
Die deutschen U18-Eishockey-Mädchen bejubelten den Sieg im Bronze-Medaillen-Spiel. (Foto: Diacounda Sene/YIS Photo/IOC Hand Out Photo / mit Genehmigung der Innsbruck 2012 GmbH)
Dabei zeigten sich die Eishockey-Organisatoren innovativ. Aufgrund der Begrenzung der Teilnehmerzahl bei den gesamten Winterspielen auf rund gut 1000 Athleten konnten an den Turnieren der U16-Jungs sowie der U18-Mädchen nur jeweils fünf Mannschaften teilnehmen. Gemäß einer internationalen Rangliste waren Kanada, Finnland, Russland und die USA beim männlichen, darauf folgend Schweden, Slowakei, Deutschland und Kasachstan beim weiblichen Nachwuchs am Start. Gastgeber Österreich durfte an beiden Turnieren teilnehmen – wie auch am „Eishockey-Einzelwettbewerb“. Denn erstmals wurden auch die Sieger bei einer sogenannten „Skills Competition“ gesucht. Dabei konnten sich Jungs und Mädchen aus Nationen, die nicht an den Eishockey-Turnieren teilnahmen sowie der Nachwuchs aus Österreich in den Disziplinen „Schnellste Runde“, „Schussgenauigkeit“, „läuferische Agilität“, „härtester Schuss“, „Passgenauigkeit“ und „Puckkontrolle“ beweisen.
Im Finale der U16-Jungs setzte sich der Nachwuchs von Weltmeister Finnland gegen Russland mit 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. Geleitet wurde die Partie vor rund 3000 Zuschauern vom deutschen Schiedsrichter Simon Aicher. Finnland glich die russische Führung aus der neunten Minute 62 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit aus, nachdem die Nordeuropäer bereits den Goalie vom Eis genommen hatten. Matchwinner war der 15-jährige Goalie Kaapo Kahkonen, der 26 von 27 Schüssen der Russen in der 45-minütigen Spielzeit (in dieser Altersklasse wird drei 15 Minuten gespielt) parierte und auch beide Penaltys der Russen entschärfte. Im Spiel um Platz drei hatte Kanada mit 7:5 gegen die USA gewonnen. Fünfter wurde Österreich.
Im Finale der U18-Mädchen setzte sich Schweden mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gegen Gastgeber Österreich durch. Bei 28:11 Torschüssen ging der Sieg verdientermaßen an die Skandinavierinnen. 1095 Zuschauer sahen das Spiel. Wie schon gemeldet holte sich Deutschland Bronze durch ein 7:4 im kleinen Finale gegen Kasachstan. Die Slowakei wurde Fünfter.
In der Skills Competition holte sich der Lette Augusts Valdis Vasilononks bei den Jungs Gold vor Attila Kovacs (Ungarn), der Silber gewann, und dem Bronze-Gewinner Seiya Furukawa aus Japan. Bei den Mädchen stand die Niederländerin Julie Zwarthoed ganz oben auf dem Podest vor Fanni Gasparics (Ungarn) und Sharnita Crompton (Australien).
Im Medaillenspiegel stand der deutsche Sport-Nachwuchs nach allen 63 Entscheidungen ganz vorne:
1. Deutschland 8 / 7 / 2
2. China 7 / 4 / 4
3. Österreich 6 / 4 / 3
4. Südkorea 6 / 3 / 2
5. Russland 5 / 4 / 7
6. Niederlande 4 / 1 / 2
7. Gemischte Mannschaften 3 / 3 / 3
8. Schweiz 3 / 0 / 5
9. Japan 2 / 5 / 9
10. Norwegen 2 / 5 / 2
11. USA 2 / 3 / 3
12. Frankreich 2 / 2 / 5
13. Italien 2 / 2 / 1
14. Finnland 2 / 2 / 0
14. Schweden 2 / 2 / 0
16. Kanada 2 / 1 / 6
17. Slowenien 1 / 4 / 2
18. Lettland 1 / 1 / 1
19. Tschechien 1 / 1 / 0
20. Marokko 1 / 0 / 0
20. Slowakei 1 / 0 / 0
22. Estland 0 / 2 / 0
22. Ungarn 0 / 2 / 0
24. Kasachstan 0 / 1 / 2
25. Belgien 0 / 1 / 0
25. Weißrussland 0 / 1 / 0
25. Großbritannien 0 / 1 / 0
25. Ukraine 0 / 1 / 0
29. Australien 0 / 0 / 2
30. Andorra 0 / 0 / 1
30. Monaco 0 / 0 / 1
















