„Absolut heiß und geil“ sind die Amerikaner vor Ort auf das actiongeladene Ice Cross Downhill Spektakel, berichtete Martin Wild, Betreuer der Sportler. Und so wurde schon am Mittwoch mit einem Legenden-Rennen die Bahn von den Crashed-Ice“Rentnern“ eingeweiht und vom siebenmaligen Sieger Jasper Felder „entweiht“. Denn der Schwede ließ seine Mitstreiter auf der acht Meter hohen und gut 400 Meter langen Rampe hinter sich.
Neben dem finnischen Titelverteidiger Arttu Pihlainen und den Croxall-Brüdern aus Kanada sind auch die deutschen Fahrer wieder am Start – unter ihnen der Weltmeister aus dem Jahr 2010, Martin Niefnecker. Der Amateur-Eishockeyspieler, der bei den Peitinger Junioren als Verteidiger im Kader steht, wird am Freitag bei der internationalen Qualifikation zum ersten Mal die neue Strecke testen. Begutachtet hat er sie allerdings schon: „Bis jetzt war das Abschlussrennen in Quebec immer das Nonplusultra, aber heuer wird Kanada von Saint Paul getoppt“, schwärmt der 21-Jährige. Was die Konkurrenz betrifft, sei diese auch wieder die gleiche: „Mit der Zeit haben sich an die 10 bis 15 Fahrer herauskristallisiert. Unter ihnen kann jeder gewinnen, wenn die Tagesform stimmt und das nötige Glück dabei ist“, weiß Niefnecker.

- Live unter redbullcrashedice.com
Und trotz seines Autounfalls im letzten Jahr fühlt sich der Garmisch-Partenkirchener recht gut vorbereitet: „Ich hatte mir den kompletten Fuß ruiniert und das Wadenbein gebrochen, aber dann im Sommer wieder mit dem Fitnesstraining begonnen, da ich ja auch Eishockey spiele. Im Winter war das Training wegen der Witterung eher schlecht, weil ich so die permanente Downhill-Strecke in Österreich nicht nutzen konnte. Stattdessen bin ich dann Ski gefahren. Durch die Kurven und Hügel bekommst du ein ganz gutes Gefühl für die Crashed-Ice-Bahn“, erklärte der Weltranglisten-Dritte. Weitere Deutsche, die sich ab Freitag dem eisigen Parcours stellen, sind Fabian Mels, Gewinner des Mini Rookie Cups 2011 in München und Vierter von Moskau sowie Philipp Auerswald, Manuel Werda und Andreas Wirnstl. Bereits am Donnerstag starteten in der nationalen Ausscheidung Florian Willer aus Füssen und Michael Hoffmann aus Schwenningen. Beide konnten sich qualifizieren.
Für die besten 64 Skater geht es dann am Samstag ab 18 Uhr (Ortszeit) vor rund 75.000 Zuschauern darum, den ersten Saison-Sieg einzufahren. Dem Rennen in Saint Paul folgen anschließend drei weitere im niederländischen Valkenburg (4.2.), in Aare in Schweden (18.2.) und zum Schluss, wie gehabt, im kanadischen Quebec (17.3.), wo der Weltmeister gekürt wird.
In Deutschland macht Crashed Ice 2012 leider nicht Station, doch nächstes Jahr soll es wieder ein Rennen hierzulande geben. Ob es wieder München sein wird, bleibt noch abzuwarten. Die Chancen stehen für die bayerische Landeshauptstadt jedenfalls nicht schlecht.



















