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Red Bull München feuert sich zurück an die SpitzeDEL kompakt

Meister Red Bull München zwang die Kölner Haie in die Knie. (Foto: GEPA Pictures)Meister Red Bull München zwang die Kölner Haie in die Knie. (Foto: GEPA Pictures)
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Thomas Sabo Ice Tigers – Straubing Tigers 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 0:0, 1:0) n.P. 

Großkatzenduell in Franken, doch unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein, denn es war  nicht nur Mittelfranken gegen  Niederbayern, sondern vor allem Tabellenerster gegen Letzter. Doch im ersten Drittel konnte man diesen Unterschied auf der Anzeigetafel nicht erkennen, obwohl die Ice Tigers leichte Vorteile hatten. Aus den leichten wurden große Vorteile und ein frühes Führungstor im Mitteldrittel. Der fränkische Druck wurde so groß, dass Tigers-Coach Tom Pokel schon sehr zeitig seine Auszeit nahm. Das zeigte durchaus Wirkung und endete im Ausgleichstreffer. Die Partie nun auf Augenhöhe und kurz vor Drittelende musste Andy Jenike im Nürnberger Tor sein ganzes Können zeigen. Der wurde auch im Schlussdrittel zu einem wichtigen Mann, denn die Gäste versteckten sich nicht, sodass man von dem immensen Unterschied in der Tabelle nichts feststellen konnte. Es ging in die Ovetime. In dieser hatte Straubings Drew MacIntyre seine beste Parade und so musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Hier traf Nürnbergs Kapitän als einziger und der Zusatzpunkt blieb im Frankenland.

Tore: 1:0 (20:32) Phil Dupuis (Oliver Mebus, Brandon Segal), 1:1 (30:02) Dylan Yeo (Mike Connolly), 2:1 (65:00/GWP) Patrick Reimer Zuschauer: 6137.

Iserlohn Roosters – Adler Mannheim 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

Ein ausgeglichener Eröffnungsabschnitt brachte keine Tore, was nicht daran lag, dass es keine Chancen gegeben hätte. Auch das Mitteldrittel zeigte sich weitestgehend ausgeglichen. Doch kurz vor der zweiten Pause kam es zur entscheidenden Szene. Doppelte Überzahl für die Roosters, doch die Adler konnten sich schadlos halten. Darüber war die Freude aber vielleicht zu groß, denn kaum waren die Kurpfälzer wieder vollzählig, trafen die Sauerländer. Mannheim machte auf und so kam es hüben wie drüben zu einigen guten Chancen. Kurz vor der Sirene setzten die Adler natürlich alles auf eine Karte und zogen ihren Goalie. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen und die Roosters sicherten sich die drei Punkte.

Tor: 1:0 (38:14) Johan Larsson (Justin Florek, Travis Turnbull) Zuschauer: 4425.

Schwenninger Wild Wings – Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2 (2:1, 1:1, 2:0)

Unwahrscheinlich, dass alle Zuschauer schon ihren Platz gefunden hatten, als die Hausherren in Führung gingen. In der guten Partie nutzten die Wild Wings ihr erstens Überzahlspiel, um die Führung auszubauen. Dem wollten die Nordlichter nicht nachstehen und konnten ebenfalls ihr erstes Powerplay zum Anschlusstreffer nutzen. Auch das zweite Drittel war eine flotte Sache. Gerade kam Mike Hoeffel von der Strafbank und schon machte er den Ausgleich. Doch der hielt nur Sekunden, dann holten sich die Schwenninger die Führung zurück und sollten diese auch nicht mehr abgeben. Eine Reihe funktionierte bei den Schwänen heute besonders gut, es war die Reihe um Will Acton, der den vierten Treffer im Bremerhavener Netz unterbrachte. Bereits in der 57. Minute gingen die Gäste „All in“ und ersetzten ihren Torwart, doch der Mut wurde nicht belohnt und stattdessen machten die Hausherren den Sack zu.

Tore: 1:0 (1:38) István Bartalis (Kai Herpich, Andreé Hult), 2:0 (15:52/PP) Anthony Rech (Will Acton, Kalle Kaijomaa), 2:1 (19:45/PP) Wade Bergman (Jason Bast, Cory Quirk), 2:2 (28:41) Mike Hoeffel (Jordan Owens, Kevin Lavaleé), 3:2 (30:27) Markus Poukkula (Will Acton, Anthony Rech), 4:2 (46:25) Will Acton (Anthony Rech, Kalle Kaijomaa), 5:2 (56:37/EN) Simon Danner (Anthony Rech, Dominik Bohac) Zuschauer: 4264.

Grizzlys Wolfsburg – Augsburger Panther 5:3 (1:1, 1:1, 3:1)

Die Hausherren legten einen Blitzstart aufs Eis, denn der erste echte Angriff konnte gleich veredelt werden. Doch die Freude hielt nicht allzu lange, denn konnten die Gäste ausgleichen. In der intensiven Partie leisteten sich beide Teams aber auch ihre Fehler und so ging es unentschieden in die erste Pause. Im Mitteldrittel machte Wolfsburg das Spiel, doch die Augsburger konterten sich zur Führung. Das Anrennen zahlte sich aber kurz vor der zweiten Pause doch noch aus und die Niedersachsen konnten die Partie ausgleichen. Im Schlussabschnitt hatten die Schwaben zunächst eine doppelte Überzahl, konnten diese aber nicht nutzen. Das gab den Grizzlys vielleicht den letzten nötigen Schwung und mit einem Doppelschlag sollten sie auf die Siegerstraße einbiegen. Als Gerrit Fauser sein zweites Tor in dem Spiel machte, war der Sack zu. Der Anschlusstreffer in der Schlussminute war nur noch Kosmetik.

Tore: 1:0 (1:45) Jeremy Dehner (Tyler Haskins, Philip Riefers), 1:1 (7:20) Gabe Guentzel (David Stieler, Jaroslav Hafenrichter), 1:2 (28:06) Matt White (Mark Cundari, Trevor Parkes), 2:2 (39:38/PP) Gerrit Fauser (Kris Foucault, Jeremy Dehner), 3:2 (52:14) Alex Weiss (Mark Voakes, Tyson Mulock), 4:2 (53:18) Sebastian Furchner (Jeremy Dehner, Tyler Haskins), 5:2 (56:10/PP) Gerrit Fauser (Tyler Haskins), 5:3 (59:09/EA) Jaroslav Hafenrichter (Evan Trupp, David Stieler) Zuschauer: 2267.

ERC Ingolstadt – Düsseldorfer EG 1:3 (0:1, 0:2, 1:0)

Die DEG kam besser in die Partie und hatte von Beginn an Vorteile. Diese konnten sie in Überzahl in Zählbares ummünzen. Der ERC konnte seine Chancen im Powerplay nicht nutzen, so ging es mit dem knappen Düsseldorfer Vorsprung zurück in die Kabinen. Was einmal klappt, klappt auch zweimal und während der dritten Ingolstädter Strafe gelang den Düsseldorfern der zweite Treffer. Die Schanzer waren um den Anschluss bemüht, doch mit einem Konter zogen die Düsseldorfer weiter davon.  Das letzte Drittel gehörte den Hausherren, doch sie scheiterten immer wieder, auch an sich selbst. Das Tor wollte einfach nicht fallen. Interimscoach Larry Mitchell wollte es nochmal wissen und ersetzte seinen Goalie. Das konnten die Ingolstädter zwar nutzen, doch am Sieg der DEG änderte das nichts mehr.

Tore: 0:1 (13:09/PP) Max Kammerer (Darryl Boyce), 0:2 (25:45/PP) Alexej Dmitriev (John Henrion, Alexander Barta), 0:3 (32:07) Leon Niederberger (Darryl Boyce, Spencer Machacek), 1:3 (58:35/EA) Thomas Greilinger (Benedikt Kohl) Zuschauer: 3572.

Kölner Haie – Red Bull München 2:6 (2:1, 0:3, 0:2)

Die Oberbayern kamen mit ordentlich Dampf aufs Eis, doch dann war die Scheibe im Münchner Tor. Der Treffer konnte als „Schlittschuh-Tor“ aber nicht anerkannt werden. Köln hatte nun aber Blut geleckt und machte mit einem Doppelschlag zwei reguläre Tore. Die roten Bullen drückten jedoch und konnten gerade noch im ersten Abschnitt verkürzen. Im Mittelabschnitt konnten die Haie anfangs noch dagegenhalten, doch dann ging es dahin. Mit drei Toren in etwas mehr als drei Minuten drehten die Gäste die Partie. Im Schlussdrittel wechselten die Herren Moritz Müller und Steven Pinizzotto kurzfristig die Sportart, was beiden jeweils 14 Strafminuten einbrachte. Mit Münchens fünftem Tor war dann die Vorentscheidung gefallen und als es das sechste Mal einschlug, war Kölns Wochenende endgültig zum Vergessen.

Tore: 1:0 (10:08) Ben Hanowski (Felix Schütz), 2:0 (10:39) Ryan Jones (Pascal Zerressen), 2:1 (19:53) Dominik Kahun (Konrad Abeltshauser), 2:2 (33:35) Patrick Hager (Mads Christenen, Jerome Flaake), 2:3 (35:21) Frank Mauer (Max Kastner, Daryl Boyle), 2:4 (36:39) Steven Pinizzotto (Keith Aucoin), 2:5 (48:23) Brooks Macek (Keith Aucoin, Patrick Hager), 2:6 (52:20) Mads Christensen (Dominik Kahun, Frank Mauer) Zuschauer: 14.411.

Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 4:3 (0:2, 1:1, 3:0)

Im Tor der Krefelder stand nicht der gerade erst aus Straubing geholte Dimitri Pätzold, sondern nach wie vor der höchst talentierte 23-jährige Patrick Klein. Das Spiel startete flott, denn mit einem Treffer nach nur 40 Sekunden machten die Gäste das schnellste Tor des Spieltags. Kurz danach tauschten die Spieler erst mal „Zärtlichkeiten“. Berlin hatte Chancen, doch Krefeld lief mehr und hielt die Hauptstädter so weitestgehend in Schach. Kurz vor der ersten Pause konnten die Pinguine die Führung sogar ausbauen. Berlin erhöhte den Druck und etwa zur Hälfte der Spielzeit nutzen die sie ihr Übergewicht zum Anschlusstreffer. Insgesamt gehörte das Drittel den Berlinern, doch Sekunden vor der zweiten Pause stellen die Seidenstädter den alten Abstand wieder her. Der Berliner Sturmlauf ging weiter und die Eisbären weiter heran und noch war genug Zeit. Ehe sich die Gäste versahen, konnten die Hauptstädter ausgleichen. Damit war das Spiel in der letzten Viertelstunde wieder offen. Die erste Führung wurde den Berlinern nach Videobeweis noch verweigert, doch als die Scheibe das nächste Mal im Krefelder Netz lag, zählte der Treffer. Die Pinguine mobilisierten nochmals die letzten Kräfte, doch Berlin war nicht zu schlagen.

Tore: 0:1 (0:40) Daniel Pietta (Marcel Müller), 0:2 (19:16) Justin Feser (Christoph Gawlik, Marcel Müller), 1:2 (28:18) Blake Parlett (Daniel Richmond, Florian Busch), 1:3 (39:27) Kurt Davis (Marcel Müller, Dragan Umicevic), 2:3 (42:59) Nick Peterson (James Sheppard), 3:3 (46:37) Martin Buchwieser (Kai Wissmann, Jamie MacQueen), 4:3 (56:33) Nick Petersen (James Sheppard, Sean Backman) Zuschauer: 9071.