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Nürnberg zittert sich an die Spitze München verliert erstmals nach neun Siegen, Eisbär Backman bleibt bis 2020

Die Thomas Sabo Ice Tigers stehen nach dem Sieg gegen Krefeld an der Spitze. (Foto: Philippe Lotz)Die Thomas Sabo Ice Tigers stehen nach dem Sieg gegen Krefeld an der Spitze. (Foto: Philippe Lotz)
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Nach neun Siegen in Folge hat es den EHC Red Bull München mal wieder erwischt. Bei den Schwenninger Wild Wings setzte es für den Meister überraschend eine Pleite. Derweil hielten sich die Verfolger aus Nürnberg und Berlin schadlos. Eisbär Sean Backman traf drei Mal und verlängerte seinen Vertrag in der Hauptstadt bis 2020. Die Krise der Adler Mannheim nimmt derweil dramatische Züge an. Die DEL-Zusammenfassung.

Schwenninger Wild Wings – EHC Red Bull München 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Der EHC Red Bull München hat bei den Schwenninger Wild Wings mit 2:4 verloren und die erste Niederlage nach zuvor neun DEL-Siegen in Folge kassiert. Damit klubinterne Siegrekord bleibt damit „nur“ eingestellt. Der Meister muss einen neuen Anlauf zur neuen Bestmarke nehmen.  Die Red Bulls hatten die Partie im Griff, erlaubten sich dann aber einen Scheibenverlust, den Kai Herpich bestrafte (34.). Nur drei Minuten später erzielte Maximilian Kastner auf Zuspiel von Patrick Hager das 1:1 (37.). Schwenningen ging nach einem Treffer von Mirko Höfflin aber zum zweiten Mal in Führung (38.). Im Schlussdrittel waren 29 Sekunden gespielt, als Stefano Giliati den dritten Schwenninger Treffer erzielte. Michael Wolf brachte die Münchner mit seinem Anschlusstreffer zurück in die Partie (46.). Drei Sekunden vor dem Ende besiegelte Will Acton per Empty-Net-Treffer die 2:4-Niederlage der Münchner.

Nürnberg Ice Tigers – Krefeld Pinguine 5:3 (1:0, 2:1, 2:2)

Im letzten Heimspiel des Jahres 2017 haben die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg ihren Fans nochmal richtig Spannung geboten. Gegen die Krefeld Pinguine führte Nürnberg zunächst klar, kurz vor Schluss kamen die Gäste aber nochmal ran - bis David Steckel der Aufholjagd des zweifachen Deutschen Meisters ein Ende setzte. Eine gelungene Generalprobe für den Kracher am Samstag (17 Uhr/Sport1) in der Münchner Olympiahalle gegen die Meister-Bullen. Die Franken führten durch Treffer von Taylor Aronson (4.) und Patrick Reimer (24./33.) schon 3:0, bevor Justin Feser (37.) der Anschluss gelang. Leonhard Pförderl (45.) beruhigte die Nerven der Tiger. Doch plötzlich kamen die Pinguine zurück und machten es kurz vor Schluss mit einem Doppelschlag durch Alex Ttivellato und Dragan Umicevic (beide 58.) nochmal richtig spannend. Was für eine Aufholjagd. 13 Sekunden vor Schluss traf dann David Steckel zu erlösenden 5:3 (60.). Kollektives Aufatmen in Nürnberg, das wieder an der Spitze steht.

Augsburger Panther – EHC Eisbären Berlin 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)  

Die Eisbären Berlin ließen bei den Augsburger Panthern nichts anbrennen. Der siebenmalige DEL-Meister Berlin erwies sich als eine Nummer zu groß. Wenn der Panther-Schlussmann Oilvier Roy, der mit 59 Eisbären-Schüssen eingedeckt wurde, der beste AEV-Mann war, dann sagt das viel über die Kräfteverhältnisse auf dem Eis. Mit 6139 Zuschauer meldeten die Panther zum zweiten Mal nach dem München-Spiel ein ausverkauftes Curt-Frenzel-Stadion. Für die rund 300 mitgereisten Bären-Anhänger war Sean Backman mit drei Treffern (8./40./53.) nicht nur der Matchwinner, sondern der umjubelte Held. Im Anschluss an die Partie bestätigte der Stürmer, dass er seinen Vertrag in Berlin bis 2020 verlängert habe. „Mir und meiner Familie gefällt es sehr gut hier, deshalb bleibe ich noch weitere Jahre in Berlin“, sagte er. Die Eisbären liegen nun auf Platz 2.

Iserlohn Roosters – Adler Mannheim 5:3 (3:1; 1:0; 1:2)

Unter dem neuen Trainer „Kill“ Bill Stewart können die Adler Mannheim weiter keiner Fliege etwas zu Leide tun. Die Krise nimmt fast schon dramatische Züge an. Durch die fünfte Niederlage in Folge rutschen die Kurpfälzer aus den Pre-Playoff-Plätzen. Billiger geht‘s kaum. Tore: 1:0 Fischer (12.), 1:1 Adam (17.), 2:1 Fischer (19.), 3:1 Weidner (20.), 4:1 Weidner (30.), 4:2 Desjardins (45.), 4:3 Larkin (56.), 5:3 Caporusso (58.).

Fischtown Pinguins – Kölner Haie 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 1:0) n.V.

Kai Hospelt hatte doppelten Grund zur Freude. Der Stürmer der Kölner Haie absolvierte seinen 800. Einsatz in der Deutschen Eishockey Liga. 342 Mal streifte der in der Nachwuchsabteilung des KEC großgewordene gebürtige Kölner dabei das Trikot seines Heimatclubs über. Zum Jubiläum gab es einen umjubelten Triumph. Auch wenn nach 3:1-Führung noch mächtig gezittert wurde. Bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven sammelte die Mannschaft von Peter Draisaitl durch einen hart erkämpften 4:3-Sieg nach Verlängerung weitere wichtige Zähler im Kampf um die direkten Play-off-Plätze ein. Tore: 0:1 Zerressen (17.), 1:1 Mauermann (22.), 1:2 Schütz (26.), 1:3 Hanowski (34.), 2:3 Lavallée (46.), 3:3 Urbas (53.), 3:4 Shugg (63.).

Grizzlys Wolfsburg – Straubing Tigers 3:4 (1:2, 0:0, 2:2)

Auch die Straubing Tigers sorgten für eine Überraschung. Bei den Grizzlys Wolfsburg gab es für das Team aus Niederbayern einen 4:3-Sieg. René Röthke war der Held des Tages. Per Doppelschlag (53./60.) sorgte der 35-jährige gebürtige Berliner dafür, dass die Tiger doch noch jubeln durften, nachdem die Wölfe die Partie nach 0:2-Rückstand gedreht zu haben schienen. Denkste! „Es ist unglaublich, dass wir am Ende das Spiel drehen konnten. Das spricht für den Charakter der Mannschaft. Wir stehen seit Wochen in der defensiven Zone kompakter und unterstützen uns dort besser. Darauf können wir aufbauen“, freute sich der Routinier. Tore: 0:1 (10.) Zalewski,  0:2 (13.) Oblinger, 1:2 (15.) Sharrow, 2:2 (48.) Dehner, 3:2 (50.) Höhenleitner, 3:3, 4:3 (53./60.) Röthke.

ERC Ingolstadt – Düsseldorfer EG 4:0 (1:0, 1:0, 2:0)

Die Achterbahnfahrt der Düsseldorfer EG geht weiter. Auf den Heimsieg vom Sonntag folgte ein schlechtes Spiel beim ERC Ingolstadt mit einer glatten und völlig verdienten 0:4-Pleite. Niederlage. In der Tabelle sacken die Düsseldorfer einen Platz ab - auf den neunten Rang. Ingolstadt dagegen bejubelte den drei Punkte beim Debüt des neuen Cheftrainers Doug Shedden! Der Coach strahlte: „Das war der Start, den wir haben wollten. Die Mannschaft hat hart gearbeitet und drei wichtige Punkte eingefahren.“  

Free-TV-Fahrplan steht

PS: Der Free-TV-Fahrplan von SPORT1 bis zu den DEL-Playoffs 2017/18 steht: Der Medienpartner der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat alle Sendetermine bis zum Ende der aktuellen Hauptrunde bekannt gegeben. Demnach werden ab Mitte Januar insgesamt weitere sieben DEL-Begegnungen live übertragen. Den Anfang macht am Sonntag, 21. Januar, das Bayern-Derby zwischen den Straubing Tigers und Meister EHC Red Bull München (17.00 Uhr).

Die Sendetermine bis zum Ende der Hauptrunde im Überblick:

Sonntag, 21. Januar (17:00 Uhr):   Straubing Tigers - EHC Red Bull München

Dienstag, 23. Januar (19:30):   Eisbären Berlin - Grizzlys Wolfsburg

Sonntag, 28. Januar (17:00):   Nürnberg Ice Tigers -  Eisbären Berlin

Dienstag, 30. Januar (19:30):   Adler Mannheim - EHC Red Bull München

Freitag, 2. Februar (19:30):   Krefeld Pinguine - Nürnberg Ice Tigers

Mittwoch, 28. Februar (19:30):   Augsburger Panther - Fischtown Pinguins

Sonntag, 4. März (14:00):    wird noch bekannt gegeben

 

 

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