Holstein halten, steht die Tür zur Endrunde für den ESC wieder weit offen.

Auch wenn es auf dem Papier eine leichte Aufgabe ist, die Wedemarker dürfen nicht unterschätzt werden. Das Team von Rob Torgler ist eine kampfstarke Einheit, zuletzt knöpften sie dem Adendorfer EC einen Punkt ab. Im Fokus steht am Freitag vor allem das Heimdebüt des Kanadiers Nick Pitsikoulis. Beim Auswärtsspiel in Bremen war er bei seinem ersten Spiel im Wolfsdress mit fünf Toren gleich bester Schütze und überzeugte mit sehenswerten Aktionen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Gegen die Mellendorfer will er nun auch das ESC-Heimpublikum begeistern. Neben dem Ziel „Drei Punkte“ gilt es für die Wölfe auch, unnötige Verletzungen und Strafen zu vermeiden, um mit „voller Kapelle“ nach Timmendorf fahren zu können.

Die Ausgangslage vor dem Spitzenspiel am Ostseestrand: Der Gastgeber hat vier Punkte Vorsprung auf den ESC, muss allerdings zum letzten Saisonspiel auch noch einmal in den Harz reisen. Zudem steht am Samstag  für die Beachboys noch die schwere Begegnung bei den Hannover Braves auf dem Programm, die ebenfalls noch kräftig um einen Play-off-Platz kämpfen. Für die Wölfe zählt daher nur ein Sieg, will man alle Trumpfkarten auf der eigenen Hand halten.

Die beiden bisherigen Duelle zwischen Berg und Strand endeten jeweils mit einem 5:4 für die Heimmannschaft und boten Oberliga-Eishockey der Spitzenklasse. Die Schleswig-Holsteiner um die beiden Saggau-Brüder, Routinier Marcus Klupp und Ex-Wolf Jeff Maronese sind bis in die dritte Reihe exzellent besetzt. Gleiches gilt aber auch für den ESC, wie die bisherigen Duelle gezeigt haben. Am Sonntag erhalten die Beachboys allerdings noch einmal zusätzliche Unterstützung: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen wird in der Halle am Kurpark zu Gast sein und sich das Oberliga-Spitzenspiel anschauen. Zuvor übernimmt der Landesvater auch eine aktive Rolle am Eis: Beim über 20 Minuten angesetzten Schüler-Ländervergleich zwischen dem Eishockey-Nachwuchs aus Schleswig-Holstein und Hamburg ist Carstensen als Coach für sein Heimatland aktiv. Das Nachwuchsspiel beginnt um 17 Uhr, auch für die Harzer Fans, die sich auf den Weg an die Ostsee machen, sicherlich ein Grund, schon etwas früher anzureisen.

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