SC Riessersee geht als Erster in den letzten Spieltag

von Friedhelm Thelen, Samstag 3. März 2018, Lesedauer: ca. 2 Minuten

Tim Richter freut sich über sein Tor in Bietigheim - und über die Tabellenführung des SC Riessersee in der DEL2. (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)

​Spannung ist angesagt vor dem letzten Punktspieltag in dieser DEL2-Saison. Durch einen Sieg im Spitzenspiel bei den Bietigheim Steelers übernahm der SC Riessersee am Freitag die Tabellenführung. Das Rennen um Platz vier und sechs bleibt spannend. Weißwasser hat nur noch theoretische Chancen auf die Play-offs.

Sowohl der SC Riessersee als auch die Bietigheim Steelers haben nun 100 Punkte, allerdings haben die Garmischer das um 15 Treffer bessere Torverhältnis. Die Löwen Frankfurt sind sicher Dritter. Die Kassel Huskies (84 Punkte), der ESV Kaufbeuren (83) und der EC Bad Nauheim (82) spielen um Rang vier. Die Roten Teufel müssen aber auch noch Rang sechs gegenüber Ravensburg (79) absichern. Dresden (77) und Crimmitschau (74) sind sicher in der ersten Play-off-Runde. Heilbronn (72) muss nur noch ein klein wenig zittern. Die Lausitzer Füchse (69) als Elfter liegen drei Punkte hinter den Falken und haben das um 24 Treffer schlechtere Torverhältnis. Da hilft nur ein (unwahrscheinliches) Torfestival. Damit kommt es in der ersten Play-down-Runde also zu den Paarungen Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers und EHC Freiburg – Tölzer Löwen.

Bietigheim Steelers – SC Riessersee 4:5 (0:2, 2:1, 2:1, 0:1) n.P.

Ein verrückter Spielverlauf: Garmisch führte erst mit 3:0, dann drehte Bietigheim die Partie zum 4:3, ehe Riessersee die Partie in die Verlängerung schickte. Die blieb torlos; im Penaltyschießen entschied Richard Meuller die Partie. Mueller traf auch in der regulären Spielzeit für den SCR – ebenso wie Tim Richter, Michael Rimbeck und Andreas Driendl. Für Bietigheim trafen Alexander Preibisch, Max Lukes, Dominic Auger und Shawn Weller.

Heilbronner Falken – Löwen Frankfurt 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

Der Sieg gegen den Tabellendritten aus Hessen war entscheidend für den HEC für den Einzug in die Play-offs. Die Führung von Stephan Kronthaler glich Maximilian Gläßl für die Gäste aus, ehe Kevin Lavallée und Justin Kirsch zum 3:1 der Falken erfolgreich waren. Brett Breitkreuz brachte Frankfurt heran, doch Tomas Plihal machte den Sack für Heilbronn zu.

Dresdner Eislöwen – EHC Freiburg 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

Weniger als zwei Minuten waren noch zu spielen, als Lukas Zib für die Wölfe erfolgreich war. Durch die Niederlage können die Dresdner Platz sechs nicht mehr erreichen. Zweimal entschied der Videobeweis gegen einen Treffer der Eislöwen.

Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Weißwasser hat seine Hausaufgaben im Kampf um Platz zehn zwar gemacht, weil aber Heilbronn eben auch gewonnen hat, ist das Erreichen der Play-offs aufgrund des schlechten Torverhältnisses der Füchse nun extrem unwahrscheinlich. Für Weißwasser trafen Anders Eriksson, Jeff Hayes und David Kuchejda. Die Tore für den EC Bad Nauheim markierten Cody Sylvester und Marcel Brandt.

Bayreuth Tigers – Eispiraten Crimmitschau 3:4 (1:0, 1:2, 1:2)

Crimmitschau lag schon mit 0:2 hinten, kassierte nach eigener Führung das 3:3 nach 54 Minuten, doch 46 Sekunden vor Ende schoss Robbie Czarnik die Eispiraten endgültig in die Play-offs. Außerdem waren Patrick Pohl und zweimal Will Weber für die Gäste erfolgreich. Die Tigers-Treffer erzielten Valentin Busch, Andreas Geigenmüller und Sergej Stas. Die Gäste ließen in der 19. Minute einen Penalty ungenutzt.

Ravensburg Towerstars – Kassel Huskies 4:1 (0:0, 0:1, 4:0)

Mit einem Sieg hätte Kassel Platz vier bereits klarmachen können. Und tatsächlich führten die Huskies durch ein Tor von Adriano Carciola mit 1:0. Doch im letzten Drittel drehten Sören Sturm, zweimal David Zucker (davon einmal per Penalty) und Adam Lapsansky die Partie.

Tölzer Löwen – ESV Kaufbeuren 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)

Trotz eines 0:2-Rückstands nach Treffern von Florin Ketterer und Max Schmidle siegte Bad Tölz durch Casey Borer, Julian Kornelli und Klaus Kathan, sicherte sich den vorletzten Platz, während die Rote Laterne nun sicher in Bayreuth leuchtet.