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Interview mit Starbulls Neuzugang Cameron BurtDie Mannschaftskameraden haben mich mit offenen Armen begrüßt.

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Hockeyweb: Herr Burt, vom Flieger aus Detroit direkt auf Rosenheimer Eis. Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Mannschaft?

Burt: Nach dem ersten Training mit der Mannschaft glaube ich, dass wir eine sehr ehrgeizige und vor allem schnelle Truppe haben. Schlittschuhtechnisch sieht das von allen sehr stark aus. Franz Steer treibt das Tempo im Training auch noch weiter an, sodass unsere Schnelligkeit wirklich eine Waffe werden könnte. Zudem haben wir zwei junge talentierte Goalies, die uns Spiele gewinnen können. Körperlich müssen wir allerdings noch zulegen und bis zum Saisonstart an unserer Aggressivität arbeiten.

Hockeyweb: Wie kam der Kontakt mit Rosenheim zustande und was wussten Sie über die Starbulls und die DEL II?

Burt: Bisher habe ich nur gutes über Rosenheim gehört und vor allem mit Franz über die Starbulls geredet. Mein Agent und ich haben rausgefunden, dass die Starbulls noch einen Kontingentspieler für die Verteidigung suchen und dann konnte ich mir einen Wechsel vorstellen, vor allem auch weil Freunde von mir bereits in der DEL II gespielt haben und mir sagten, dass das Niveau hier sehr ansprechend wäre. Ansonsten scheint die Stadt sehr schön zu sein. Die Mannschaftskameraden haben mich mit offenen Armen begrüßt.

Hockeyweb: Wie würden Sie sich selber als Spieler und als Person beschreiben? Was wird Ihrer Meinung nach die Rolle im Team sein? Sie haben ja in der Vergangenheit auch öfters als Center gespielt.

Burt: Ich glaube das wichtigste an einem Spieler ist, dass er ein perfektes Mitglied im Teamverbund ist. Das ist auch das, was ich als Spieler leisten will und mich, so denke ich, ausmacht: Ich setze mich für jeden meiner Kollegen ein und unterstütze sie bei ihrem Spiel. Jeder Spieler hat auch individuelle Ziele, klar, aber meine ordne ich den Zielen der Mannschaft unter. 

Nach meinen Gesprächen mit Franz ist meine Rolle sehr leicht auszumachen: Ich werde als Verteidiger auflaufen und soll dort gerade auch was die Spieleröffnung betrifft bewirken. Ich werde aber auch versuchen für Gefahr von der blauen Linie zu sorgen. Natürlich wollen wir auch die jungen Verteidiger um Veisert, Gottwald und Nowak führen und sie auf das nächsthöhere Level bringen.

Hockeyweb: Warum haben Sie sich weiterhin für einen Verbleib in Europa entschieden? Was sind die größten Unterschiede zwischen dem schwedischen und deutschen Eishockey?

Burt: Mein Stil Eishockey zu spielen passt wohl definitiv besser zum europäischen Eishockey. Ich mag die größere Eisfläche, weil das Spiel dadurch attraktiver wird. Das "dump and chase"-Hockey aus Nordamerika ist nicht so sehr mein Fall. 

Bis jetzt habe ich zwischen dem schwedischen und deutschen Eishockey noch keinen Unterschied gesehen. Die Unterschiede werde ich dann vielleicht unter der Saison benennen können. In jedem Fall sehe ich aber, dass auch Deutsche Eishockey spielen können und Talent haben. Ich bin auf jeden Fall richtig heiß auf die Saison.

Hockeyweb: Wie sah ihr Sommerfahrplan aus?

Burt: In diesem Sommer war alles ein wenig anders, auch weil der Wechsel ja jetzt etwas später zustande kam. Ich komme aus Michigan und dort habe ich den Sommer mit meiner Freundin verbracht. Ich habe natürlich sehr viel trainiert, aber auch Spielern Privatstunden gegeben. Natürlich ist es daheim auch immer schön Freunde und Familie zu treffen, aber im Moment bin ich sehr froh darüber, dass es mit dem Eishockey wieder losgeht. Ich bin motiviert und hoffe, dass unsere Fans schon nächste Woche alle ins Stadion kommen. Ich habe gehört die Zuschauer in Deutschland sollen unfassbar laut sein. Darauf freue ich mich sehr.