Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

22.01.2012 - 23:54

Verhängnisvolle 31 Sekunden

Wieder einmal sind die Fischtown Pinguins einen Sekundentod erlegen. In der Partie gegen die Star Bulls aus Rosenheim gaben die Schützlinge von Trainer Gunnar Leidborg binnen 31 Sekunden eine bis dahin hochverdiente 2:1 Führung aus der Hand und mussten am Ende mit 2:3 (1:0/1:1/0:2) als Verlierer das Eis in der heimischen Eisarena am Bremerhavener Wilhelm – Kaisen – Platz verlassen.


Im ersten Abschnitt der Partie waren es zu Beginn nur die Seestädter, die das von Norm Maracle bewachte Tor der Oberbayern berannten. Angriff auf Angriff und Chance auf Chance waren der optische Beweis für die Überlegenheit – lediglich auf der Anzeigentafel stand weiter die Null. Dies änderte sich erst nach 11. Minuten, als die Seestädter in einer Powerplay Situation durch Kevin Saurette sich das 1:0 erarbeitet hatten. Mark Kosick und Patrik Hucke standen bei diesem Treffer Pate. Nach diesem Treffer verflachte die Partie ein wenig. Die Pinguine spielten zu sehr in die Breite und auch die Oberbayern hielten sich bei weitem bedeckt.

Als im Mittelabschnitt noch keine drei Minuten gelaufen waren und Ales Kreuzer nach einer unüberlegten Strafe den Gästen aus Rosenheim den Vorteil der Überzahl schenkte, war es prompt  Mitch Stephens, der auf Vorarbeit von Asselin und Gaucher den bis dahin schmeichelhaften Ausgleich für die Gäste erzielen konnte. Nur drei Minuten später konnten die Pinguine durch Jan Kopecky diesen Fauxpas vergessen machen, nachdem sie, nun ebenfalls in Überzahl, auf Vorlage von Teljukin und Fatyka zur erneuten Führung einnetzen konnten. Auch im weiteren Verlauf dieses Drittels waren die Pinguine tonangebend, was sie aber durch Tore nicht weiter unterstreichen konnten.

Für den letzten Spielabschnitt schienen sich die Rosenheim so einiges vorgenommen zu haben. Während man bei der Heimmannschaft fast den Eindruck gewinnen konnte, dass diese Angst vor dem Sieg haben könnten, dominierten die Gäste mit zunehmender Spieldauer nun die Partie. So kam es wie es kommen musste. Nach einem von Stephan Gottwald und Patrick Asselin geführten Doppelschlag binnen 31 Sekunden war das Schicksal für die Pinguine besiegelt. Trotz weiterer Bemühungen gelang es den Seestädtern nicht mehr, den mit Sicherheit verdienten Ausgleich zu erzielen.

Bedingt durch die für kommenden Freitag vorgenommene Spielverlegung der Partie bei den Dresdner Eislöwen müssen die Leidborg Schützlinge bis Sonntag warten, um dann im Nordderby gegen die Hannover Indians endlich wieder auf ein Erfolgserlebnis hoffen zu können.

 

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