Während der Deutscher Meister, die Eisbären Berlin vom schwedischen Vertreter Frölunda Indians mit einer deutlichen 0:6 (0:2, 0:2, 0:2)-Klatsche das Fell über die Ohren gezogen bekam, hielt sich Österreichs Titelträger, die Red Bulls Salzburg beim schwedischen Champion Färjestads BK mit einem überraschend klaren 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)-Auswärtserfolg schadlos. Das Ergebnis täuscht jedoch etwas über den wahren Spielverlauf hinweg, da auf Seiten der Mozartstädter Neuerwerbung Josh Tordjman zwischen den Pfosten wahre Wunder vollbrachte. In den sechzig Minuten Spielzeit, die nur zwischenzeitlich nach einem Vorbereitungsmatch aussahen, hatten die Nordmänner 37-mal das Tor Salzburgs anvisiert doch nichts anderes getroffen als Pfosten, Latte und eben Torwartartist Tordjman. Salzburg brauchte für seine vier Treffer lediglich 22 Schüsse. Chefcoach Pierre Pagé resümierte: „Wir waren bereit für eines der besten Teams Europas. Natürlich hatte Goalie Josh Tordjman einen riesigen Anteil an dem Erfolg, aber auch junge Spieler wie etwa Johannes Bischofberger oder Daniel Erlich waren voll dabei. Es war auch ein Sieg der Disziplin, denn gerade im Schlussdrittel waren die Schweden sehr bissig, wollten die Partie noch drehen. Aber da war das Vertrauen in der Mannschaft längst da, man hat die Energie gesehen und dass sie an sich glauben.“
Einen ebenfalls gelungenen Start legten die Vienna Capitals hin, die auf heimischen Eis Finnlands Vertreter Kärpät Oulu mit 3:2 nach Penaltyschießen bezwangen. Auch in dieser Begegnung, die sage und schreibe 4.700 Zuschauer gespannt und am Ende euphorisiert verfolgten, ging es schon hoch her und die Torhüter waren auch hier die Helden: Kärpäts Ville Hostikka und Wiens Alt-Internationaler Reinhard Divis drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Den entscheidenden Penalty zum umjubelten Sieg der Wiener bei ihrer European-Trophy-Premiere erzielte Neuzugang Jonathan Ferland. Wiens neuer Cheftrainer Tommy Samuelsson, der in der vergangenen Saison noch Färjestads BK zur schwedischen Meisterschaft führte, war voll des Lobes: „Besser hätte die Saison nicht beginnen können. Es war sensationell, vor allem vor dieser Kulisse und besonders für die Zuschauer war es ein tolles Match. Das Spiel hat alles geboten, was man sich vorstellen kann. Am Ende hatten wir natürlich auch ein wenig Glück, aber ich bin mit fast allem sehr zufrieden, obwohl wir noch nicht lange im Training stehen. Mir hat sehr gefallen, dass wir auf so hohem Niveau mitspielen konnten.“ Die Adler Mannheim, die am kommenden Sonntag in Insbruck auf die Caps treffen, sollten nach diesem Ergebnis hinreichend gewarnt sein: die Top-Klubs Österreichs geben längst kein Kanonenfutter mehr ab.
Die weiteren Ergebnisse:
HC Slovan Bratislava – KalPa Kuopio 2:1 n.P.
(0:1; 0:0; 1:0; 0:0; 1:0)
HC Sparta Prag – HV 71 Jönköping 1:4
(0:0; 0:3; 1:1)
Djurgardens IF – HC Slavia Prag 5:2
(1:1; 3:0; 1:1)
HC CSOB Pojistovna Pardubice – Linköpings HC 3:2 (1:0; 1:1; 1:1)



















