4:5 – Steelers setzen den Löwen in Verlängerung den K.o.-TrefferQuo vadis, Löwen Frankfurt?

C.J. Stretch und die Löwen Frankfurt mussten sich im Spitzenspiel gegen die Bietigheim Steelers geschlagen geben. (Foto: dpa/picture alliance)C.J. Stretch und die Löwen Frankfurt mussten sich im Spitzenspiel gegen die Bietigheim Steelers geschlagen geben. (Foto: dpa/picture alliance)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Sichtlich genervt wie auch enttäuscht kehrten die Spieler nach dem Spiel sofort in die Kabinen zurück, war es doch ein allzu oft in dieser Saison auftretendes Muster, durch welches die Spieler verloren wurden: „Wenn man so rankommt, mit dem vierten Tor zum Ende des Spiels ausgleicht, und dann verliert, ist das einfach bitter – in Overtime sowieso. Wir müssen unbedingt lernen, dass wir die dummen Strafzeiten vermeiden. Das ist unser größter Fehler, diese kosten uns das Spiel“, so Verteidiger Max Gläßl nach dem Spiel. Auch Stürmer Matt Pistilli schlug in dieselbe Kerbe: „Beide Teams haben ein kompaktes Spiel gezeigt. Bietigheim hat am Ende ein Tor mehr geschossen, das ist der Unterschied. Wir müssen weniger Strafzeiten ziehen.“

Auch die Defensivabteilung sowie das Backchecking aller Spieler war in den letzten Wochen Thema: „Ich denke, dass wir kompakt standen, aber heute haben uns einfach die Strafzeiten das Spiel gekostet.“ Wie so oft in dieser Saison kommen die Frankfurter Spieler darauf zurück. Im Hinblick auf den vor Weihnachten beginnenden Spiele-Marathon lacht Gläßl plötzlich. Quasi Vorfreude? „Es geht wieder um die Strafzeiten, diese zu vermeiden. Natürlich fehlt uns noch das Quäntchen Glück und die schmutzigen, nachgestocherten Tore und einfacheren Tore zu schießen und den letzten Schritt zu machen. Wir wissen, dass wir die entsprechende Qualität dafür im Kader haben und haben auch heute einen Punkt geholt. Das nehmen wir aus dem Spiel mit. Für die Zeit ab den Jahreswechsel sehe ich überhaupt keine Probleme, diese Dinge zu erarbeiten und auch die engen Spiele auch zu gewinnen.“ Schon ist das Spiel für den Verteidiger abgehakt.

„Wir müssen einfach genau wie letztes Jahr hart weiterarbeiten, dieselben Fehler abstellen und aus den Fehlern lernen – genau wie letzte Saison, als wir am Ende sehr gut waren.“ So die wörtliche Übersetzung. Tatsache auch, ohne das M-Wort zu benutzen: Zweitplatzierter der Hauptrunde und Sieger der Play-offs. „Dafür muss man harte Niederlagen wie die heutigen hinnehmen, in welchem wir zudem viele unglückliche Abpraller kassiert haben. Daraus müssen wir lernen und stärker daraus zurückkommen. Wir denken nur an das nächste Spiel. Wir haben das nächste Spiel am Freitag und gehen dann das nächste an“. Am Freitag erwarten die Löwen keinen geringeren Gegner als die kampfstarken Dresdner Eislöwen um Trainer Franz Steer.

Ein Fragezeichen rund um die Löwen bleibt weiterhin um die führende Personalie Rich Chernomaz. Wie sich die Anzeichen verdichten, soll ein Wechsel auf der Position des Sportdirektors vollzogen werden. Nach Auflösung seines Vertrags in Krefeld wird dies nach Informationen von Hockeyweb der ehemalige KEV-Trainer Franz Fritzmeier, der Sportdirektor und Trainer in Personalunion werden soll. Ob dies noch in diesem Jahr geschieht und ob der hauptverantwortliche Löwen-Trainer Paul Gardner damit an Bord bleibt, ist dabei nicht klar. Immerhin wurden die Löwen unter Gardners Leitung in der vergangenen Saison Meister der DEL2. Klar ist aber, dass sich etwas tut.

Maximilian Haas