Eishockey - aktuelle Schlagzeilen

28.12.2011 - 18:30
Von: Friedhelm Thelen

Eine Überraschung im Visier

Diesmal konnte Charlie Fliegauf zufrieden sein. Seine Grizzly Adams Wolfsburg unterlagen beim Spengler-Cup zwar auch Dinamo Riga, verkauften sich bei der 1:3-Niederlage gegen das KHL-Team aber deutlich besser als noch tags zuvor beim 0:6 gegen die Kloten Flyers.


Die Grizzly Adams Wolfsburg kämpften gegen Riga bis zur Schlusssirene. (Foto: swiss-image.ch / Nadja Simmen / Spengler Cup)

„Heute haben die Jungs richtig gut gespielt. Alleine im letzten Drittel hatten wir 20:4 Schüsse auf das Tor von Riga abgegeben. Im gesamten Spiel waren es 40:20 Schüsse für uns“, war der EHC-Manager mit dem Auftritt seiner Mannschaft einverstanden. „Schade war natürlich, dass wir solch unglückliche Gegentore kassiert haben. Aber ab dem zweiten Drittel lief es dann.“

Nun muss Wolfsburg in die Ausscheidungsspiele und trifft am Donnerstagabend, 20.15 Uhr, auf den Verlierer der heutigen Abendpartie zwischen Gastgeber HC Davos und Team Canada. Die beiden Gruppenersten (Riga in der Wolfsburger Gruppe und der Sieger aus Davos gegen Kanada) stehen direkt im Halbfinale; die Zweiten und Dritten der beiden Gruppen ermitteln über Kreuz die anderen beiden Halbfinalteilnehmer. „Das ist nur ein Spiel! Und die Leistung heute lässt hoffen“, peilt Fliegauf im dritten Turnierspiel eine Überraschung an. „Wenn wir das Halbfinale erreichen würden, wäre das schon was.“

Matt Dzieduszycki und Armin Wurm sind angeschlagen aus dem Spiel gegangen. „Mal sehen, wie es ihnen geht. Im Zweifelsfall müssen sie dann morgen pausieren“, sagt Fliegauf. Zum besten Wolfsburger des Spiels wählten die Veranstalter Gastspieler Mike Bishai. „Das war schon okay, wie er gespielt hat, wenngleich ich andere noch etwas besser gesehen habe. Aber generell war die Mannschaftsleistung gut.“

Gut war sicherlich, dass gegen Riga der erste Treffer im Turnier gelungen ist. „Du zählst schon irgendwann die Minuten“, gab Fliegauf zu. 113 Minuten und 20 Sekunden waren es letztlich. Mit ein wenig Glück bringt aber gerade dieser Treffer noch etwas mehr Selbstvertrauen.

Vor dem Spiel hatten die Wolfsburger das schöne Ambiente in Davos mit der Eisbahn vor der Halle und schneebedeckten Landschaft für eine Fotosession genutzt. „Die Zeit heute und morgen Mittag werden wir zur Entspannung nutzen“, sagt der Manager der Grizzly Adams. Denn wie gesagt: Um ins Halbfinale einzuziehen, müssen die Wolfsburger „nur“ das morgige Spiel gewinnen. Mit ein wenig mehr Schussglück und der Leistung der letzten 20 Minuten gegen Riga wäre vielleicht wirklich eine Überraschung im Bereich des Möglichen.

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