Viel Neues bei den Panthern

Ingolstadt, 3.September 2009

Das ist neu 2009/10
Der Trainer, Bob Manno, 52-Jähriger Italo-Kanadier unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Panthern. Er arbeitet letzte Saison in Straubing und konnte bereits dort mit solider Arbeit überzeugen. Greg Thomson steht ihm als Co-Trainer zur Seite, er betreute die Mannschaft nach der Entlassung von Benoit Laporte im November 2009. Der zum ERC zurückgekehrte neue Teammanager Jim Boni hat der Mannschaft in den vergangenen Monaten ein fast komplett neues Gesicht gegeben. Ganze 15 Neuzugänge wurden verpflichtet.

Im Tor steht Nationalkeeper Dimitri Pätzold, als Nummer zwei fungiert Dustin Haloschan von den Adler Mannheim aus der DNL. Die Verteidigung wurde mit Prestin Ryan aus Mannheim, wo ihn Greg Thomson während der Play Offs bereits beobachten konnte und Angel Nikolov verstärkt. Dieser kam als Ersatz während des Trainingslagers in Tschechien notgedrungen zum Einsatz und konnte sich mit seiner ausgestrahlten Ruhe und Souveränität empfehlen. Ebenfalls kurzfristig verpflichtet wurde Tim Hambly, 26 Jahre alt, der seine ersten Erfahrungen auf europäischem Eis sammelt.

Im Bereich Angriff wurden bekannte und neue Gesichter unter Vertrag genommen. Bob Wren kam aus Iserlohn, wo er zu den Top Scorern gehörte, Rick Girard aus Mannheim. Von den Lions aus Frankfurt kam Pat Kavanagh, der hoffentlich wieder an alte und erfolgreiche Zeiten anknüpfen kann, was man von Matt Hussey (Straubing) erwarten kann sind ähnliche Fakten wie bei den Tigers, in der abgelaufenen Saison erzielte er in 46 Partien 16 Tore und 25 Assists und war damit zweitbester Scorer . Der Ex-Augsburger Patrick Buzas beendete eine enttäuschende Saison, fällt nach seinem Verkehrsunfall aber auf noch unbestimmte Zeit aus. Ebenfalls neu auf deutschem Eis ist Tyler Bouck, der u.a. für die Portland Pirates spielte, wieder zurück ist Vince Bellissimo, der bereits in der Saison 2007/08 einer der erfolgreichsten Scorer der Panther war. Schon in der ERC Jugend auflaufend bekam der 20-jährige Dominik Walsh einen Vertrag, er konnte sein Können bereits an der Seite von Tim Hambly unter Beweis stellen. Von den Eisbären Juniors wechselte Norman Martens an die Donau, auch er fällt nach einem Rippenbruch noch aus. Von den Füchsen aus Duisburg kamen Michael Rimbeck, der mit einer Förderlizenz für die Heilbronner Falken ausgestattet ist und Thomas Schenkel, der nach der Insolvenz der Duisburger zu den Panthern wechselte.

Das muss besser werden
Neben bekannt gewordenen Querelen in der Führungsetage, hier haben mit Jürgen Arnold und Reinhard Büchl zwei neue Gesellschafter ihre Arbeit aufgenommen, wurde auch Rudi Hofweber als Verantwortlicher für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit angestellt. Hier sollten die Aufgaben und Kompetenzen klar verteilt sein, was nach jetzigem Stand gut funktioniert. Auf dem Eis muss wieder eine klare Hierarchie herrschen, Leistungsträger und Talente müssen an einem Strang ziehen und versuchen, jederzeit 100 Prozent Leistung abzurufen. Der Trainer sollte als Respektsperson agieren, nicht nur bei der Mannschaft und intern, auch gegenüber der Presse.

Das könnte passieren
Wenn das Verletzungspech sich auch in Ingolstadt zurückhält und das neu formierte Team schnell zueinander findet, sollte es mehr als der kärgliche 12. Tabellenplatz aus der Vorsaison werden. Von den Play Offs träumt jedes Team, dieses Jahr ist aufgrund der Ausgeglichenheit wohl alles möglich. Funktioniert nicht nur die Paradereihe um Greilinger und Wren, sind die Panther im Sturm sehr schwer auszumachen, problematisch könnte es in der Verteidigung werden. Ein Pierre Hedin konnte die Wünsche des Vorstandes nicht erfüllen und wurde nicht verpflichtet, Bruno St. Jacques und Mike Card konnte aufgrund hartnäckiger Verletzungen kaum mittrainieren und weisen noch Defizite auf. In Angel Nikolov fand man zwar einen erfahrenen Verteidiger, dennoch dürfte das die größte Problemzone werden.

Das Fazit
Bewährte Größen wie Thomas Greilinger, Glen Goodall oder Jakub Ficenec bilden ein solides Gerüst. Spieler wie Wren, Hussey oder Bellissimo haben ihre Klasse bereits bewiesen und verstärken den Kader. Dimitri Pätzold als neue Nummer eins im Kasten sollte genügend Sicherheit auf die Vorderleute ausstrahlen und wenn man es schafft, mehr Tore zu schießen, als zu kassieren, wird man in Ingolstadt endlich wieder in die Erfolgsspur finden und für einige Überraschungen sorgen. Dafür wurde fast alles umgekrempelt, egal ob im Management oder der sportlichen Verantwortung, ob sich diese Mühen gelohnt haben, wird man spätestens im Februar sehen, wenn die Vorrunde beendet ist.

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