Die Kassel Huskies mussten am Sonntagabend ihre Chancen auf den Play-off-Einzug in der Oberliga West wahren. Nach dem Absturz auf Rang fünf war ein Sieg vor heimischem Publikum Pflicht. Die punktgleich auf Rang sechs platzierten, aber personell geschwächten Ratinger Ice Aliens dienten dabei unfreiwillig als Aufbaugegner: Die Nordhessen siegten ohne größere Mühe mit 10:1 (3:0; 4:0; 3:1).
Vor 4.296 Zuschauern zeigten die Schlittenhunde von Beginn an, dass sie entschlossen waren zumindest zu Hause keine Punkte herzugeben. Christ hatte bereits nach 40 Sekunden die erste gute Chance und nach nur anderthalb Minuten nutzte Böhm die zweite Möglichkeit zur 1:0-Führung. Knapp fünf Minuten waren gespielt, Ratingen war bisher nur zu einem Torschuss gekommen, da spielte Roedger Gästetorwart Dennis Kohl aus und netzte zum 2:0 ein. Nach kurzem Aufbäumen der Ratinger, traf Huskies-Kapitän Manuel Klinge in der 16. Minute zum 3:0. Damit war das Spiel bereits frühzeitig entschieden, denn die vom Verletzungspech geplagten Gäste, hatten den Kasselern nichts mehr entgegenzusetzen.
Auch den zweiten Spielabschnitt dominierten die Hausherren deutlich: Nach 24 Sekunden traf Vorel erst zum 4:0, nach achteinhalb Minuten sogar in Unterzahl zum 5:0. Böhm und Christ erhöhten bis zur 37. Minute auf 7:0.
Gries markierte in der 42. Minute den einzigen Treffer für die Gäste. Sieben Minuten später stellte Klinge mit dem 8:1 den alten Abstand wieder her. Eine unschöne Szene ereignete sich zur Mitte des letzten Drittel: Ratingens Appelhans traf Kassels Berendt mit dem Stock im Gesicht. Berendt musste das Eis stark blutend und mit Verdacht auf Nasenbeinbruch verlassen, Appelhans erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Danach machten Sikora und erneut Klinge die zehn Tore für die Kasseler noch perfekt.
Keine Frage, in Kassel kann man mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Das sah auch Trainer Jamie Bartman so: „Natürlich bin ich zufrieden, das war ein wichtiger Sieg. Wir mussten auswärts zu Beginn der Endrunde gegen die Top-Teams ran, auch da haben wir nicht schlecht gespielt. Aber der Sieg heute war gut fürs Selbstvertrauen.“ Auch bei zehn Treffern bleibt aber klar: Eine ähnliche Chancenauswertung bei 2:1-Situationen und ähnliche individuelle Fehler in der Abwehr werden von stärker besetzten Gegnern auch weiterhin bestraft werden.
Ratingens Trainer Larry Suarez erkannte den Sieg der Kasseler an und attestierte den Huskies rund um Kapitän Manuel Klinge eine tolle Einstellung ohne Starallüren. Seine Mannschaft habe mit zehn Junioren gespielt, weil fünf Schlüsselspieler fehlten. „Ich bin überzeugt davon, dass die Jungs, die heute gespielt haben, alles gegeben haben, aber es war einfach nicht mehr drin.“



















