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Special Teams entscheiden die PartieKöln gleicht gegen Berlin aus

Für Berlin gab es in Köln kein Durchkommen. (Foto: Imago)Für Berlin gab es in Köln kein Durchkommen. (Foto: Imago)

Sieben Minuten waren gespielt, da gab es den ersten unschönen Moment: Jean-François Boucher wurde unsanft angegriffen. Der Stürmer wurde von Sanitätern vom Eis getragen und ins Krankenhaus gebracht. Für Milan Jurcina war das Spiel zu Ende – der Verteidiger der Eisbären erhielt fünf Minuten und eine Spieldauerstrafe. Der KEC baute dadurch viel Druck in Überzahl auf. Anders als in den letzten beiden Partien gegen die Eisbären, setzten sich die Hausherren im Berliner Drittel fest. Fredrik Eriksson zog von der blauen Linie ab und ließ Petri Vehanen keine Abwehrchance (9.). Die Haie weiter im Powerplay und mit viel Druck. In der zwölften Minute versuchte es Dragan Umicevic für die Haie, nun in doppelter Überzahl, scheiterte jedoch an Vehanen. Der Puck gelangte zu Philip Gogulla, der zögerte nicht lange und platzierte die Scheibe zum 2:0 im Netz (12.).

Die Gäste kamen im zweiten Abschnitt besser ins Spiel, konnten aber ihre Chancen nicht nutzen. Stattdessen waren es in der 34. Minute die Domstädter, die mit Ablaufen der Überzahl das 3:0 markierten. Philip Gogulla haute zum zweiten Mal an diesem Abend die Scheibe ins Netz (34.). Die Gäste kamen besser ins Spiel, verdoppelten ihre Schüsse auf das Tor von Gustaf Wesslau. Besonders im letzten Abschnitt bauten die Hauptstädter Druck auf den KEC auf, doch die Defensive und Torwart Wesslau standen hinten kompakt und sicher. Im Abschluss fehlte den Berlinern das Quäntchen Glück, das heute den Haien vergönnt war. Gegen Ende warfen die Gäste nochmal alles nach vorne, doch statt dem ersehnten Tor gab es noch die ein oder andere Strafzeit. Die Haie waren zwei Minuten vor Schluss erneut in doppelter Überzahl und auch diese wurde eiskalt genutzt. Shawn Lalonde zog trocken aus dem Slot ab und erzielte den 4:0-Endstand (58.).

Berlins Trainer Uwe Krupp betont die Special Teams: „Wir haben in Unterzahl direkt zu Beginn zwei Tore kassiert. Bei fünf gegen fünf haben wir ganz ordentlich gespielt. Köln hat gut verteidigt.“

Doppeltorschütze Philip Gogulla: „Wir haben Berlin gut von unserem eigenen Tor weggehalten und unsere Überzahl genutzt. So konnten wir auch Bouches Ausfall gewissermaßen kompensieren. Am Ende haben wir verdient mit 4:0 gewonnen.“

Tore: 1:0 (8:38) Fredrik Eriksson (Alexander Sulzer, Dragan Umicevic/5-4), 2:0 (11:54) Philip Gogulla (Dragan Umicevic, Shwan Lalonde/5-3), 3:0 (33:40) Philip Gogulla (Fredrik Eriksson, Patrick Hager/5-4), 4:0 (57:37) Shawn Lalonde (Fredrik Eriksson, Dragan Umicevic/5-3). Strafen: Köln 18 + 5 + Spieldauer (Pascal Zerressen), Berlin 16 + 10 (Darin Olver) + 10 + (Mark Olver) + 5 + Spieldauer (Milan Jurcina). Zuschauer: 13.081.