Herr Beddoes, Glückwunsch zu dem Sieg. Haben Sie mit solch einem deutlichen Erfolg gerechnet?
Nein, sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Wir hatten in den ersten zwei Minuten gleich zwei 100%ige Torchancen, die wir leider nicht genutzt haben. Dann sind wir auch noch in Rückstand geraten. Die Höhe des Sieges ist sehr überraschend, aber aufgrund unserer Leistung verdient. Wir wollten körperlich robust spielen und vor allem konstant über die komplette Spielzeit. Das ist uns gelungen.
Am Freitag verlor Ihre Mannschaft das Derby in Kassel. Wie haben Sie die Mannschaft, die sehr niedergeschlagen schien, aufgerichtet?
Ich habe mit ihnen am Samstag vor dem Training gesprochen. Die Jungs wissen selbst, dass sie gerade im letzten Drittel nicht ihre beste Leistung gezeigt haben. Nach der Besprechung haben wir verabredet, dass das Kassel Spiel kein Thema mehr ist und wir uns auf Duisburg konzentrieren. Das hat bei den Spielern gut geklappt, bei mir übrigens nicht. Ich habe am Sonntagvormittag ein Video vorbereitet mit Spielszenen aus Kassel. Nach 30 Minuten habe ich mir gedacht, hey, wir wollten das doch vergessen. Also habe ich das Video gelöscht.
Sie waren in Kassel von ihren Schlüsselspielern enttäuscht, weil nach dem 4:3 Rückstand kein Aufbäumen zu erkennen war. Haben Sie mit genau diesen Spielern separat gesprochen?
Ja, ich habe mit einigen Spielern am Samstag unter vier Augen gesprochen. Mich hat ihre Meinung interessiert. Alle Jungs waren sehr selbstkritisch. Das zeigt ihren Charakter. Sie schieben die Schuld nicht auf andere, sondern suchen sei bei sich selbst.
Duisburg hat sehr undiszipliniert gespielt. Frankfurt spielte häufig in Überzahl. Das kam ihnen entgegen, oder?
Ja klar. Ich denke unser Powerplay war heute sehr gut. Ich kann die Duisburger Spieler aber auch verstehen. Sie hatten nur vier Verteidiger an Bord. So etwas frustriert.
Sie haben gegen Duisburg den Torwart gewechselt und Boris Ackers aufgestellt. Wieso der Wechsel?
Christian Wendler hat sehr gut gespielt in den letzten Wochen. Am Freitag in Kassel sah er bei einem Gegentor nicht so gut aus. Er war nach dem Spiel extrem niedergeschlagen. Daher der Wechsel. Ich bin froh, dass Ackers wieder einsatzbereit ist. Er ist ein absoluter Führungsspieler. Er bringt Sicherheit in unser Spiel. Am Anfang war er nervös, aber insgesamt hat es gut ausgesehen, was er gemacht hat. Mir ist aber wichtig klar zu sagen, dass Wendler nicht der Sündenbock von Freitag ist. Ganz im Gegenteil. Wendler ist ein vorbildlicher Sportsmann. Er ist sehr fleißig. Ich schätze ihn sehr und bin froh, dass er in meiner Mannschaft ist.
Bereits am Dienstag geht es weiter mit dem Pokalspiel gegen den 2.Ligisten Hannover. Wie ernst wird dieses Spiel genommen?
Die Jungs sind heiß einen weiteren 2.Ligisten aus dem Wettbewerb zu werfen und wollen weiter für Furore sorgen. Ich habe ein wenig Bedenken, dass die Belastung nicht zu groß wird, und werde daher versuchen mit vier Reihen zu spielen, um die Belastung aufzuteilen.



















