Die zwei Tore in regulärer Spielzeit und den alles entscheidenden Treffer im, nach der torlosen von den Akademikern fast vollständig in Unterzahl durchspielten Overtime, notwendig gewordenen Penaltyschießen
Nach Spielbeginn schien es zunächst, als wolle man an der Stelle weitermachen, an der man im letzten Heimspiel aufgehört hatte: Mit insgesamt 21:7 Schüssen waren die Akademiker tatsächlich drückend überlegen, die Gäste aus Jonsdorf nur mit harmlosen Angriffen vor dem Berliner Gehäuse. Die Falken, wie schon die Wölfe aus Schönheide, schlicht überfordert vom ständigen Nachsetzen der jungen Nachwuchstalente aus Berlin fanden kaum ins Spiel während die Akademikermit vielen ungenauen Pässen allerdings ihre guten Chancen schlicht vergeigten und nur ein Treffer dabei heraussprang.
Nach dem Pausentee sollte das noch schlimmer werden, trotz fast ausgeglichener Schussstatistik waren in diesem Drittel die Gäste deutlich überlegen und es war tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Tiihonen fiel. Schnelle und ungenaue Berliner Pässe brachten die Jonsdorfer zurück ins Spiel, die Berliner reagierten mehr als sie agierten. Dennoch ist es 40 Sekunden vor der zweiten Pause erneut Kabitzky, der eine der wenigen zwingenden Chancen zur erneuten Führung nutzt und den sehenswerten Pass von Koslowski vor das Tor eiskalt einnetzt.
Auch im Schlussabschnitt war keine Besserung in Sicht. Die Akademiker weiterhin zu ungenau im Zusammenspiel und die Falken, mit der Aussicht auf den dauerhaften Besitz der roten Laterne vor Augen, versuchten mit aller Macht Druck zu erzeugen.
Am Ende gelang den Gästen durchaus verdient der Ausgleich zum 2:2, ein weiterer Punkt in der Overtime wäre den Gästen durchaus möglich gewesen, aber trotz numerischer Überlegenheit auf dem Eis stemmten sich die Akademiker hier erfolgreich gegen die Niederlage. 189 zahlende Zuschauer konnten nun also im Penaltyschießen mit ihrem Team bangen: Baumer scheitert für die Falken an Marvin Cüppers Stockende, Czajka trifft im Gegenzug den Pfosten. Milan Buda scheitert kläglich und Hecker vollstreckt sicher aber Brenninger trifft im Gegenzug auch. Christoph Kabitzky hat nun den goldenen Schuss auf dem Schläger, nimmt mit gewaltigem Tempo Anlauf und lässt Albrecht im Jonsdorfer Tor nicht die geringste Chance: Sieg und damit auch die heute gerechte 2:1 Punkteteilung in diesem Oberligamatch.
Kabitzky nach dem Spiel: „Es war das erwartet schwere Match. Aber wir haben verdient gewonnen.“ FASS Berlin ist damit in einer komfortablen Schwebeposition zwischen den Rängen zwei und vier (acht Punkte Abstand zum Zweiten und aber auch sechs Punkte zum Vierten), die unabhängig vom Spiel am Sonntag in Schönheide den dritten Platz sichert. Mit weiteren Punkten in Schönheide haben es die Berliner nun selbst in der Hand, wieder zum Spitzenduo aufzuschließen, welches auch bereits mehr Spiele absolviert hat als die Akademiker.



















