P. Oliver Potschien, der Vorsitzende des Georgswerks Duisburg, stellte sich nun dezidiert vor seine Mitarbeiter. Dazu erklärte er: „Der Sanitätsdienst des Georgswerks ist primär für die Zuschauer da – nicht für die Spieler. Nur auf Aufforderung des medizinischen Begleitpersonals der Mannschaft (in Verbindung mit der Genehmigung des Schiedsrichters während eines laufenden Spiels) kommen die Sanitäter unterstützend hinzu. Dies ist in dem geschilderten Fall genauso abgelaufen.“ Darüber hinaus bestehe eine klare Absprache mit dem medizinischen Personal der Füchse und der Eissporthalle, dass ein Mitarbeiter aufgrund der Arbeit auf der Eisflächen den Sanitätern zur Seite steht. „Die Sanitäter sind regelmäßig nicht mit Schlittschuhen ausgestattet, sondern mit Sicherheitsschuhen. Daher ist es gewohnheitsmäßig so, dass einer der Mitarbeiter der Eissporthalle, der entsprechend ausgestattet ist, die Trage ggf. zum Verletzten bringt.“ Auch auf die eigenen Sicherheit müssen die Sanitäter achten: „Um nicht zu stürzen, sind die eingesetzten Sanitäter mit einer angemessenen Geschwindigkeit über die Eisfläche gelaufen.“
Der Vorsitzende des Georgswerks Duisburg führt weiter aus: „Mir ist durchaus bewusst, dass es für Zuschauer unter Umständen so aussehen kann, dass die Sanitäter ,nichts machen‘ und ,nicht schnell genug‘ Hilfe leisten. Auf dieses Vorgehen haben sich aber Eissporthallenbetreiber, Ärztliche Leitung der Mannschaften und Georgswerk geeinigt – und dies ist beispielsweise auch bei Fußballspielen durchaus üblich. Dies kann im Fernsehen beobachtet werden: Zuerst kommt jemand vom medizinischen Personal der Mannschaft, dann auf Anforderung die Sanitäter. Diese bewegen sich dann natürlich sicherer und schneller – es ist ja in der Regel nicht glatt.“


















