
Dimitri Pätzold wehrte den Penalty von Carsen Germyn ab und hatte nicht nur deswegen großen Anteil am Sieg der Scorpions. (Foto: Michael Kinseher - www.hockeyrama.de)
Eigentlich fing alles ganz gut an. Straubing hatte im ersten Abschnitt zwar nicht mehr, aber die besseren Chancen. J.M. Daoust, René Röthke oder Berny Keil hatten die Führung auf dem Schläger. Allerdings fehlte immer wieder die letzte Konsequenz. Für Hannover ließ Scott King aus. Insgesamt konnte aber kein Team wirklich überzeugen. Straubings Stürmer Carsen Germyn: „Wir haben nicht das beste Spiel gespielt. Hannover hat das clever gemacht und gut gespielt. Wir haben zwar hart gearbeitet, hätten aber vielleicht auch einfacher spielen müssen. Wir haben heute wichtige Punkte liegen lassen, aber die Pause kommt jetzt gerade recht.“
Im Mitteldrittel hatten sich die Niederbayern ein optisches Übergewicht erspielt, das Tor jedoch machte Andreas Morczinietz für die Niedersachsen. Mit etwas Glück und einigem Geschick gab Morczinietz, recht frei stehend, dem Schuss von Niki Mondt die entscheidende Richtungsänderung.
In den letzten zwanzig Minuten sah das Publikum anrennende Tiges und konternde Scorpions. Alex Dotzler war es vergönnt, sein Team mit einem Schlagschuss ins untere linke Toreck in die Verlängerung zu schießen und damit wenigstens einen Punkt zu ergattern. Torschütze Dotzler: „Hannover hat gekämpft und sich nicht aufgegeben. Die wollen die rote Laterne einfach wieder loswerden. Das war ein schweres Spiel für uns. Die haben sich hinten reingestellt und gut auf Konter gespielt. Wir haben über sechzig Minuten nicht das gespielt, was uns auszeichnet, und haben die Chancen, die wir hatten, nicht verwertet.“
In der Verlängerung schnürten die Niederbayern die Niedersachsen in deren Drittel ein, blieben insgesamt aber zu harmlos. Straubings Trainer Dan Ratushny: „Wir haben zu lange auf den perfekten Schuss gewartet.“ Was den meisten Fans nun schon vor Augen erschien, trat wenig später auch ein. Penaltys gegen Dimitri Pätzold klappen bei den Straubingern einfach nicht oft genug, und so war es Tommi Hannus, der den Hannoveranern wieder einen Sieg im Stadion am Pulverturm sicherte. Scorpions-Coach Toni Krinner: „Ich bin mit dem Sieg sehr zufrieden, ich muss meiner Mannschaft gratulieren für sechzig Minuten Kampf und dafür, dass sie heute Charakter gezeigt hat. Heute hat jeder darauf gewartet, dass wir bei sehr starken Straubingern, die einen Lauf haben und sehr gutes Eishockey spielen, weggeschmiert werden.“
Im Laufe des Spieles mussten die Fans der Niederbayern auch noch die eine oder andere Schrecksekunde überwinden. Erst bekam Bruno St. Jacques die Scheibe ins Gesicht, dann erwischte es Karl Stewart und zum Schluss auch noch Alex Dotzler der einen Schuss aufs Knie bekam. St. Jacques und Dotzler konnten weitermachen, Stewart nicht. Dan Ratushny nach dem Spiel: „Leider wissen wir noch nicht, was mit Karl ist.“ Erste Entwarnung gab hingegen Dotzler, der nach dem Spiel zwar humpelte, jedoch die Auskunft gab: „Ich glaube, es ist nicht so schlimm, im Moment tut es halt weh. Der Muskel ist leicht eingeblutet und es ist unangenehm. Morgen machen wir eine Untersuchung.“
Tore:
0:1 (34:26) Andreas Morczinietz (Niki Mondt)
1:1 (48:51) Alex Dotzler (Matt Hussey, René Röthke)
1:2 (65:00) Tommi Hannus GWG
Strafen: Straubing 2; Hannover 10
SR: Stephan Bauer, Stefan Vogl; LR: Robert Hauber, Martin Holzer
Zuschauer 4.284.


















