Eishockey - DEL

28.03.2013

Straubing vor Spiel 5

Diese Tigers sind noch nicht geschlagen

von Armin Holl-Wagner

Auch wenn es am Dienstagabend den dritten Kölner Sieg in der Serie gegen die Straubing Tigers gegeben hat, in Niederbayern gibt man sich noch längst nicht geschlagen und tritt optimistisch die Reise in die Domstadt an.


Die Straubinger Fans hoffen darauf, dass die Tigers für ein weiteres Heimspiel sorgen. (Foto: Heribert Böckl)

Die Kölner Spieler zeigten sich verständlicher Weise nach dem Sieg entspannt und gut gelaunt. Bei den Straubingern sah man dagegen einige enttäuschte Gesichter. Doch wer weder das Spiel am Vorabend gesehen hat, noch den Serienstand kennt, hätte bei Eistraining am Mittwochnachmittag denken können, dass es die Tigers sind, die in der Serie führen. In einer sehr lockeren Atmosphäre wurde viel gelacht und gefeixt. Berny Keil sagt dazu: „Play-offs sind halt dazu da, um Spaß zu haben. Wir haben nichts zu verlieren und werden unser Bestes geben.“

Richtig spaßig wird es aber wohl erst dann, wenn man nach dem Spiel als Sieger vom Eis geht. Am Abend nach dem Spiel meinte Sandro Schönberger als Ausblick auf das kommende Duell: „Im letzten Drittel haben wir uns wieder auf unser Spiel besonnen und haben ganz gut gespielt. Wir müssen einfach mit dem positiven Gefühl aus diesem Drittel ins nächste Spiel gehen, es ist nichts verloren. Uns darf man nie abschreiben. Wir wollen die Serie wieder nach Straubing holen. Das wird sicher extrem schwer, aber wir glauben an uns.“ Von großartigen Änderungen hält Schönberger aber wenig: „Ich denke, wir müssen gar nicht so viel ändern, weil wir teilweise auch ganz gut in Köln gespielt haben, aber halt dann auch Phasen gehabt haben, wo wir nichts auf die Reihe gebracht haben.“ Ein bisschen was wird man also schön ändern müssen. Vor allem darf man sich keine Auszeit im Spiel nehmen. Torjäger Blaine Down: „Wir müssen 60 Minuten Eishockey spielen. Eigentlich spielen wir die Serie ja nicht schlecht, aber wir dürfen nicht für fünf, sechs oder zehn Minuten abschalten. Diese Phasen kosten uns immer wieder die Spiele.“ Auch Dustin Whitecotton sieht das so: „Wir haben gesehen, wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir mit Köln spielen. Aber wir dürfen nicht wieder unsere fünf Minuten haben, wo wir unsere Position völlig vergessen, sonst werden das wieder drei Gegentore. Das müssen wir unbedingt vermeiden.“

Michael Endraß war bereits nach dem Spiel positiv gestimmt: „Jetzt haben wir zweimal in Köln gespielt und wissen, dass es dort sehr schwer ist. Wir wissen aber auch genau, was auf uns zukommt und werden uns dementsprechend vorbereiten. Und wenn wir in Köln was reißen, schaut es hier in Straubing gleich wieder ganz anders aus. Von uns hat keiner die Serie abgeschrieben. Wir gehen absolut positiv ins nächste Spiel.“ Was die Tigers erwartet, erzählt Alex Dotzler: „Ich denke, dass Köln das Spiel einfach weiterspielen wird, so wie es Lüdemann gesagt hat, die werden ihren Stiefel einfach runterspielen. Da gilt es dann dagegenzuhalten. Ich glaube nicht, dass sich die Kölner jetzt hinten reinstellen und warten, da ist Uwe auch nicht der Typ dafür.“ Das Rezept von Youngster Marcel Brandt sieht so aus: „Morgen müssen wir unsere Arbeit machen, so wie im ersten Heimspiel in der Serie. Hart forechecken, dass wir unseren Mann im eigenen Drittel haben und einfach das machen, was richtig ist.“ Goalie Jason Bacashihua zählt auf seine Vorderleute: „Ich weiß, dass es nicht leicht sein wird, aber wir müssen einfach einen Weg finden, Tore zu machen und Tore zu verhindern. In drei von den vier Spielen haben sie fünf und mehr Tore gemacht. Wir müssen einen Weg finden, ihre Offensive zu bremsen. Wir müssen uns das zweite Spiel der Serie als Beispiel nehmen, da waren wir wirklich gut.“

Die Haie haben aber nicht nur drei Spiel der Serie gewonnen und dadurch einen dicken Vorteil, sondern haben anscheinend auch kein Problem mit verletzten oder angeschlagenen Spielern. Bei den Tigers kam Calvin Elfring zurück ins Team und sagte nach dem Spiel: „Außer dem Ergebnis war es super, ich bin wieder gesund und hoffe, es war nicht mein letztes Heimspiel.“ Doch auch der erfahrene Verteidiger ist mit der Meinung bei seinen Teamkollegen, wenn er sagt: „Ich glaube, wir müssen wieder besser in der Defensive spielen und den Kölnern nicht so viel Zeit in der neutralen Zone geben.“

Für die Tigers ist es wieder einmal das wichtigste Spiel der Saison. Das meint auch Dotzler: „Wir haben diese Saison ja schon ein paar ‚wichtigste Spiele der Saison‘ gehabt. Wir wissen, um was es geht und wir wissen, was uns erwartet.“ Zum Thema Verletzungen sagt er locker: „Mei, Blessuren sind in den Play-offs alltäglich. Aber klar ist schon, je mehr wir sind, umso besser.“ Ob und wer zum Spiel wieder fit ist, entscheidet sich beim ein oder anderen wohl erst am Spieltag. Die Reise nach Köln machen aber wohl auch einige mit, die in Spiel vier noch fehlten. Blaine Down meint zur Verletztenliste: „Natürlich ist es immer besser, wenn alle fit und gesund sind, aber es ist Play-off-Zeit, da musst du einfach einen Weg finden, damit zu Recht zu kommen. Am Ende ist es aber egal, du musst einfach das Spiel gewinnen.“ Einen Weg, die Stimmung hoch zu halten, haben die Tigers schon gefunden. Alex Dotzler beschreibt sie: „Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Angespanntheit. Aber keiner fährt mit Angst nach Köln und keiner ist negativ eingestellt. Wir gehen mit dem Willen nach Köln, den Sieg zu holen.“ Auch Goalie Bacashihua wirkte wieder entspannt: „Ich denke, dass die lockere Stimmung auch wichtig ist. Wir machen uns keinen Kopf dass wir verlieren könnten. Wir sind auch nicht nervös oder so, das würde nur Fehler heraufbeschwören. Wir wollen Spaß haben, aber auch hart arbeiten und dann wird es werden.“

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