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Wesslau: „Das war mein erstes Tor“Torwartor eröffnet das Spiel zwischen Köln und Hamburg

So sieht ein Torschütze aus: KEC-Goalie Gustaf Wesslau. (Foto: Imago)So sieht ein Torschütze aus: KEC-Goalie Gustaf Wesslau. (Foto: Imago)

Marcel Ohmann hat nun 300 Mal in der DEL gespielt. Philip Gogulla gar 600 Mal. Und dennoch war der Mann des Abends ein anderer. Knapp zwei Minuten waren gespielt, als die Kölner Haie im Spiel gegen die Hamburg Freezers in Führung gingen. Der Torschütze? Kölns Torhüter Gustaf Wesslau.  Gegen Alexander Sulzer war eine Strafe angezeigt, als ein Pass der Hamburger misslang. Die Folge: Der Puck schlidderte in Richtung leeres Freezers-Tor und schließlich auch über die Linie. Weil Wesslau der letzte Kölner war, der die Scheibe berührt hat, wurde der Goalie als Torschütze genannt. „Es war mein erstes Tor, auch wenn es eigentlich ein Eigentor von Hamburg war. Normalerweise bekomme ich nicht so viele Chancen dazu. Wir sind sehr glücklich, es war ein enges Spiel“ sagte Wesslau nach dem Spiel.

Er hatte Grund zur guten Laune. Immerhin gewann der KEC mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) – obwohl der Jubel nach dem 1:0 nicht allzu lang andauerte. In Überzahl schob ausgerechnet Ex-Hai Marcel Müller eine Minute später zum verdienten 1:1-Ausgleich ein.

Den Mittelabschnitt begannen die Jungs von Cory Clouston besser. In Unterzahl erhöhte der KEC in Person von Haie-Topscorer Philip Gogulla auf 2:1 (25.). In der 33. Minute baute Jean-François Boucher die Führung auf 3:1 aus. Geschickt schob er die Scheibe unter Hamburgs Schlussmann Dimitrij Kotschnew hindurch. Der Wille und Kampfgeist der beiden Mannschaften war deutlich zu sehen. 15.123 Zuschauer in der Kölnarena fieberten mit ihrer Mannschaft ununterbrochen im Kampf um die Pre-Play-offs mit. Auch die Freezers machten immer wieder gewaltig Druck vor dem Kölner Gehäuse. Doch die Scheibe wollte nicht an Gustaf Wesslau vorbei. In der 51. Minute erhielt David Wolf einen Penalty, traf jedoch nur das Metall.

Hamburgs Trainer Serge Aubin betont den Kampf der beiden Teams: „Wir sahen heute zwei Mannschaften die um ihre Situation ganz klar Bescheid wissen. Leider war das erste Tor etwas unerwartet, doch wir kamen direkt zurück und konnten ausgleichen. Wir haben heute hart gekämpft und verstehen unsere Lage. Doch gerade jetzt müssen wir ein kurzes Gedächtnis haben und Sonntag weiter neu loslegen.“

Auch Haie-Cheftrainer Clouston lobt die Leistung der Mannschaften: „Wir haben gegen eine sehr gut trainierte Mannschaft gespielt. Es gelang uns immer wieder, ihre Schüsse und Pässe zu blocken und abzufangen. Meine Jungs haben Charakter gezeigt und auch immer wieder schöne individuelle Leistungen gebracht. Es waren heute zwei hart kämpfende und hungrige Mannschaften auf dem Eis, am Ende war es glücklich für uns.“

Weiter geht es für Köln am Sonntag in der Lanxess-Arena gegen die Grizzlys Wolfsburg. Verzichten mussten die Haie neben Jason Williams auf den verletzten Ryan Jones. Schlechte Nachrichten für Sebastian Uvira, er musste sich einer Operation unterziehen und fällt bis zum Saisonende aus.

Tore: 1:0 (1:48) Gustaf Wesslau (ENG), 1:1 (2:48) Marcel Müller (Philippe Dupuis, Jerome Flaake/5-4), 2:1 (24:11) Philip Gogulla (Daniel Syvret, Patrick Hager/4-5), 3:1 (32:36) Jean-Francois Boucher (Daniel Syvret, Shawn Lalonde). Strafen: Köln 10, Hamburg 12. Zuschauer: 15.123.