Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

22.01.2012 - 19:56
Von: Matthias Eckart

Freezers auch gegen Eisbären mit Ladehemmung

Ein Anschutz-Duell auf eher mäßigem DEL-Niveau fand mit den Eisbären Berlin durch einen schmucklosen 3:0-Heimsieg (1:0; 0:0; 2:0) vor 14.200 Zuschauern (ausverkauft) dennoch einen verdienten Sieger. Schon im ersten Drittel stieß Florian Busch mit seinem Führungstreffer die Tür Richtung Eisbären-Sieg auf.


Florian Busch stieß die Tür zum Eisbären-Erfolg auf - Foto: Oliver Schwarz www.stock4press.de

„Ich kenne die Statistiken zwar nicht genau, aber man weiß ja, wie wichtig das erste Tor in der DEL ist. Wer in Führung geht, gewinnt meistens auch das Spiel“, erklärte der Torschütze  zum 1:0 (14. Spielminute) für die Eisbären. Busch betonte aber auch, dass das 3:0 nur zum Teil den Spielverlauf widerspiegelt: „Hamburg hat drei starke Reihen, die Tore schießen wollen und können. Wichtig war für uns, dass wir fast keine Strafzeiten kassiert haben.“

Und so fand dann auch Freezers-Chefcoach Benoit Laporte in seinem Statement klare Gründe für die erneute Niederlage seiner Mannschaft gegen die Eisbären: „Die Berliner haben sehr intelligent gespielt. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass wir kein Powerplay bekommen haben. Dazu kommt, dass wir im Moment große Probleme haben, Tore zu schießen. Es ist nun mal so: Keine Tore – keine Punkte.“

Die Niederlage vom Freitag gegen München hatte die Eisbären ziemlich gewurmt. Wie nach dem Spiel von Kapitän Richie Regehr gefordert, gingen die Hauptstädter gegen Hamburg von Beginn an deutlich konzentrierter zur Sache. Dabei gelang zwar bei weitem nicht alles, doch präsentierten sich die Hausherren wieder als solche. Erst im Mittelabschnitt fanden die Gäste mehr Zugang zum Spiel und produzierten mehr eigene Torchancen. Doch trafen etwa Serge Aubin, Jerome Flaake oder David Wolf entweder nur das Torgestänge oder scheiterten an einem wieder einmal hervorragend aufgelegten Rob Zepp im Eisbären-Gehäuse. Seinen vierten Shut-out hatte sich der Deutsch-Kanadier redlich verdient.

Zwar bekleckerten sich auch die Eisbären in puncto Chancenverwertung nicht mit Ruhm, doch zu einem denkbar guten Zeitpunkt erhöhte Rückkehrer Julian Talbot (52.) auf 2:0 und versetzte den zum Schlussspurt entschlossenen Hamburgern einen herben Dämpfer. Die versuchten dennoch alles, nahmen Keeper John Curry für einen weiteren Feldspieler vom Eis und wurden dafür bestraft: Die Eisbären eroberten den Puck, den Barry Tallackson (60.) zum 3:0-Endstand im verwaisten Freezers-Gehäuse versenkte.

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