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Weltmeister Kanada dreht 0:2-Rückstand gegen RusslandAhornblätter stürmen im letzten Drittel ins Finale

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dass eine solche Partie auch für die Spieler auf dem Eis etwas Besonderes ist, war sofort zu sehen. Die Partie war schnell, wurde aber auch knüppelhart geführt. Das bekam beispielsweise Sergei Andronov in der 18. Minute zu spüren, als er von Brayden Schenn mit einem Check in bester NHL-Manier in die Bande geschickt wurde. Immer wieder gab es kleine Scharmützel, aber keine Tore.

Das änderte sich im zweiten Abschnitt, in dem die Schussstatistik zwar ausgeglichen war, die Russen aber gefährlicher wirkten. In der 33. Minute lag der Rekordweltmeister vorne. Der russische Stadionsprecher, der Konstantin Klostermann bei Spielen der Sbornaja unterstützt, feierte den Torschützen zwar mit einem ausgedehnten „Kuz-net-sov“, doch ein Großteil des Treffers ging wieder einmal an Artemi Panarin. Der Stürmer der Chicago Blackhawks führte bereits vor Spielbeginn die WM-Scorerliste mit vier Toren und zehn Vorlagen an und sah auch bei diesem Tor den am rechten Pfosten völlig freistehenden Yevgeni Kuznetsov, der die Scheibe nur noch ins leere Netz schieben musste. Ihre vierte Überzahlsituation nutzten die Russen nur zweieinhalb Minuten später zum 2:0. Der künftige Angreifer der Vegas Golden Knights, Vadim Shipachyov, bekam den Puck, natürlich, von Panarin, spielte sie sofort zum linken Pfosten, wo sie Nikita Gusev mit einer Direktabnahme verwandelte. Kanada mühte sich, brachte aber in der Offensive zu wenig zustande.

Offensiv nichts zustande bringen? Da hatte der Weltmeister dann aber doch noch ein Wort mitzureden. Im Schlussabschnitt dauerte es nur 17 Sekunde, ehe Kanada der Anschlusstreffer gelang. Noch in Überzahl sah Nate MacKinnon seinen Teamkollegen Mark Scheifele frei im Slot, der seinen Schläger einfach reinhielt und schon stand es 1:2. Kanada rannte weiter an und wurde dabei von den Russen „unterstützt“, die sich nun zu viele Strafen einfingen. Dennoch hielten die Russen die knappe Führung – aber nur bis zur 56. Minute: Ein Pass von Travis Konecny fand Nate MacKinnon im Slot, der sich trotz Bedrängnis durchsetzte und das 2:2 für Kanada erzielte. Und tatsächlich drehten die Ahornblätter das Ergebnis noch komplett: Nach einem Pass von Mike Matheson blieb Ryan O’Reilly zunächst noch an einem russischen Verteidiger hängen, nutzte dann aber seinen eigenen Rebound zum 3:2. Mit einem Empty-Net-Goal machte Sean Couturier alles klar (59.).

Tore: 0:1 (32:16) Kuznetsov (Panarin, Kucherov), 0:2 (34:50) Gusev (Shipachyov, Panarin/5-4), 1:2 (40:17) Scheifele (MacKinnon, Parayko/5-4), 2:2 (55:07) MacKinnon (Konecny), 3:2 (56:58) O’Reilly (Matheson), 4:2 (58:53) Couturier (O’Reilly, Parayko/ENG).

Strafen: Kanada 10, Russland 12 + 10 (Belov).

Zuschauer: 16.469.

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