Letzten Sonntag erwischte es in Straubing Verteidiger Jens Baxmann (leichte Gehirnerschütterung). Keine Bestätigung fand die Befürchtung, Stürmer Florian Busch könnte länger ausfallen. Verzichten müssen die Eisbären dafür aber auf die Youngster Henry Haase (Gesicht), Roman Veber (Hand) und Vincent Schlenker (Schulter), die sich während ihres jüngsten Einsatzes für FASS Berlin in der Oberliga schwerere Blessuren zuzogen. Top-Scorer Darin Olver muss am Freitag tatenlos zuschauen, nachdem er in Straubing seine dritte Disziplinarstrafe kassierte. Gegen die Grizzly Adams Wolfsburg kehrt nach zwei Monaten Pause immerhin der Däne Mads Christensen (Fingerfraktur) in den Sturm zurück. Die Hauptstädter gewannen im neuen Jahr trotz reichlich Verletzungspech sechs ihrer zehn Spiele und verteidigten Platz eins gegen wechselnde Verfolger. Darunter der mit viel Leidenschaft errungene 6:5-Heimerfolg über die Grizzlys am 17. Januar. Dabei haben die Wolfsburger die geschwächten Eisbären wohl doch etwas unterschätzt, weshalb sie an diesem Freitag erneut Anlauf nehmen müssen, zum ersten Auswärtserfolg in Berlin seit 2004 (4:2) zu kommen. Damals spielten die Eisbären noch im kultigen Wellblechpalast und holten am Ende jener Saison ihren ersten DEL-Titel. Eine Ewigkeit!
Derby der Superlative
Bevor der ERC Ingolstadt am Sonntag die schwere Auswärtshürde beim Namensvetter in Augsburg angeht, reisen die Straubing Tigers aus Niederbayern an. Ingolstadt kann den zehnten Heimsieg in Folge feiern und damit die bisherige Bestmarke der Gäste knacken. Diese gingen in dieser Saison neun Mal in Folge als Sieger vom Eis. Beginn dieser Erfolgsgeschichte vor eigenem Publikum war ein Heimsieg gegen die Panther. Die wiederrum sinnen nach Wiedergutmachung für die peinliche 2:6 Klatsche vom 13.1.2012, als man sich sang-und klanglos von berauschten Tigers und deren Anhang demütigen ließ. Straubing reist ohne Torhüter Barry Brust an, der nach einer Knieverletzung noch ca. 3 Wochen ausfallen wird. Beste Vorzeichen also für ein hochklassiges und mitreissendes Derby.
"Vom Jäger zum Gejagten"
Fünf Wochen ist es her, dass der EHC beim etwas anderen DEL-Spiel in der Olympiahalle die Augsburger Panther regelrecht auseinander nahm. Mit 5:0 schickten die Münchner die Schwaben am Tag vor Silvester nach Hause. Am Freitag heißt es nun "Volle Halle reloaded", wenn der AEV erneut in die bayerische Landeshauptstadt reist - diesmal jedoch mit zwei Auswärtsdreiern im Gepäck. Und Back-up Leo Conti hofft auf eine Revanche: "Ich werde versuchen, die Jungs darauf einzustimmen, auch wenn ich denke, dass das eigentlich nicht notwendig ist", nimmt sich der Goalie vor. "Ein Blick auf die Tabelle reicht, um zu sehen, was außer der Ehre für uns auf dem Spiel steht. Drei Punkte und wir werden vom Jäger zum Gejagten." Aber auch der EHC weiß, was ansteht: "Das ganze Wochenende ist verdammt wichtig. Wir haben die Chance, uns von den direkten Verfolgern abzusetzen", weiß Stéphane Julien, der gegen Ingolstadt sein 500. DEL Spiel absolvierte. "Unsere Leistungen aus den letzten Wochen geben ja Anlass zur Hoffnung. Wir sind uns jedenfalls der Bedeutung dieser Spiele bewusst," so der Münchner Kapitän.





























