
Bobby Goepfert hatte viel zu tun, konnte die Niederlage der DEG letztlich aber nicht verhindern. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)
Schlimmer noch: Nach einer obszönen Geste wurde Patrick Reimer mit einer Matchstrafe vom Eis geschickt und muss nun erstmal gesperrt zuschauen.
Das Spiel begann mit sechs Minuten Verspätung, weil sich etliche Karnevalsjecken sehr spontan entschlossen hatten, ihrem Altstadtbesuch noch einen Eishockey-Abend folgen zu lassen. Allerdings hätten die beiden Schiedsrichter Daniel Piechaczek und Danny Kurmann den Puck zum ersten Bully auch pünktlich einwerfen können, denn die ersten zehn Spielminuten boten ein sehr überschaubares Niveau. Kaum Tempo, kaum Schüsse und damit auch keine nennenswerten Möglichkeiten. Die beiden Torhüter Bobby Goepfert und Tyler Weiman waren völlig beschäftigungslos. Erst in der elften Minute wurde es erstmals richtig gefährlich und zum Pech der DEG schlug der Puck dabei auch gleich ein. Einen gut gespielten Pass von Sean O`Connor in die Nahtstelle der Verteidiger nahm Cam Paddock auf und schaufelte die Scheibe hoch in den linken Winkel. War Goepfert in dieser Szene ohne Chance, so sah er drei Minuten später unglücklich aus. Als die DEG auch ihr zweites Powerplay schlampig vergeben hatte, zog Kyle Helms im direkten Gegenzug einfach mal ab und durch die Schoner des ansonsten erneut guten Torhüters schlüpfte der Puck zum 0:2 über die Linie.
Erst nach einer Standpauke von Trainer Jeff Tomlinson wachte die DEG auf. Ben Gordon scheiterte zwar unmittelbar nach Beginn des zweiten Drittels noch, doch in der 26. Minute traf der zuletzt viel gescholtene Andy Roach ins linke untere Eck zum 1:2. Auch das Überzahlspiel war jetzt wesentlich druckvoller und bei einem eben solchen hatten Daniel Kreutzer (Pfosten) und Patrick Reimer (knapp drüber) binnen Sekunden den Ausgleich auf dem Schläger (36.). Aber die Gäste vom Lech blieben in einem nun deutlich unterhaltsameren Spiel nicht ungefährlich. Besonders der flinke Chad Bassen zwang Goepfert zu guten Paraden. Bassen war es dann auch, der 122 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels das 3:1 durch Paddock einleitete. Im Anschluss wurde die Begegnung hektisch, besonders nach einem bösen Foul von Daryl Boyle gegen Evan Kaufmann. In der folgenden Überzahl gelang Patrick Reimer dann zwar der erneute Anschlusstreffer (53.), aber der sonst so besonnene Allgäuer provozierte beim Jubeln die Augsburger Bank, musste zum Duschen und die DEG am Ende die Punkte abgeben.
Tore: 0:1 (10:24) Paddock (O`Connor), 0:2 (13:18) Helms (Bassen, Paddock), 1:2 (25:22) Roach (Ulmer), 1:3 (42.02) Paddock (Moore, Bassen), 2:3 (52.22) Reimer (Kreutzer/5-4)
Strafen: Düsseldorf 10 + 10 (Hedlund) + Matchstrafe Reimer, Augsburg 18 + 10 (Paddock)
Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Finning) und Danny Kurmann (Schweiz)
Zuschauer: 5112


















