
Diego Hofland erzielte den vierten Duisburger Treffer beim 6:1-Sieg gegen Königsborn. (Foto: Roland Christ - www.rc-du.de)
Spielerisch bleibt freilich ausreichend Luft nach oben. „Das erste Drittel war eines der schlechtesten der ganzen Saison“, nahm EVD-Trainer Franz Fritzmeier kein Blatt vor den Mund. Das Spiel und die Duisburger – das lief nicht in der gleichen Spur. Ganz im Gegenteil. Die Bulldogs, denen nur 13 Feldspieler zur Verfügung standen, zeigten, warum sie schon einige Male den „Großen“ der Oberliga West arge Probleme bereitet hatten. „Und plötzlich lagen wir vorne“, sagte Waldemar Banaszak, der Trainer der KJEC. Nur 38 Sekunden waren gespielt – und die Duisburger Verteidiger fuhren Geleitschutz für die beiden Tschechen im Team aus Unna. Michael Bezouska schießt, Jakub Krätzer staubt ab. Bumm!
„Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen“, sagte Banaszak. Eine Vorstellung, die auch Fritzmeier angesichts des Auftritts der ersten 20 Minuten nicht fern lag. „Im zweiten Drittel haben wir das Tempo angezogen, ehe es danach wieder mäßiger wurde. Wir waren nicht effektiv genug“, so Fritzmeier. Und Banaszak bemängelte bei seinem Team die mangelnde Disziplin. Schließlich schwand die Kraft, die Strafen mehrten sich, die Kraft schwand weiter, man kam weiter zu spät und so weiter. Sich drei „Zehner“ bei dieser geringen Kaderstärke einzufangen, war nicht besonders clever. Zudem verdrehte sich Unnas Marvin Kühl ohne Fremdeinwirkung das Knie, fiel noch im ersten Drittel aus. Bedauernswert war dabei vor allem der Auftritt der Sanitäter des Georgswerks. Ein Mitarbeiter der Duisburger Eissporthalle schaffte die Trage aufs Eis, den Königsborner darauf wieder herunter – während die drei „Sanis“, deren Aufgabe das an sich gewesen wäre, eher unmotiviert hinterherschlurften. Erst in die eine, dann wieder zurück in die andere Richtung. Und die Duisburger Fans waren es zuvor, die die Drei erst einmal antrieben, ihrer Arbeit überhaupt nachzugehen. Da besteht offenbar Nachholbedarf beim Georgswerk. Zumindest in diesem Fall.
Auf dem Eis fiel die Entscheidung derweil im zweiten Drittel, als der EVD uneinholbar für Königsborn davonzog.
Am Sonntag geht es für die Füchse mit dem Auswärtsspiel bei den Hammer Eisbären weiter, das um 18.30 Uhr weiter. Ein wenig mehr Engagement und Konzentration wäre dabei durchaus von Vorteil.
Tore: 0:1 (0:38) Krätzer (Bezouska, Gerike), 1:1 (6:50) Dennis Fischbuch (Hanke, Schmidt), 2:1 (23:06) Huhn (Hauner, Schöbel/5-4), 3:1 (26:19) Huhn (Schmidt, Thomas Ziolkowski), 4:1 (31:19) Hofland (Schmidt, Dennis Fischbuch/5-4), 5:1 (36:52) Christoph Ziolkowski (Breitkreuz, MacKay/5-4), 6:1 (47:09) Gogulla (MacKay, Preibisch). Strafen: Duisburg 16 + 10 (Raaf-Effertz), Königsborn 22 + 10 (Krätzer) + 10 (Gerike) + 10 (Ulrich). Zuschauer: 723.

















