Das Hinspiel bei den Wölfen beginnt am Sonntag um 18.15 Uhr. Das Rückspiel findet am Sonntag, 5. Februar, 19 Uhr, im Neuwieder Ice House statt. „Wir bewerben uns gerade für die Oberliga, da wäre es peinlich, wenn wir jetzt gegen ein Team ausscheiden, welches quasi zwei Ligen unter uns spielt“, sagt EHC-Trainer Bernd Arnold.
„Der Pokal ist für die Bären ein wichtiger Faktor“, sagt Arnold. „Zunächst einmal können wir damit eine gewisse Vormachtstellung in Rheinland-Pfalz unterstreichen. Zudem hat ein Pokalgewinn auch einen hohen Prestigewert.“ Auch deshalb wird er den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir haben in dieser Saison schon die Erfahrung gemacht, dass es manchmal verdammt schwer sein kann, gegen einen schwächeren Gegner auf dem Eis zu stehen. Die werden sich tierisch reinhängen und alles geben. Und für uns sollte es sowieso kein Spiel geben, in dem wir es lockerer angehen lassen. Wir müssen mit Blick auf die Oberliga-Aufstiegsrunde unsere Form halten.“
Dennoch hatte der Trainer überlegt, dem einen oder anderen Akteur am Sonntag eine kleine Pause zu gönnen. „Ich habe natürlich überlegt, wie wir als Mannschaft das Pokalspiel angehen. Es lag nahe, vielleicht auch mal einem Spieler eine Auszeit zu gönnen. Deshalb habe ich am Dienstag im Training einige Spieler gefragt, ob sie am Sonntag vielleicht eine Pause machen möchten. Die haben mich aber alle mit großen Augen angeschaut, warum ich das fragen würde. Ich habe mich fast für diese Frage entschuldigen müssen, alle wollen natürlich mitspielen und dabei sein.“
Dem Trainer wird es recht sein, zumal er in diesem Spiel lediglich auf den Einsatz von Kapitän Stephan Petry verzichten muss, der aufgrund seiner Matchstrafe auch im Pokal gesperrt ist. Slawomir Kiedewicz und Kai Kühlem aber, die beide gegen Herne eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassiert hatten, dürfen mitspielen. Doch der EHC legt personell sogar noch nach, wird mindestens zwei DNL-Spieler der Kölner Haie im Pokal einsetzen. „In diesen Spielen ist das für uns quasi ein Luxus, es hat aber vor allem den Hintergrund, dass sich die Jungs an unser Spiel und an unsere Mannschaft gewöhnen sollen. Denn wenn wir in der Oberliga-Aufstiegsrunde in Grefrath auf unsere drei gesperrten Spieler verzichten müssen, werden wir mindestens zwei, drei Spieler der Haie mit dabei haben, die diese Lücken schließen werden.“
Beim Gegner, den Mainzer Wölfen, freut man sich derweil auf den Vergleich mit den Bären, wenngleich für TSV-Trainer Holger Pöritzsch der EHC „der haushohe Favorit ist. Nicht zuletzt deshalb sind die beiden Vergleiche gegen die Bären für uns auch nur so eine Art Kür-Programm. Die Pflicht besteht in den bevorstehenden Play-offs in der Hessenliga. Wir haben uns die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Regionalliga West zum Ziel gesetzt, dort liegt deshalb auch unsere ganze Konzentration. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die Partien gegen Neuwied, da es für uns die ideale Gelegenheit ist, uns unter Wettbewerbsbedingungen mit einem höher klassigen Gegner zu messen. An eine mögliche Sensation zu glauben, ist nahezu unrealistisch, zumal wir aufgrund des Modus mit Hin- und Rückspiel ja gleich zwei Wunder vollbringen müssten. Unser Ziel ist es, Neuwied ein bisschen zu ärgern, das Spiel möglichst lange offen zu halten und eine überzeugende Leistung zu zeigen, dann ist das Ergebnis am Ende für uns zweitrangig.“


















