Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

23.01.2012 - 19:41
Von: Armin Holl-Wagner

Jesenice sichert Spielbetrieb bis Saisonende

Nach einer Drohung den HK Acroni Jesenice aus dem Ligabetreib ohne diverse Nachweise auszuschließen, zitterte sich der Club nach einigen Fristverlängerungen nun ans Ziel und bleibt der Liga erhalten. Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) und der Österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) schließen den slowenischen Club nicht vom Ligabetrieb aus.


Jesenice geriet ins Straucheln, darf nun aber die Saison zu Ende spielen. (Foto: GEPA pictures/ Wolfgang Jannach)

Wie der ÖEHV auf seiner Website meldet, darf Jesenice weiterhin in der EBEL an den Start gehen, da der Club alle fünf Forderungen (wir berichteten) erfüllen kann.

Eigentlich wäre die Frist bereits am Sonntag um 14 Uhr abgelaufen gewesen. Nachdem sich Jesenices Bürgermeister Tomaž Mencinger eingeschaltet hat, gewährte man den Slowenen eine Verlängerung dieser Frist bis 19 Uhr Sonntagabend. Sonntag, 16 Uhr, fand eine Krisensitzung statt, die jedoch noch ohne den gewünschten Erfolg verlief. Am Ende des Tage wurde ein weiteres Mal bis Montag, 14 Uhr, verlängert, da man offenbar keinen Mitarbeiter der Banken finden konnte, mit dem über die finanzielle Lage verhandelt hätte werden können. Auch diese Frist wurde verlängert, da man noch verhandle. „Die Slowenen haben nun um eine Fristverlängerung bis 18 Uhr erbeten, das ist nun aber die letzte Deadline”, so die Vizepräsidentin der EBEL, Silvia Priversek.

Am Ende dieser Frist steht nun fest, dass die Red Steelers die Saison zu Ende spielen. Dies betrifft die letzten Runden in der Zwischenrunde und auch mögliche Play-off-Spiele.

Neben dem Bürgermeister und der Gemeinde steht dem angeschlagenen Club auch der slowenische Verband zur Seite. „Sloweniens Verband garantiert, dass Spiele wie gewohnt ablaufen können und Anreisekosten zu allen Auswärtsspielen getragen werden“, so der Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger gegenüber LAOLA1.

Die ausstehenden Gehälter der Spieler sollen nun in zwei Teilen, den ersten kommenden Freitag, beglichen werden. Außerdem erklärten sich alle Spieler per Mail an die EBEL bereit, alle restlichen Partien auch zu bestreiten.

EBEL-Vizepräsidentin Silvia Priversek über den Verbleib des HK Acroni Jesenice: „Alle Auflagen wurden erfüllt und auch schriftlich bestätigt, somit besteht auch für die EBEL selbst kein finanzielles Risiko mehr.”

Allerdings bestätigten sich im Laufe des Tages trotzdem einige Gerüchte über Spielerabgänge. Ex-Kapitän Kapitän Andrej Tavzelj hat sich dem slowenischen Club HK SKP Poprad angeschlossen und Torwart Gasper Kroselj wechselt nach Dänemark zu AaB Ishockey. Noch ohne neuen Club, aber den Verein verlassen hat Verteidiger Klemen Pretnar.

Einen merkwürdigen Tag verlebten wohl auch die Offiziellen und Spieler der Vienna Capitals. Sie sind morgen als nächster Gegner der Slowenen auf dem Spielplan, und wussten nicht wie die Sache enden wird. Capitals-Coach Tommy Samuelsson im Kurier: „Wir müssen davon ausgehen, dass wir in Jesenice spielen werden. Also müssen wir uns auf unser Spiel konzentrieren.“ Allerdings mahnte er auch: „Wir haben uns immer schwer getan gegen die Slowenen. Auch deshalb, weil man nie wusste, mit welcher Mannschaft sie spielen werden.“

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