Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

09.01.2012 - 02:34
Von: Friedhelm Thelen

Verrücktes Spiel und 13 Tore

Was für ein Start in die Endrunde der Oberliga West: Beim EC Bad Nauheim waren die Füchse lange Zeit die bessere Mannschaft, schossen aber kein einziges Tor und verloren 0:3. Zwei Tage später waren ausgerechnet die Kassel Huskies zu Gast, die sicherlich nichts gegen einen Zweitliga-Aufstieg einzuwenden hätten. Und diesmal überrollte der EV Duisburg die Nordhessen, schoss in der ersten halben Stunden sechs Tore und gewann schließlich mit 8:5 (4:1, 2:4, 2:0).


Die Füchse setzten die Kassel Huskies mächtig unter Druck. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)

EVD-Trainer Franz Fritzmeier durchlebte ein Wechselbad der Gefühle. Am späten Freitagabend wirkte er noch völlig niedergeschlagen. Bei der ärgerlichen Niederlage in Bad Nauheim kassierte EVD-Stürmer Matt MacKay auch noch eine Spieldauerstrafe wegen Stockschlags.

Vielleicht wurde das zum Glücksmoment für den Sonntagabend. Denn MacKays eigentlicher Sturmpartner Clarke Breitkreuz lief an der Seite von Manuel Strodel und dem jungen Marius Schmidt zur Hochform auf. Diese Reihe erzielte fünf Treffer, drei gingen auf Breitkreuz’ Konto, zwei auf Strodels. Ob es da Sinn macht, diese Reihe künftig wieder auseinanderzureißen? Denn auch der 1,93 Meter große Marius Schmidt machte ein richtig starkes Spiel, bereitete das 5:1 durch immensen Einsatz entscheidend vor.

Ansonsten war das Spiel schon ziemlich verrückt. Die Kassel Huskies gingen dezimiert aufs Eis, unter anderem fehlte Superstar Manuel Klinge. Zudem hatte Keeper Adam Ondraschek einen rabenschwarzen Tag erwischt. „Kann man halten, muss man aber nicht“, verhöhnten ihn die Duisburger Fans, als der Schlagschuss von Thomas Ziolkowski zum 6:1 (28.) einschlug, danach waren sich die Füchse aber offenbar viel zu sicher. Kassel fand zurück ins Spiel, auch weil sich EVD-Goalie Björn Linda – der im ersten und dritten Abschnitt allerdings eine bärenstarke Partie bot – offenbar gedacht hatte, dass so ein Spitzenspiel unfair wäre, wenn er sich nicht auch eine Auszeit nähme. Drittel zwei war vorbei und es stand nur noch 6:5. „Dann haben die Jungs richtig Charakter gezeigt“, sagte Trainer Franz Fritzmeier, der zur Pressekonferenz mit stehenden Ovationen der VIP-Gäste empfangen wurde. „Ich habe den Jungs gesagt, dass der Tüchtige belohnt wird.“ Dass es genauso kam, dafür sorgten Norman Hauner (51.) und Manuel Strodel (57.) mit ihren Toren zum 8:5-Sieg. Bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, steht das nächste Heimspiel gegen Hamm auf dem Plan.

Tore: 1:0 (2:29) Breitkreuz (Strodel, Gogulla), 2:0 (7:48) Huhn (Schöbel, Hanke), 3:0 (13:04) Strodel (Breitkreuz, Gogulla), 4:0 (16:51) Breitkreuz (Strodel, Marius Schmidt), 4:1 (18:15) Roedger (Valenti, Sikora), 5:1 (22:12) Breitkreuz (Marius Schmidt, Strodel), 6:1 (27:36) Thomas Ziolkowski (Christoph Ziolkowski, Hauner/4-4), 6:2 (29:50) Koziol (Engel, Mikesz), 6:3 (31:23) Engel (Christ, Sikora), 6:4 (32:57) Robitaille (Vorel, Koziol), 6:5 (37:43) Valenti (Roedger, Robitaille/5-4), 7:5 (50:56) Hauner (Christoph Ziolkowski, Hrstka/5-4), 8:5 (56:14) Strodel (Raaf-Effertz, Hanke). Strafen: Duisburg 4 + 10 (Hrstka), Kassel 6. Zuschauer: 837.

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