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München verliert erstmals nach sieben Siegen gegen WolfsburgRed Bulls stellen sich selbst ein Bein

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Einst waren die Grizzlys der Angstgegner der Red Bulls und am Freitag wäre sogar der achte Sieg im achten Aufeinandertreffen möglich gewesen. Die Zeichen dafür standen in jedem Fall nicht schlecht, denn die Mannschaft von Trainer Pavel Gross konnte nur zwei der letzten sechs Begegnungen gewinnen. Der letzte Auswärtssieg gelang Wolfsburg allerdings gegen eine bayerische Mannschaft: den ERC Ingolstadt. Sollte das Spiel heute die Wendung für die Niedersachsen werden? Ja! In einer über 60 Minuten aufregenden Partie gewannen sie gegen die Red Bulls mit 5:3 (1:2, 2:0, 2:1).

Es sah jedoch zunächst nicht danach aus. München legte los wie die berühmte Feuerwehr und ging durch zwei hochklassige Konter früh mit 2:0 in Führung. Von den Gästen war lange Zeit nicht viel zu sehen.  Erst gegen Ende des ersten Drittels staubte ausgerechnet Ex-Münchner Dibelka zum 2:1 ab.

Nach der Pause nahm das Spiel an Intensität und Emotionalität zu. Nicht nur die beiden Teams, sondern auch die vier Offiziellen leisteten ihren Beitrag dazu. Genau diese Emotionalität brachte den Niedersachsen den Ausgleich und wenig später auch die Führung. Die Red Bulls fanden zu dieser Zeit kaum ein Durchkommen gegen sich stetig steigernde Grizzlys. Selbst das anfänglich druckvolle Powerplay verfiel wieder in das alte Raster der „Schönspielerei“ und Abschluss-Panik. Wolfsburg stand viel näher an den Gegenspielern und gestaltete die Tempowechsel mit mehr Effizienz. Da war klar: es geht nur durch eine Einzelaktion. Genau für diese sorgte Keith Aucoin, als er im Duell Angreifer gegen Torwart Felix Brückmann alt aussehen ließ und München den Ausgleich bescherte.

Das Stadion in München kochte jetzt. Die 3980 Zuschauer merkten, dass ein Sieg ihres Teams wieder möglich ist und peitschten die Red Bulls nach vorne. Brent Aubin nutzte in Unterzahl allerdings einen kapitalen Schnitzer von dem sonst so souveränen Kony Abeltshauser zur erneuten Führung. „Die Special Teams haben heute den Unterschied gemacht“, so Münchens Trainer Don Jackson. Für die Vorentscheidung sorgte zwei Minuten vor Schluss Wolfsburgs Nicholas Johnson. „Ich bin froh, dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind“, so Wolfsburgs Coach Pavel Gross.

München brachte sich wieder einmal selbst um die Früchte des Erfolgs. Auf ein starkes erstes Drittel folgten zwei mittelmäßige. Coach Don Jackson fand deutliche Worte: „Das war eine schwere Niederlage heute. Wir haben viele und zum Teil schwere Fehler gemacht. Dennoch müssen wir am Sonntag gegen Ingolstadt wieder zurückschlagen.“