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Wieder ein Heimsieg: Adler Mannheim liegen vorneDie Serie hat Bestand

Adler-Trainer Sean Simpson kann sich über einen Erfolg freuen. (Foto: dpa/picture alliance / City-Press)Adler-Trainer Sean Simpson kann sich über einen Erfolg freuen. (Foto: dpa/picture alliance / City-Press)

Die Adler haben ihre Lektion nach der 1:6-Niederlage in Berlin zumindest für dieses Spiel offensichtlich gelernt. Konzentrierte Defensive aller Adler-Akteure, stocksolider Spielaufbau, keine Risikopässe, kein Hurra-Hockey nach vorne, keine Harakiri-Aktionen vor dem eigenen Tor. Das reichte, um die Eisbären zwei Drittel lang weitestgehend im Griff zu haben. Von den Chancen her erarbeiteten sich die Adler ein Plus, ohne dass diese richtig zwingend gewesen wären. Berlin tat offensiv wenig, warten auf die üblichen Fehler der Adler im Defensivbereich war angesagt. Das funktionierte aber diesmal nicht, die Adler hielten ihren Gameplan diszipliniert bei und je länger das durch den Spielstand spannende Match dauerte, desto mehr wurde es ein Lauern auf den Fehler des Gegners. Dieser unterlief Berlin. Julian Talbots Beschützer aus dem Spiel in Berlin, Alexander Roach, spielte den Puck an der eigenen blauen Linie an den Schlittschuh von Adler Luke Adam, Eisbären-Goalie Petri Vehanen zögerte die entscheidende Sekunde zu lange, um den Puck vor Adam zu erreichen, Luke Adam sagt danke und verwandelte die Chance eiskalt und platziert zum 1:0 (46.). Und auch das war anders. Die Adler kassierten nicht im direkten Gegenzug den Ausgleichstreffer, sie legten selbst nach. David Wolf schoss nach Vorarbeit von Mirko Höfflin, der für Daniel Sparre heute Einsatzzeit bekam, aufs Tor, Garett Festerling stand von den Eisbären unbedrängt richtig und lenkte den Puck zum 2:0 (50.) ins Tor. Und jetzt erwachte Berlin und tat mehr für die Offensive, die Adler gerieten ins Schwimmen, allerdings nicht mit den Folgen wie im letzten Spiel in Berlin. Julian Talbot gelang zwar mit einer Einzelleistung der Anschlusstreffer zum 2:1 (54.), danach fingen sich die Adler aber wieder und kehrten zu den Tugenden der ersten beiden Drittel zurück. Carlo Colaiacovo setzte dann mit einem sehenswerten Lupfer über das halbe Spielfeld ins leere Berliner Tor den Schlusspunkt unter die Partie (60.).

Die Eisbären müssen einmal in Mannheim gewinnen, dafür haben sie gestern Abend zu wenig getan. Die Adler haben jetzt in Berlin Matchpuck, dazu müssen sie aber die Regelmäßigkeit der Serie unterbrechen. Es riecht verdächtig nach Spiel sieben, man wird sehen.