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Vier Schiedsrichter in der DEL2Regel-Modifizierungen zur neuen Saison 2017/18

Zwei Hauptschiedsrichter werden nun auch in der DEL2 zur Regel. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)Zwei Hauptschiedsrichter werden nun auch in der DEL2 zur Regel. (Foto: dpa/picture alliance/City-Press)

Die größte Umstellung betrifft dabei das Vier-Mann-System. Die Gesellschafter der 14 DEL2-Clubs haben sich bereits im Frühjahr 2017 für das neue Schiedsrichter-System entschieden. Weitere Veränderungen gibt es bei den Regeln ’Hoher Stock“, ’Schlittschuh-Tor“ und ’Spieler im Torraum“. Zudem gab es ein paar Anpassungen bei den DEL2-Regularien.

Die Clubs können auch weiterhin nachträgliche Ermittlungsverfahren einleiten. Wie bereits in der letzten Saison, können diese jedoch nur beantragt werden, wenn der Referee auf dem Eis keine Strafe ausgesprochen hat. Ansonsten gilt die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen auf dem Eis.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch: ’In dem Bereich dieser Regeln haben wir uns der DEL angepasst. Es ist wichtig, dass die beiden Profi-Ligen auch im Außenauftritt den Eishockeysport gleich gestalten. Des Weiteren dienen diese Anpassungen in erster Linie der besseren Nachvollziehbarkeit von Strafen sowohl für die Teams und Clubs, als auch für die Fans und Medien.“

Die Veränderungen im Überblick:

Hoher Stock mit Verletzungsfolge

Gemäß IIHF Regel 143 III spricht der Schiedsrichter im Falle eines zufälligen, rücksichtslosen oder sorglos hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine doppelte kleine Strafe (2+2) aus. Eine große Strafe plus automatischer Spieldauerdisziplinarstrafe wird dann nur im Falle eines vorsätzlichen oder gezielten hohen Stocks mit Verletzungsfolge ausgesprochen. Es wird von Vorsatz gesprochen, wenn der Spieler seinen Stock bewusst über die Höhe seiner Schulter führt und dabei seinen Stock gezielt in Richtung des Gegenspielers richtet.

Tor mit dem Schlittschuh

Zurück zu den Ursprüngen ist die Devise beim Schlittschuh-Tor. Solange das Tor mit dem Skate nicht aus einer deutlichen und klaren Kickbewegung resultiert, ist das Tor gültig. Das bedeutet, der angreifende Spieler darf den Puck mit seinem Schlittschuh in das Tor ablenken. Wichtig dabei ist, ein Ablenken des Pucks setzt voraus, dass der Puck in Bewegung ist. Ein ruhender Puck kann nicht abgelenkt werden. Bringt ein angreifender Spieler mit seinem Schlittschuh einen ruhenden oder fast ruhenden Puck ins Tor ist das Tor nicht gültig. Bei einer deutlichen Kickbewegung des angreifenden Spielers wird das Tor annulliert.

Spieler im Torraum

Eine IIHF-Regel besagt, dass ein Tor dann nicht gültig ist, wenn ein angreifender Spieler mit Position im Torraum ein Tor erzielt, während der Torhüter in seinem Torraum ist. Für die DEL2 gilt ab sofort eine Sonderregel und es wird künftig zwischen zwei Situationen unterschieden:

a)    der angreifende Spieler im Torraum nimmt dort die Position ein und versperrt die Sicht des Torhüters (Dauerpräsenz).

b)    der angreifende Spieler im Torraum ist nur für den Augenblick des Tores im Torraum und nur für diesen kurzen Moment in der Sichtachse des Torhüters (Aktionspräsenz).

Bei einer Dauerpräsenz ist das Tor nicht gültig. Bei der Aktionspräsenz hingegen ist das Tor gültig. Dies gilt auch, wenn der angreifende Spieler im Torraum der Torschütze ist. Genauso wird das Tor gegeben, wenn der angreifende Spieler bei der Aktionspräsenz nicht der Torschütze ist.

Diejenigen Situationen, in welchen der angreifende Spieler durch das Zutun eines verteidigenden Spielers in den Torraum gelangt, bleiben von dieser Sonderregel unberührt.