Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

28.01.2012 - 02:45

Rotzfreche Selber weisen Deggendorf in die Schranken

Mit gutem, teils rotzfrechem Spiel gelang den Selber Wölfe im Kampf um den für die Play-offs wichtigen vierten Tabellenplatz ein wichtiger Heimerfolg. Über den unmittelbaren Kontrahenten Deggendorf erkämpften sich die VER-Cracks einen 8:4 (3:1, 3:3, 2:0)-Erfolg. Am Sonntag steht die Reise zum Spitzenreiter nach Peiting an.


Die Ausgangslage war den Wölfen klar. Im „Sechs-Punkte-Spiel“ im Kampf um Platz vier musste gegen den direkten Verfolger gegen Deggendorf unbedingt ein Heimsieg her, um den Kontrahenten weiter auf Distanz zu halten. Nach nur 13 Sekunden mussten die VER-Cracks allerdings zugleich in Unterzahl agieren. Die Niederbayern kamen hier gleich zur ersten großen Möglichkeit, Keeper Kümpel, der diesmal den Vorzug erhielt, konnte sich jedoch sofort beweisen und sein Team mit einer Großtat vor Schlimmeren bewahren. Kaum komplett, kamen nun auch die Hausherren zum Zuge. Ein flottes Zusammenspiel nach Bullygewinn im Angriffsdrittel genügte, schon zappelte der Puck in den Maschen des Gegners – Piwowarczyk der Vollstrecker zum 1:0. Deggendorf antwortete in Person von Ortolf, doch dessen Vormarsch endete bei Kümpel, der umgehend seine Vorderleute wieder in den Angriff schickte. Bauer vergab noch nach Schieners Vorlage. In Überzahl spielten die Schützlinge von Trainer Holden rotzfrech auf und erhöhten auf 2:0, das Jeschke aus der Drehung heraus erzielte. Selb drängte die Gäste auch in der Folge in die Defensive, passte zudem in der Abwehr auf, um mögliche Gefahren abzuwenden. Nun war es Hördler, der sich nicht von der Scheibe trennen ließ, seinen Gegenspieler dazu stehen ließ und dann platziert zum 3:0 traf. Erst als bei den Jungs aus der Autowelt König Arena gleich zwei Mann auf die Strafbank mussten, nutzte das der Gast prompt aus und verkürzte. Gut drei Minuten lang musste noch Powerplay des Gegners überstanden werden, um den Vorsprung bis zur Pause zu sichern.

Keine Minute im zweiten Abschnitt war gespielt, da konnte Thielsch einen weiten Pass aufnehmen, allein vor dem gegnerischen Kasten durch Foul aber noch gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte die „91“ sicher zum umjubelten 4:1, dem kurz darauf gar der nächste Treffer durch Hendrikson hätte folgen können. Während ein Überzahl nicht genutzt wurde, Deggendorfs Versuche weiter unterbunden werden konnten, gelang es Geisberger mit der Scheibe davon zu marschieren, und im Angriff einen starken Schlagschuss abzufeuern, der im Gehäuse das Gegners sein Ziel fand. Den Gästen gelang 20 Sekunden später der unmittelbare Anschluss. Zwei Unterzahlspiele in Folge blieben für den VER ohne Gegentor – dabei hätte Hendrikson gar frisch von der Strafbank kommend völlig allein das halbe Dutzend voll machen können. Hier stand noch Keeper Agricola im Weg. In Überzahl war es dann aber Piwowarczyk, dem der Treffer gelang. Der sichere Vorsprung war mit einem Doppelschlag binnen 23 Sekunden dahin. Deggendorf fand Lücken in der Selber Defensive und verkürzte mit zwei Treffern zum 6:4-Pausenstand.
Noch ehe Deggendorf das Spiel hätte weiter spannend machen können, waren die Wölfe ebenso mit einem Doppelschlag zur Stelle. Innerhalb 21 Sekunden erhöhten Thielsch und Hendrikson auf 8:4. Damit stand die Arena Kopf. Die Wölfe spielten ihren Sieg nun hochkonzentriert zu Ende. Der Jubel der Fans war groß. Noch lange nach dem Spiel wurde das Team zu Ehrenrunde aufgefordert. Gefeierter Held: Torhüter Manuel Kümpel.

 „Ganz klar war das gut, dass ihm am Anfang gute Saves gelungen sind“, freute sich auch Trainer Holden über die Leistung. Auch sonst war er über den Auftritt und die Bereitschaft seines Teams zufrieden. „Mit Ausnahme der verteilten Geschenke zum Ende des zweiten Drittels.“

Tore: 1:0 (3:20) Piwowarczyk (Mudryk, Jeschke), 2:0 (6:23) Jeschke (Mudryk, Schadewaldt; 5-4), 3:0 (12:56) Hördler (R. Schneider, Dörner), 3:1 (14:55) Maier (Ortolf, Möhle), 4:1 (20:59) Thielsch (Penalty), 5:1 (28:02) Geisberger (Jeschke, Schadewaldt), 5:2 (28:21) Schembri (Wilson), 6:2 (36:56) Piwowarczyk (Mudryk; 5-4), 6:3 (37:56) Wolfgramm (Schembri), 6:4 (38:19) Möhle (Geiger, Hackl), 7:4 (42:15) Thielsch (Hördler, R. Schneider), 8:4 (42:36) Hendrikson (Hördler, Thielsch). Strafen: Selb 20, Deggendorf 14. Zuschauer: 1378.

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