Zwei Begegnungen – zwei Top-Spiele am Donnerstag, die Spitzenreiter beider Konferenzen waren gefordert und nur einer konnte sich durchsetzen. In St. Petersburg kam es vor 11.000 Zuschauern zum dritten Mal in dieser Saison zum Divisions-internen Duell zwischen SKA und seinem ärgsten Verfolger Dynamo Moskau. Bislang war die Bilanz ausgeglichen. SKA gewann (4:1) und verlor (1:2) jeweils eines der beiden Hauptstadt-Gastspiele.
Dynamo behauptete sich bei seinem 4:3-Auswärtserfolg (2:0; 1:2; 1:1) vor allem dank eines starken ersten Drittels. Während SKA 's Chefcoach Milos Rhziga mit der mangelhaften Chancenverwertung seiner Mannschaft haderte, zeigte sich sein Kollege Oleg Znarok auf der Gegenseite freilich hoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Rhziga polterte: „Das erste Drittel haben wir verschlafen, kamen im Mittelabschnitt zwar stark zurück, wurden dann aber wiederum durch eigene Nachlässigkeiten von Dynamo bestraft.“ Znarok dagegen stolz: „Danke, an meine Jungs! Sie haben großartig gespielt! Diesmal war auch das Glück wieder auf unserer Seite.“ Die Moskowiter gingen im ersten Abschnitt durch Treffer von Grigori Schafigulin und Artjom Tschnernow in Führung. Binnen der ersten acht Minuten des Mittelabschnitts glichen für SKA der Schwede Tony Martensson sowie Maxim Rybin per verwandelten Penalty aus. Wjatscheslaw Koslow jedoch brachte die Gäste wieder in Front, Dmitri Kalinin sorgte im letzten Abschnitt für den erneuten Ausgleich. Dynamos Grigori Schafigulin begann den Torreigen und beschloss ihn auch mit seinem Siegtreffer in der 57. Spielminute. Die Moskowiter (52 Punkte) sind Spitzenreiter SKA mit nur noch drei Zählern Abstand dicht auf den Fersen, haben allerdings schon zwei Spiele mehr absolviert als St. Petersburg. Da SKA und Dynamo beide der Bobrow Division angehören, steht der Klub aus Russlands Hauptstadt auf Platz drei der West-Konferenz.
Der mit 45 Punkten Führende der Tarassow Division und daher Zweite im Westen, heißt noch Dynamo Minsk. Doch das Team aus Weißrusslands Metropole muss spätestens seit gestern um seine Position fürchten. Minsk unterlag vor 7.500 Zuschauern beim Ersten der Ost-Konferenz, Traktor Tscheljabinsk, mit 2:4 (1:1; 1:1; 0:2). Die Mannschaft des nicht nur in Tscheljabinsk beliebten Cheftrainers Valeri Belousow glich eine zweimalige Führung Minsks aus, ehe der Finne Petri Kontiola und Alexander Rijasanzew im letzten Spielabschnitt den Sieg für die „Traktoristen“ klar machten. Beim 1:1 durch Jewgenij Kussnezow trug sich Ex-Eisbär Deron Quint mit seiner siebten Vorlage erneut in die Scorer-Liste ein. Traktor Tscheljabinsk (53) führt die Ost-Konferenz mit vier Punkten Vorsprung auf Amur Chabarowsk an. Rang drei belegt Avangard Omsk (44).



















