
Patrick Reimer mit einem Tor und zwei Assists gegen sein zukünftiges Team - Foto: Stefanie Kovacevic (www.stock4press.de)
Wer kommt, wer geht, wer bleibt, wer kommt nicht? Diese Fragen stellen sich seit einigen Wochen nicht nur die Medien, sondern auch die Fans und Verantwortlichen der Ice Tigers und Metro Stars. Mit Marco Nowak und Patrick Reimer waren auf jeden Fall zwei sichere Nürnberger in spe mit von der Partie. Gerüchte, dass auch Topscorer Connor James und Evan Kaufmann demnächst für die Franken spielen werden, halten sich hartnäckig. James soll angeblich schon unterschrieben und Kaufmann den Ice Tigers eine mündliche Zusage erteilt haben. „Die Vertragsverhandlungen zurzeit sind nicht erwünscht, doch das ist jedes Jahr so. Jeder geht damit anders um. Aber die Jungs sind bei uns, das haben wir heute bei Patrick Reimer gesehen. Das beeinflusst uns nicht“, betonte Trainer Jeff Tomlinson den Einsatzwillen des 29-jährigen Stürmers. Und das zeigt auch, dass fernab aller Schlagzeilen und Spekulationen noch Eishockey gespielt wird.
Eins, zwei, drei
Doch das taten die Franken, die erneut auf ihre beiden verletzten Top-Scorer Eric Chouinard und Yan Stastny, der seinen Vertrag bis mindestens 2013 verlängerte, zunächst im Schongang. Das erste Drittel gehörte eindeutig den Gästen aus Düsseldorf. Die Rot-Gelben zeigten sich als die bessere Mannschaft auf dem Eis, so dass in der sechsten Spielminute in einer 4:4-Situation auch der erste Treffer fiel: Derek Dinger war es, der auf Vorlage von Patrick Reimer und Daniel Kreutzer die Metro Stars in Führung schoss. Und da sich der erste Spielabschnitt fast nur in der Nürnberger Zone abspielte, gelang den Gästen einige Minuten später Tor Nummer zwei durch den Noch-Düsseldorfer Patrick Reimer (12.) und schließlich das 3:0 (15.), Torschütze: Daniel Kreutzer, Assists: erneut Patrick Reimer und Ben Gordon. „Patrick, die sind zu schlecht für dich“, war aus dem mit circa 500 Mann gefüllten Gästeblock zu hören – eine Erfahrung, die der Stürmer in der kommenden Spielzeit allerdings selbst machen muss.
Nürnberg wacht auf
Im zweiten Drittel fanden dann die Nürnberger, für die nun Tyler Moss das Tor hütete, besser ins Spiel. Die Franken attackierten Bobby Goepfert solange, bis der Puck schließlich im Düsseldorfer Netz landete, Torschütze: Adrian Grygiel. Die Ice Tigers machten weiter Druck und standen kurz vor ihrem zweiten Treffer. Doch die DEG sah nicht tatenlos zu, machte hinten dicht und versuchte vorne, die Führung auszubauen. Allerdings zeigten sich die Gastgeber um einiges bissiger, so dass Düsseldorf nicht mehr oft zum Zuge kam.
Ausgleich bleibt aus
Und auch im Schlussabschnitt gaben vor allem die Franken Gas, was in der 42. Minute belohnt wurde. Es war erneut die dritte Reihe, die punktete, doch diesmal traf Alexander Oblinger auf Vorlage von Adrian Grygiel und Sven Butenschön. „Ausgleich!“, wurde nun von den Heimfans gefordert und dieser lag mehr als deutlich in der Luft, doch dort blieb er auch. In der zweiten Hälfte des Schlussdrittels wirkten beide Teams erschöpft, versuchten noch, das Möglichste rauszuholen, aber es blieb beim 3:2 für die Gäste.
Stimmen zum Spiel:
Peter Draisaitl (Thomas Sabo Ice Tigers):
Es wird von Mal zu Mal schwieriger, das Ganze vernünftig rüber zu bringen. Das Wichtigste ist, dass man was tut, um nicht zu verlieren und nicht von Haus aus eine Niederlage akzeptiert. Es ist traurig, dass einige einfach nicht alles geben, das macht es schwierig. Allerdings gibt es auch viele, denen das Verlieren weh tut.“
Jeff Tomlinson (DEG Metro Stars):
„Es ist selten im Eishockey, dass ein Drittel zum Sieg reicht, doch heute ist das der Fall gewesen. Wir haben gut angefangen, doch den starken 20 Minuten folgte eine Zitterpartie. Allerdings sind die Nürnberger auch wach geworden. Wenn sie so weitergespielt hätten wie am Anfang, hätte es vielleicht auch so gereicht. Aber wir sind froh, nach dem Freitagsspiel drei Punkte geholt zu haben und können jetzt in Ruhe mit dem Sonderzug nach Hause fahren.“
















