Obwohl torlos, kam keine Langeweile auf im ersten Abschnitt. Nicht zuletzt wegen der mehrfachen Gelegenheit in Überzahl agieren zu können, verzeichneten die Ingolstädter die klareren Einschussmöglichkeiten. 14-mal nahmen die Donaustädter Eisbären-Torsteher Rob Zepp unter Beschuss, der seinen Kasten aber sauber halten konnte. ERC-Keeper Ian Gordon war zehnmal gefordert. Beide Mannschaften bewiesen schon hier, dass die Tabellenränge eins und zwei nicht zufällig von ihnen eingenommen werden.
Was Wunder, dass es einer Einzelleistung und eines Fehlers bedurfte, damit beiderseits Zählbares auf die Anzeigetafel kam: So konnte Julian Talbot sein Solo von der blauen Linie erst im Nachsetzen zur 1:0-Führung (31. Spielminute) für die Hausherren abschließen. Gordon wehrte den ersten Versuch ab, war dann auf dem Eis liegend machtlos gegen Talbots zweiten Versuch. Zwei Minuten später schnappte sich Ingolstadts Jared Ross im Berliner Drittel die Scheibe und netzte präzise zum 1:1 (33.) ein. Ausgeglichene Verhältnisse zeichneten dieses sehenswerte Spiel aus, da beide Mannschaften jederzeit auf Augenhöhe agierten. Das sah auch Berlins Jung-Profi Vincent Schlenker in der zweiten Drittelpause so: „Eine kurzzeitiges Black-out wie am Freitag gegen Krefeld dürfen wir uns heute auf jeden Fall nicht leisten. Wir müssen konzentriert bleiben bis zum Schluss.“
Auch im Schlussdrittel hielten Haupt- und Donaustädter das Niveau hoch. Beide versuchten freilich mit ablaufender Spielzeit keine dummen Fehler zu produzieren. Dennoch standen Zepp und Gordon immer wieder im Brennpunkt des Geschehens und erhielten mit zum Teil spektakulären Saves ihren Teams die Chance zum Sieg. Selbst die kämpferische Komponente kam gegen Ende nicht zu kurz, als Berlins Barry Tallackson und Ingolstadts Prestin Ryan aneinander gerieten. Beide fehlten ihren Mannschaften in der nötig gewordenen Verlängerung zunächst. Dort sorgte DEL-Top-Scorer Derek Hahn in der Schlussminute der zusätzlichen Spielzeit für die Entscheidung zugunsten Ingolstadts.



















