Die Fans sahen zwei Siege gegen Hamburg am Sonntag mit 3:0 (1:0,0:0, 2:0) und am Dienstag ein 6:5(2:1,4:2,0:2) über die Grizzlys aus Wolfsburg. Am Freitag kassierten die Berliner gegen den EHC München eine knappe aber schmerzliche Niederlage mit 1:2 (0:0, 0:1,1:1). In den beiden ersten Spielen fehlten acht verletzte Stammspieler und der gesperrte Sven Felski. Am Sonntag konnte wenigsten wieder Stürmer Julian Talbot aufs Eis. Er demonstrierte gleich seine Stärke. Nach dem 1:0 durch Florian Busch (26.) verabreichte er im Schlussdrittel dem EHC mit dem 2:0 die Beruhigungsmedizin. Die Eisbären hatten die Hamburger nämlich keineswegs so schwindlig gespielt, wie es das klare Ergebnis aussagt. „Die Hamburger haben unkompliziert bis simpel gespielt und wir haben uns lange damit schwer getan“, erkannte EHC-Stürmer Laurin Braun.
An seinem Beispiel lässt sich festmachen, wie den Eisbären bei sechs Spielen in zwölf Tagen mit zahlreichen verletzten Stammspieler die Beine schwer wurden. Kein Wunder zumal gleich fünf Juniorenspieler zeigen mussten, was sie gelernt hatten. Am Mittwoch zog Eisbären-Manager Peter John Lee die Notbremse. Er holte den Kanadier Johnathan Sim von Slavia Prag. Der Stürmer hat mit 485 NHL-Einsätzen allerhand Erfahrung auf dem Buckel, gab aber zu: „Ich muss mich erst an die Eisbären gewöhnen. Aber das ist nicht schwer, denn die Atmosphäre ist wunderbar.“ Gegen Hamburg ließ Sim noch zwei Großchancen aus. Vielleicht klappt es am Freitag in Iserlohn.
Nach dem Münchner Spiel hatte Berlins Trainer Don Jackson eine traurige Mine aufgesetzt und klagte: „Ich will nichts auf die Verletzten schieben, wir haben heute einfach schlecht gespielt.“ Mit einer ganz anderen Stimmung trat Jackson am Sonntag vor die Journalisten: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat gekämpft und wir haben durch unser Offensivspiel gewonnen. Ich freue mich besonders über den Kampfgeist der jungen Spieler.“ Das Sahnehäubchen spritze übrigens Barry Talaksson in den Jubelbecher 23 Sekunden vor Schluss mit seinem 3:0 ins leere Tor. Die Torausbeute der Berliner hielt sich mit einem Überzahltreffer bei 16 Strafminuten der Freezers allerdings sehr in Grenzen. Da müssen die Meister-Cracks noch an ihrer Effektivität arbeiten.



















