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Tabellenführer siegt in KölnHaie unterliegen München

Gleich sechs Stammspieler fehlten den Haien beim so wichtigen Spiel gegen München. Neben den langzeitverletzten Sebastian Uvira, Jason Williams und Ryan Jones fielen auch Shawn Lalonde (gesperrt), Johannes Salmonsson (verletzt) und Per Aslund (krank) aus.

Trotz starker Dezimierungen begannen die Kölner stark. In der neunten Spielminute schlug der KEC erstmals zu. Nick Latta verwandelte im Fallen den Nachschuss und erzielte die 1:0-Führung für die Gastgeber. Knapp zehn Minuten später waren es erneut die Haie, die trafen. David Leggio im Münchner Tor konnte die Scheibe nicht kontrollieren. Dies nutzte Patrick Hager und drückte den Puck über die Linie.

Im zweiten Drittel kamen die Gäste besser ins Spiel. Konrad Abeltshauser suchte die Lücke und schoss den Puck genau durch die Beine des Kölner Schlussmanns (25.). Die Münchner, nun aktiver im Spiel, konnten in der 35. Minute ausgleichen. Michael Wolf kam frei zum Schuss. Doch damit nicht genug. Knapp eine Minute später erhöhte Steve Pinizzotto mit einem platzierten Schuss und brachte München in Führung (36.).

Die Domstädter kämpften sich jedoch zurück. Von den Zuschauerrängen hallte es: „Kämpfen für die Play-offs“ – und genau das taten die Haie. Patrick Hager bediente Fredrik Eriksson, der von der blauen Linie abzog und mit einem Schlagschuss ausglich (45.). Nach ungenutzter doppelter Überzahl des KEC kamen die Red Bulls nochmal in Fahrt. Im Powerplay erzielte Jason Jaffray sechs Minuten vor Schluss das 4:3 für die Gäste. Somit fuhr der Tabellenführer mit drei glücklichen Punkten im Gepäck nach Hause. Für die Haie geht der Kampf um die Pre-Play-off-Plätze weiter. „Wir haben unsere doppelte Überzahl nach dem Ausgleich nicht nutzen können“, kommentierte Fredrik Eriksson nach dem Spiel. „Ich denke, das hat heute den Unterschied gemacht. Es darf keine Entschuldigung sein, dass wir nur mit drei Reihen spielen konnten, dafür sind wir alle fit genug. Wir werden uns auf die nächsten zwei Spiele konzentrieren. Wir wissen, wo wir stehen. Wir brauchen jeden Punkt.“

Münchens Trainer Don Jackson lobt nach dem Spiel die Leistung beider Mannschaften: „Es war ein aufregendes Spiel zweier hart kämpfender Mannschaften. Die Haie haben sehr gutes Eishockey gezeigt, ein Spiel auf Augenhöhe mit Play-off Charakter. Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können. Es war sehr schön anzusehen und ich würde mich freuen, gegen diese Mannschaft in den Play-offs zu spielen.“

Haie-Trainer Cory Clouston sieht den Knackpunkt im zweiten Drittel: „Wir sind gut gestartet, haben angefangen, so wie es geplant war, dann im zweiten Drittel das Momentum verloren. Zudem war dann im letzten Abschnitt Münchens Unterzahlspiel besser als unser Powerplay. Viele Jungs mussten heute mehr Eiszeit übernehmen als sonst, die langen Wechsel im zweiten Drittel haben uns aus dem Konzept geworfen. Der EHC war hungrig und sie haben gekonnt die Tore erzielt. Es fühlt sich etwas an wie Murphys Gesetz. Alles, was hätte schief gehen können, ging schief, sechs Stammspieler fehlen. Aber unser Fokus wird jetzt auf die kommenden Spiele gerichtet.“

Es gilt also am kommenden Freitag beim Heimischen Derby gegen die Düsseldorfer EG wichtige Punkte einzufahren. „Wir werden die Energie der Zuschauer nutzen“, betont Clouston.

Tore: 1:0 (8:10) Nickolas Latta (Dragan Umicevic), 2:0 (18:22) Patrick Hager (Jean-François Boucher), 2:1 (24:47) Konrad Abeltshauser (Michael Wolf), 2:2 (34:40) Michael Wolf (Jason Jaffray, Maximilian Kastner), 2:3 (35:39) Steve Pinizzotto (Dominik Kahun, Toni Söderholm), 3:3 (44:43) Fredrik Eriksson (Patrick Hager), 3:4 (53:57) Jason Jaffray (Toni Söderholm, Keith Aucoin) PP1. Strafen: Köln 4, München 8. Zuschauer: 8041.