Steelers und Cheftrainer Kevin Gaudet gehen getrennte Wege

von Hockeyweb, Mittwoch 7. März 2018, Lesedauer: ca. 1 Minute

Am Ende dieser Saison trennen sich die Wege der Bietigheim Steelers und von Trainer Kevin Gaudet. (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)

​Die Bietigheim Steelers geben bekannt, dass sich der DEL2-Club und Trainer Kevin Gaudet zum Saisonende trennen werden. Außerdem kündigen die Steelers für die kommenden zwei Jahre Sparmaßnahmen von 300.000 Euro pro Saison an.

In der Pressemitteilung der Steelers heißt es:

„Nach Auflagen bei der Lizenzierung für die Saison 2017/18 und der gescheiterten Auf- und Abstiegsregelung zwischen DEL und DEL2 haben Gespräche zwischen dem Steelers Aufsichtsrat, der Steelers Geschäftsführung und der sportlichen Leitung sowie Cheftrainer Kevin Gaudet ergeben, dass die Bietigheim Steelers für die nächsten zwei Jahre etwas kleinere Brötchen backen müssen und werden. Einsparungen von mindestens 300.000 Euro pro Saison sind für die Verantwortlichen eine große Herausforderung.

Diese Maßnahmen werden im Schwerpunkt das Team, sprich Mannschaft und Trainer betreffen, aber auch andere Einsparmöglichkeiten werden geprüft. Die Steelers GmbH hat in den letzten vier Jahren unterm Strich ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet, der Fehlbetrag aus der Vergangenheit ist vollständig mit Darlehen, Patronatserklärungen und Bürgschaften abgedeckt. Es gibt also keine wirtschaftliche Schieflage. Bei der Lizenzierung wurden nunmehr aber ein deutlicher Abbau des Kapitalfehlbetrags und der Verbindlichkeiten gefordert, dem müssen sich die Verantwortlichen stellen. Auch nach dieser Reduzierung wird unser Budget zu den Top 4 der DEL2 zählen.

Es waren über den gesamten Verlauf, sehr offene, faire und respektvolle Gesprächen. Mit Kevin und Robin verlieren  die Steelers ein Trainerteam der Extraklasse. In keiner Trainerära waren die Steelers erfolgreicher und haben sich in den sechs Jahren der Ära Gaudet als Spitzenteam der DEL2 fest etabliert.  Die Trennung ist beiden Seiten nicht leicht gefallen. In den Jahren haben sich Freundschaften und emotionale Verbindungen entwickelt.

Im Profisport bleibt leider wenig Raum für Gefühle – die wirtschaftlichen Themen holen einen immer wieder ein. Wir wünschen Kevin und Robin für Ihre berufliche und sportliche Zukunft alles Gute – Sie werden immer ein Teil der „Steelers-Geschichte“ bleiben und werden mit Sicherheit Freunde für die Ewigkeit in Bietigheim haben. Für die Steelers muss es weiter gehen. Mit Marc St Jean bleibt uns der sportliche Leiter erhalten – wir sind auf  der Suche nach einem für die zukünftige Ausrichtung passenden Trainer. Mit diversen Spielern des aktuellen  Kaders wird intensiv  verhandelt. Ziel ist es auch zukünftig attraktives und erfolgreiches Eishockey in Bietigheim zu haben.

Wir wünschen Kevin und seinem Team für die anstehenden Play-offs alles Gute, keine Verletzungen und viel Erfolg – noch einmal gemeinsam ganz oben zu stehen und eine große,  erfolgreiche Zeit mit einem weiteren Titel krönen.“