Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

15.01.2012 - 20:36
Von: Dirk Meusch

Glanzloses Erfolgserlebnis

Gegen harmlose Hannover Scorpions reichte dem ERC Ingolstadt eine durchschnittliche Leistung, um mit 4:2 (1:1, 3:1, 0:0) zu gewinnen.


Joe Motzko scheitert hier an Goalie Dimitri Pätzold. (Foto: Michael Mundt - www.pressepixx.de)

Ingolstadt war defensiv durch die Ausfälle von Ficenec und Periard geschwächt; mit Retzer und Reich wurden die Verteidigungsreihen aufgefüllt. Und von Beginn an erarbeiteten sich die Gastgeber ein Übergewicht an Chancen. In der fünften Minute traf Tyler Bouck zum 1:0 nach einem feinen Solo. Hannover zu selten vor Markus Janka, der erst in der 18.Minute durch einen abgefälschten Schuss überlistet wurde. Bryce Lampman zog von links einfach mal ab und Eric Regan  hielt seinen Schläger noch dazwischen.

Das Mitteldrittel lief gerade 16 Sekunden, als Dimitri Pätzold in den Brennpunkt rückte. Bullygewinn Ingolstadt, der Puck rutscht hinters Tor und dort dem Goalie der Scorpions durch die Schlittschuhe. Nutznießer dieses Abprallers war Rick Girard, der ohne Probleme zum 2:1 ins leere Tor einnetzte. Der stand auch knapp drei Minuten später goldrichtig, in Überzahl Gewühl vor dem Tor der Gäste und Girard drückt den Puck über die Linie. Ingolstadt weiterhin mit den besseren Chancen, Luciano Aquino scheiterte frei vor Pätzold an dessen starker Reaktion. Für die Gäste Gerrit Fauser nach einer halben Stunde mit der Chance auf den Anschlusstreffer, Janka behielt die Übersicht. Mit dem 4:1 durch Jared Ross (34.) untermauerten die Panther ihre Forderung auf diesen Heimsieg, die Gäste wehrten sich aber. Andreas Morczinietz verkürzte noch vor der zweiten Pause.

Wer nun aber dachte, dass sich ein Kampf um die Punkte entwickelt, wurde enttäuscht. Ingolstadt verstand es nicht, sich bietende Lücken zu nutzen und die phasenweise Kopflosigkeit bei den Scorpions in Tore zu verwandeln. Diese konnten mit einfachen Mitteln eine deutlichere Pleite vermeiden, hatten beim Pfostentreffer durch Joe Motzko (43.) auch ein wenig Glück. So plätscherte das Spiel seinem unspektakulären Ende entgegen. Positives daraus zu erkennen, fällt jedoch schwer. Der ERC schwächelt, weil einige Leistungsträger wie Thomas Greilinger oder Joe Motzko schwächeln. Andere haben eine Formkurve, die eher an die Statistik eines Börsenkurses erinnert. Eine daraus resultierende Umstellung der Reihen macht es nicht leichter, wenn es um Laufwege oder Stellungsspiel der einzelnen Formationen geht. Lediglich die einzelne Klasse und zufällige Situationen sichern notwendige Punkte, auch gegen die Hannover Scorpions. Diese wiederum haben nie aufgegeben, auch wenn es fast sechzig Minuten lang eine doch recht deutliche Angelegenheit auf dem Eis war. 

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