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Wilde Spiele und Tore sattDEL kompakt

Der EHC Red Bull München besiegt die Eisbären Berlin mit 4:2. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)Der EHC Red Bull München besiegt die Eisbären Berlin mit 4:2. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)
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EHC Red Bull München — Eisbären Berlin 4:2 (2:1, 2:0, 0:1)

Nach etwas mehr als fünf Minuten ging der Meister in Führung. Etwa genauso lange brauchten die Berliner zum Ausgleich. Doch in Überzahl legten die Münchner erneut vor. Das Drittel war zwar ausgeglichen, doch die Oberbayern waren konsequenter in der Verwertung. Im Mitteldrittel hatten die Eisbären nichts entgegenzusetzen. München machte zwei Treffer und schickte Petri Vehanen in den frühen Feierabend. Ab der 32. Minute versuchte sich Marvin Cüpper. Die Red Bulls spielten im Schlussdrittel nicht mehr so zielstrebig, doch die Berliner kamen erst in den letzten fünf Minuten noch mal auf. Am Ende konnten sie das Ergebnis noch etwas aufhübschen, doch an einen Sieg war nicht mehr zu denken.

Tore: 1:0 (5:21) Frank Mauer (Yannic Seidenberg, Dominik Kahun), 1:1 (10:13) Jens Baxman (Nick Petersen), 2:1 (11:55/PP) Michael Wolf (Yannic Seidenberg, Jason Jaffray),3:1 (24:36) Jason Jaffray (Derek Joslin, Keith Aucoin), 4:1 (31:12) Mads Christensen (Florian Kettemer, Frank Mauer), 4:2 (54:38) Blake Parlett (Martin Buchwieser, Thomas Oppenheimer). Zuschauer: 3.750.

Schwenninger Wild Wings — Straubing Tigers 5:3 (2:0, 1:2, 1:0)

Die niederbayerischen Gäste kamen gut ins Spiel und hatten gleich einige gute Chancen. Erst nach dem Powerbreak kamen die Schwenninger auf. In Überzahl markierten sie sogar die Führung und wenig später konnten sie diese ausbauen. Im Mittelabschnitt legten die Gäste flott los und konnten erstmals treffen. Doch  die Hausherren schlugen umgehend zurück und Basti Vogl musste nach dem dritten Schwenninger Tor seinen Posten räume. Dimitri Pätzold stellte sich für den Rest des Spieles zwischen die Pfosten. In der intensiven Partie kamen die Tigers aber noch mal ran. Zünftig wurde es in der Schlusssekunde, als sich aus einer Rudelbildung gleich zwei Fights entwickelten. Aufgrund der Keilereien begannen die Wild Wilgs den Schlussabschnitt in Überzahl. Die nächste Straubinger Strafe ließ nicht lange auf sich warten und diese doppelte Überzahl nutzen die Gastgeber. Doch noch war Niederbayern nicht verloren, denn ruckzuck schossen sich die Tigers wieder heran. Der Ausgleich lag lange in der Luft, doch dann gab es gegen die Gäubodenstädter den nächsten Doppelausschluss. Schwenningen spielte das aber schlecht und Straubing kam unbeschadet über die Zeit. Die nächste 5:3-Überzahl ließ aber nicht lange auf sich warten. Und jetzt machten die Schwenninger den Sack zu und sicherten sich den Heimsieg. Straubing scheiterte letztendlich an den eigenen Strafen.

Tore: 1:0 (17:19/PP) István Bartalis (Andreé Hult, Jussi Timonen), 2:0 (18:26) Kalle Kaijomaa (Andreé Hult), 2:1 (20:56) Kyle MacKinnon (Mike Connolly, Mike Hedden), 3:1 (21:46) Andreé Hult (Stefano Giliati, Kyle Sonnenburg), 3:2 (33:19) Jeremy Williams (Steven Zalewski, Austin Madaisky), 4:2 (41:14/PP2) Jussi Timonen (Will Acton), 4:3 (43:58) Jeremy Williams (Steven Zalewski, Colton Jobke), 5:3 (58:02/PP2) Will Acton (Mirko Sacher). Zuschauer: 2.771.

Thomas Sabo Ice Tigers — Adler Mannheim 1:2 n.P. (0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:1)

Wie konnte es anders sein, Nürnberg bekam das erste Tor im Spiel. Phil Hungerecker kam zu seinem ersten DEL-Treffer. Vieles erinnerte an die fünf ersten Drittel der Franken. Läuft es nach Plan, kommen sie im Mitteldrittel aber zurück, meistens zumindest. Es lief auch tatsächlich besser für das Heimteam. In einem tollen Eishockeyspiel kamen sie in Überzahl zum verdienten Ausgleich. Im Schlussdrittel hatten zunächst die Kurpfälzer mehr vom Spiel, das glich sich aber im Laufe aus, sodass der Abschnitt torlos blieb. In der Schlusssekunde hatten die Ice Tigers eine 2:0-Situation, doch Dennis Endras entzaubert den Versuch. Die Entscheidung fiel in einem irren Penaltyschießen zugunsten der Adler.

Tore: 0:1 (10:50) Phil Hungerecker (Luke Adam), 1:0 (27:50/PP) Tylor Aronson (Leo Pföderl, Steven Reinprecht), 1:2 (65:00/GWG) Brent Readeke. Zuschauer: 5.056.

Kölner Haie — Augsburger Panther 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)

Hier war einiges geboten im ersten Drittel. Zwar dauerte es einige Zeit, bis das erste Tor durch einen Ehrhoff-Hammer fiel, dann aber ging es Schlag auf Schlag. Augsburg drehte das Spiel binnen 13 Sekunden. Doch auch diese Führung hatte keinen Bestand, sodass es bei ausgeglichenem Spielstand in die Kabine ging. Im Mitteldrittel trafen nur noch die Haie und das völlig verdient, denn die Domstäter waren aktiver und hatten die besseren Chancen. Im Schlussabschnitt versuchte der AEV noch einiges, doch per Shorthander sorgte Ryan Jones für mehr als die Vorentscheidung. Die Panther konnten zügig verkürzen, aber Köln war zu clever. Am Ende machten die Haie noch einen Empty-Net-Treffer und die erste Augsburger Niederlage stand fest.

Tore: 1:0 (14:30) Christian Ehrhoff (Philip Gogulla, Ryan Jones), 1:1 (15:29) Steffen Tölzer, 1:2 (15:42) Evan Trupp (Michael Davies), 2:2 (17:12) Pascal Zerressen (Dylan Wruck), 3:2 (31:44) Sebastian Uvira (Nico Krämmer, Blair Jones), 4:2 (36:04) Ryan Jones (Kai Hospelt), 5:2 (50:49/SH) Ryan Jones (Christian Ehrhoff), 5:3 (51:26/PP) Brady Lamb (T.J. Trevelyan), 6:3 (58:21/EN) Philip Gogulla (Shawn Lalonde). Zuschauer: 7.641.

Krefeld Pinguine — Düsseldorfer EG 4:2 (0:1, 1:1, 3:0)

Die erste Überraschung gab es schon vor dem Spiel. Denn im Düsseldorfer Tor kam Timo Herden zu seinem DEL-Debüt. Mit einem frühen Bauerntrick lässt Spencer Machacek Krefelds Goalie Andrew Engelage denkbar schlecht aussehen. Bei Krefeld ging gar nichts. Ganze zwei Chancen konnten die Pinguine verbuchen. Das Spiel sah oft aus, als hätte die DEG Überzahl. So war das Drittelergebnis mehr als schmeichelhaft. Krefeld kam nun etwas besser auf, doch die DEG konnte die Führung ausbauen. Dass es für den KEV besser lief, dokumentiert auch der Anschlusstreffer. Im Schlussdrittel drehte sich das Spiel dann komplett. Mit drei Toren nutzten die Seidenstädter ihre Chancen. Die DEG hat das Spiel aber im ersten Drittel verloren, als man aus einem deutlichen Übergewicht viel zu wenig machte.

Tore: 0:1 (4:31) Spencer Machacek (Darryl Boyce), 0:2 (31:27) Max Kammerer (Alexej Dmitriev, Bernhard Ebner), 1:2 (36:16) Martin Schymainski (Martin Ness, Nicolas St-Pierre), 2:2 (46:48) Marcel Müller (Dragan Umicevic, Kurt Davis), 3:2 (52:12) Martin Schymainski (Nicolas St-Pierre), 4:2 (59:26/EN) Martin Schymainski (Nicolas St-Pierre). Zuschauer: 5.579.

Fischtown Pinguins Bremerhaven — ERC Ingolstadt 1:5 (0:2, 0:0, 1:3)

Ohne Anlaufphase ging es an der Küste los. So dauerte es auch nur knapp vier Minuten zur ERC-Führung. Der gut aufgelegte Darin Olver war auch für das zweite Tor zuständig und machte somit einen Doppelpack. Die Drittelführung war verdient, denn von den Pinguins kam zu wenig. Der zweite Abschnitt war offener, wobei in der letzten Minute noch ein paar Spieler aneinander gerieten. Tore blieben aber aus. In den dritten zwanzig Minuten sorgte der ERC für klare Verhältnisse und zeigte den Nordlichtern heute ihre Grenzen auf. Dabei wurde Thomas Greilinger zum nächsten ’Doppelpacker“.

Tore: 0:1 (3:39) Darin Olver (Dustin Friesen, Petr Taticek), 0:2 (8:07) Darin Olver (Mike Collins, Kael Mouillierat), 0:3 (50:06) John Laliberte (Brandon Buck, Greg Mauldin), 1:3 (51:12) Nicolas Jensen (Kris Newburry, Chad Nehring), 1:4 (53:33) Thomas Greilinger (Benedikt Kohl, Mike Collins), 1:5 (57:42/EN) Thomas Greilinger (Mike Collins). Zuschauer: 3.672.

Grizzlys Wolfsburg — Iserlohn Roosters 5:3 (0:1, 2:1, 3:1)

Ein erstes Drittel, in dem beide Mannschaften mit Luft nach oben spielten, ging am Ende knapp an die Roosters. Im Mitteldrittel ging es gleich zackig mit einem Penalty los. Kris Foucault ließ sich das nicht nehmen. Mit hohem Tempo und einigen Chancen ging es weiter. Im Unterzahl holten sich die Grizzlys die Führung, doch noch in derselben Strafzeit konnten die Iserlohner erneut ausgleichen. Damit war das Spiel nach 40 Minuten völlig offen. Im Schlussdrittel war es dann eine wilde Fahrt. Dabei trafen die Niedersachsen aber deutlich öfter wie die Sauerländer, sodass der Sieg aufgrund der Leistungssteigerung verdient war.

Tore: 0:1 (18:25) Jason Jaspers (Justin Florek, Johannes Salmonsson), 1:1 (21:30/PS) Kris Foucault, 2:1 (33:40/SH) Gerrit Fauser (Jeff Likens), 2:2 (35:02/PP) Johannes Salmonsson (Chad Costello, Jack Combs), 3:2 (44:58) Christoph Höhenleitner (Torsten Ankert, Stephen Dixon), 4:2 (52:28) Tyler Haskins (Alex Roach, Torsten Ankert), 4:3 (53:24) Travis Turnbull (Chad Costello, Christopher Fischer), 5:3 (53:56) Jeremy Dehner (Tyler Haskins). Zuschauer: 2.130.