Wolf jubiliert, Reich brilliert

von Jens Rohra, Mittwoch 3. Januar 2018, Lesedauer: ca. 2 Minuten

Kevin Reich bot eine starke Leistung. (Foto: GEPA pictures/ Mathias Mandl)

​Kaum wurde das neue Jahr 2018 mit Pauken und Trompeten gefeiert, gab es am Dienstag gleich schon wieder etwas zu feiern. Oder genauer: jemand, der sich feiern lassen durfte. Er ist längst eine Institution im deutschen Eishockey geworden. Nach seinem DEL-Debüt im Sauerland feierte Michael Wolf in der Partie des EHC Red Bull München gegen die Adler Mannheim sein 700. DEL-Spiel.

Sein Trainer Don Jackson sagte über den Jubiläumsstürmer: „Es ist eine große Freude, ihn in unserem Team zu haben. Seine Erfahrung, seine Führungsqualitäten machen mich froh, jemanden wie ihn im Team zu haben.“ Das Spiel gegen die Adler Mannheim gewann der Deutsche Meister zudem mit 4:1 (2:1, 0:0, 2:0).

Ganz neu dagegen auf dem Eis war Kevin Reich, der zur Überraschung sämtlicher Münchner Fans sein Saisondebüt geben durfte. „Ungefähr vor zwei Wochen haben wir uns entschieden, dass Kevin sich seinen Einsatz verdient hat. Er ist ein sehr starker Torhüter“, so Red-Bulls-Coach Jackson über Reich. Offenbar wollte Coach Don Jackson den jüngeren Spielern die Möglichkeit geben, sich zu beweisen, denn neben David Leggio fehlten diesmal auch Steve Pinizzotto, Florian Kettemer und Maxi Kastner.

Zunächst war diese deutliche Umstellung nicht bemerkbar. München spielte mit wesentlich mehr Tempo und Zielstrebigkeit als die Gäste, die nur punktuell glänzen konnten. Dennoch gelang den Adlern mit dem Führungstreffer der erste Punch der Partie. „Der Rückstand hat uns nicht nervös gemacht. Wir konnten schnell darauf antworten“, so Jackson. Die Red Bulls ließen sich davon nicht schocken und drehten binnen fünf Minuten das Spiel. Jubilar Michael Wolf wurde immer wieder versucht, in Position zu bringen und seinen besonderen Abend mit einem Treffer zu krönen – zunächst jedoch ohne Erfolg.

In den zweiten 20 Minuten sahen die 9650 Zuschauer in der Münchner Olympiahalle dann, wie die Intensität und das Tempo nachließ. Mannheim machte in dieser Phase etwas mehr für den Sieg, fand aber immer wieder ihren Meister in dem jungen Kevin Reich, der bislang einen mehr als soliden Job ablieferte und seine Mannschaft in Führung hielt.

Auch im letzten Drittel schienen die Gäste aus der Kurpfalz entschlossener in Richtung des Ausgleichs zu spielen als München in Richtung Ausbau der Führung. Sogar eine doppelte Überzahlsituation änderte daran nichts. Erst knapp zehn Minuten vor Schluss griff Mads Christensen in die Trickkiste und erhöhte für die Red Bulls auf 3:1. Mannheims Coach Bill Stewart setzte darauf noch einmal alles auf eine Karte und brachte den sechsten Feldspieler für Chet Pickard. Anstatt des Anschlusstreffers erzielte Brooks Macek die Entscheidung zum 4:1 per Treffer ins leere Tor.

Die Gäste aus Mannheim bleiben so ein wenig das große Fragezeichen der Liga, die sich weiterhin auf einem aus ihrer Sicht unbefriedigenden zehnten Tabellenplatz befinden. „Beide Mannschaften haben sehr hart gespielt. München war im ersten Drittel besser. Wir im zweiten Drittel. Das war für uns etwas unglücklich. Die Leidenschaft war da“, so Mannheims Coach Stewart.

München dagegen kann sich über den ersten Sieg im Jahr 2018 freuen und bleibt damit auf Tuchfühlung mit dem Tabellenersten aus Nürnberg. „Wir sind defensiv sehr gut gestanden“, so ein zufriedener Coach Don Jackson. Zufrieden war auch Kevin Reich mit seinem Einsatz: „Ich war schon ein bisschen nervös vor dem Spiel. Da haben mir Danny und David geholfen, etwas ruhiger zu werden. Nach dem ersten Schuss ging es dann wieder ganz gut“, so Reich.

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