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Mannheim ist erster TabellenführerDEL kompakt

Der Deutsche Meister EHC Red Bull München, hier mit Neuzugang Patrick Hager (links; im Zweikampf mit Daniel Pietta), setzt sich bei den Krefeld Pinguinen durch. (Foto: GEPA pictures)Der Deutsche Meister EHC Red Bull München, hier mit Neuzugang Patrick Hager (links; im Zweikampf mit Daniel Pietta), setzt sich bei den Krefeld Pinguinen durch. (Foto: GEPA pictures)

Kölner Haie — Pinguins Bremerhaven 5:4 n.V. (1:0, 2:2, 1:2, 1:0)

Mit viel Geschwindigkeit agierten beide Teams, wobei das Topteam aus der Domstadt leichte Vorteile hatte. Neu-Hai Blair Jones bringt das Heimteam in Front, was auch bis zur erste Pause anhielt. Kurios war es in der letzten Minute der Eröffnungsdrittels. Das Gästetor fällt in dem Moment um, in dem auch der Puck über die Linie geht. Per Videosichtung gab es aber keinen Treffer. In den zweiten 20 Minuten war einiges geboten. Zunächst kamen die Spieler von der Küste zum Ausgleich, doch per Überzahldoppelpack binnen 66 Sekunden waren die Kölner wieder vorne. Ebenfalls in Überzahl brachte Bergmann die Pinguins aber wieder zurück ins Spiel. Im Schlussdrittel konnten die Haie zwar erneut treffen, am Ende reichte es jedoch nur in die Verlängerung, denn Kris Newbury konnte in den letzten regulären Sekunden das Spiel dorthin schießen. In der Overtime machte Blair Jones sein zweites Tor und wurde dadurch zum Matchwinner.

Tore: 1:0 (10:48/PP) Blair Jones (Fredrik Eriksson, Philip Gogulla), 1:1 (25:40) Mike Moore (Kris Newbury, Chad Nehring), 2:1 (28:01/PP2) Justin Shugg (Felix Schütz, Shawn Lalonde), 3:1 (29:07/PP1) Fredrik Eriksson (Philip Gogulla, Kai Hospelt), 3:2 (34:41/PP) Wade Bergman (Kris Newbury, Cody Lampl), 3:3 (41:09) Cory Quirk (Brock Hooton, Jordan Owens), 4:3 (53:51) Philip Gougulla, 4:4 (59:47/PPEA) Kris Newbury (Wade Bergman, Jan Urbas), 5:4 (64:43/PP) Blair Jones (Fredrik Eriksson). Zuschauer: 14.974

Iserlohn Roosters — Schwenninger Wild Wings 1:2 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 0:1)

Am Seilersee dauerte es keine drei Minuten, bis die Schwäne in Führung gehen konnten. Lange hielten die Feierlichkeiten aber nicht, denn nur 36 Sekunden später fiel in einem guten Spiel schon der Ausgleich. Ohne Tore musste man das Mitteldrittel sehen. Die Roosters dabei mit zahlreichen Chanen. Schwenningen versuchte sich im Konterspiel. Auch im Schlussdrittel wollte die Scheibe nicht ins Netz, so ging es in die Verlängerung. In dieser sorgte Mirko Höfflin für die Entscheidung.

Tore: 0:1 (2:52) Will Acton (Mirko Sacher, Jussi Timonen), 1:1 (3:28) Johan Larsson (Blaine Down), 1:2 (62:39) Mirko Höfflin (Uli Maurer). Zuschauer: 4967.

Krefeld Pinguine — EHC Red Bull München 2:3 n.V. (1:1, 1:0, 0:1, 0:1)

Gegen ersatzgeschwächte Krefelder tat sich der Titelverteidiger überraschend schwer. Lange Gesichter gab es auch bei der Führung der Seidenstädter, doch nur ein paar Zeigerumdrehungen später konnten die Oberbayern ausgleichen. Die Überraschungen nahmen kein Ende, denn im Mitteldrittel fiel nur ein Tor und es fiel für den KEV. Im Schlussabschnitt verletzte sich Krefelds Goalie Patrick Klein und da Andrew Engelage bereits fehlte, musste Michael Weidekamp in den Kasten und kam so zu seinem DEL-Debüt. Er machte ein gutes Spiel, nur gegen Patrick Hager war er machtlos. Der brachte das Spiel zur vor dem geplanten Ende in die Overtime. In dieser gab es einen Penalty gegen die Krefelder und das ließ sich Michi Wolf zum Siegtor nicht nehmen.

Tore: 1:0 (12:55) Nick St-Pierre (Mike Mieskowski), 1:1 (15:32) Yannick Seidenberg (Frank Mauer, Dominik Kahun), 2:1 (34:40) Martin Schymainski (Patrick Seifert), 2:2 (58:38) Patrick Hager (Michael Wolf, Daryl Boyle), 2:3 (63:20/PEN) Michael Wolf. Zuschauer: 5051.

Düsseldorfer EG — Augsburger Panther 2:4 (0:2, 2:1, 0:1)

Evan Trupp nutzt einen Düsseldorfer Fehlpass um die Scheibe zur Führung unter die Latte zu hämmern. Die DEG danach gefährlich, doch in Überzahl machen die Schwaben den zweiten Treffer. Unterhaltsame zweite zwanzig Minuten gab es im Rheinland. Zwar sah man drei Tore, doch das Highlight war ein ’Big Save“ von Augsburgs Goalie Boutin, der mit einer Riesenreaktion einen Schuss von Welsh schadlos hielt. Im letzten Drittel schaffte es die DEG nicht mehr auszugleichen, stattdessen sorgte Trevor Parkes mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung.

Tore: 0:1 (4:15) Evan Trupp, 0:2 (15:46/PP) Mike Davies (Trevor Parks, Andrew LeBlanc), 1:2 (26:48) Darryl Boyce (Spencer Machacek), 1:3 (32:42) Trevor Parkes (Andrew LeBlanc), 2:3 (36:00) Daniel Weiss (Alex Barta), 2:4 (52:43/PP) Trevor Parkes (Gabriel Guentzel, Mike Davies). Zuschauer: 6879.

Adler Mannheim — Grizzlys Wolfsburg 6:3 (2:1, 2:0, 2:2)

Devin Setogutchi macht ligaweit das erste Tor der neuen DEL-Saison. Wolfsburg kam nicht richtig ins Spiel und musste folgerichtig durch David Wolf das zweite Tor kassieren. Als das Stadion schon Wolfs zweiten Treffer bejubelte, lässt Brent Aubin alle verstummen. Wolfs Schuss war nur am Pfosten, doch der Konter bringt den Anschluss und Pausenstand. Der Vizemeister hatte keinen guten Tag in der Kurpfalz. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 57 Sekunden fiel im Mitteldrittel die Vorentscheidung. Das letzte Drittel war aus Wolfsburger Sicht das Beste, so konnte man unter anderem durch ein Unterzahltor von Alex Weiss, verkürzen. Am Ende stand jedoch ein relativ ungefährdeter Mannheimer Sieg.

Tore: 1:0 (1:16) Devin Setogutchi (Sinan Akdag, Marcel Goc), 2:0 (5:27) David Wolf (Garrett Festerling), 2:1 (16:49) Brent Aubin (Mark Voakes, Torsten Ankert), 3:1 (27:52) Garrett Festerling (Carlo Colaiacovo), 4:1 (28:49) Chad Kolarik (Luke Adam, Ryan MacMurchy), 5:1 (42:33) Garrett Festerling (Daniel Sparre, David Wolf), 5:2 (43:49/SH) Alex Weiss (Armin Wurm), 5:3 (55:40) Mark Voakes, 6:3 (58:01/SHEN) Christoph Ullmann (Thomas Larkin). Zuschauer: 10.482.

ERC Ingolstadt — Straubing Tigers 2:4 (2:0, 0:1, 0:3)

’Hiob 38:11“ steht auf Basti Vogls Helm. Dahinter verbirgt sich er Bibelspruch: ’Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter.“ Das klappte nicht ganz, denn zweimal musste er im ersten Abschnitt hinter sich greifen. Nachdem man sich in der Pause wieder sammelte, kamen auch die Niederbayern zum ersten Saisontreffer. Danach jedoch neutralisierten sich die Teams über weite Strecken. Im Schlussdrittel änderte sich das Bild erneut. Diesmal lief es für die Tigers, die das Spiel mit drei Toren zu ihren Gunsten drehen konnten und den altbayerischen Vergleich für sich entschieden.

Tore: 1:0 (4:57) Thomas Greilinger (David Elsner), 2:0 (9:17/PP) Patrick McNeill (Jacob Berglund, Brandon Buck), 2:1 (24:53) Mike Hedden (Austin Madaisky), 2:2 (45:09) Mike Hedden (Maury Edwards, Kyle MacKinnon), 2:3 (51:49) Levko Koper (Steven Zalewski, Alex Oblinger), 2:4 (58:31/EN) Stefan Loibl. Zuschauer: 4214.

Eisbären Berlin — Thomas Sabo Ice Tigers 2:4 (2:0, 0:2, 0:2)

Beim ersten Saisontreffer von André Rankl hatte der Hauptstadtclub etwas Glück, denn vom Schlittschuh des Nürnberger Verteidigers Tom Gilbert ging es ab ins Netz und erstmals rappelte es in der Kiste. Ene, mene miste und Jens Baxmann macht den zweiten Streich. Nürnberg hatte drei Metalltreffer in den ersten Minuten, doch Berlin machte im Mitteldrittel zunächst stark weiter. Dann lies man aber locker — zu locker. Reimer und Segal machten jeweils ein Rückhandtor und am Ende des Drittel stand es ausgeglichen. Das Schlussdrittel war weitestgehend ein anrennen der Eisbären, doch die Tore machten erneut die Nürnberger Gäste und entführten somit alle Punkte aus der Hauptstadt.

Tore: 1:0 (3:19) André Rankl (Daniel Fischbuch, Mark Olver), 2:0 (11:08) Jens Baxmann (Nick Petersen, Marcel Noebels), 2:1 (33:57) Patrick Reimer (Steven Reinprecht, Yasin Ehliz), 2:2 (37:59) Brandon Segal (Yasin Ehliz, Steven Reinprecht), 2:3 (44:45) Philippe Dupuis (Taylor Aronson, Dane Fox), 2:4 (49:49) Dane Fox (Brandon Segal). Zuschauer: 10.884.