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Krefeld Pinguine punkten gegen die Eisbären BerlinSchöne Bescherung im König-Palast

Markus Nordlund erzielte den 2:2-Ausgleich für die Krefeld Pinguine. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)Markus Nordlund erzielte den 2:2-Ausgleich für die Krefeld Pinguine. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
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Zwar freuten sich Trainer, Mannschaft und Zuschauer darüber, dass Patrick Seifert endlich wieder mit von der Partie war, doch wurde die Freude durch die Nachricht, dass Jordan Caron noch monatelang ausfallen wird, sehr gedämpft. Die Unwägbarkeiten hinsichtlich der kommenden Saison dürften im Hintergrund ein Übriges getan haben bzw. tun, die Moral der Mannschaft nicht gerade zu beflügeln. So durfte man gespannt sein, ob die Pinguine sich für die unverdiente 1:3- Niederlage vor neun Tagen würden revanchieren und die Heimbilanz gegen in Krefeld traditionell stark auftretende Eisbären würden verbessern können.

Schon zwei Minuten vor dem Einlauf der Pinguine hatten sich die Eisbären an der blauen Linie zur Begrüßung aufgestellt. Uwe Krupp bot Petri Vehanen im Tor auf, Rick Adduono Dimitri Pätzold. Patrick Seifert bildete ein Pärchen mit Markus Nordlund. Die Abtastphase war begleitet von starker akustischer Unterstützung für beide Teams, ab der fünften Minute machten die Berliner sehr viel Druck und hatten auch zwei gute Chancen, die Pätzold aber souverän entschärfte, Dann drehten die Pinguine das Spiel und erarbeiteten sich in den Minuten acht und neun eine ganze Handvoll guter Chancen, aber ohne zählbaren Erfolg. In der zehnten Minute fiel dann das erste Tor der Gäste, als Dupont aus dem Rücken der Stürmer vor Pätzold abzog. Schon in der nächsten Minute hätten die Pinguine u.a. durch Marcel Müller ausgleichen können, fanden aber wieder das Tor nicht. Auch in der 16. Minute hätte unter anderem Markus Nordlund, der ganz frei vor Petri Vehanen zum Schuss kam, ausgleichen müssen, stattdessen fiel in der gleichen Minute nach neunsekündiger Unterzahl der Pinguine das 0:2 durch Marc Olver. Als in Minute 18 nach einer kleinen Rangelei die Schiedsrichter zum zweiten Mal sowohl den defensiven Pinguin wie den aggressiven Eisbären auf die Strafbank schickten, kochten die Zuschauer. Das Prinzip, in solchen Situationen ohne Rücksicht auf den Verur-sacher immer beide Spieler gleich zu bestrafen, hat wohl mit hoher Schiedsrichterkunst nichts zu tun. Kurz vor Drittelende zog Andre Rankel noch eine Strafe, aber es ging mit 0:2 in die Pause, und das war bei den Krefelder Chancen mindestens um ein Tor zu hoch.

Schon in der 21. Minute wanderte der zweite Eisbär in die Kühlbox, und die Pinguine nutzten die doppelte Überzahl zum Anschlusstreffer durch Justin Feser. Danach begann eine starke Druckphase der Pinguine, die erst in Minute 26 wieder eine Chance der Berliner zulassen mussten. Das Phänomen, dass bei jeder Spielunterbrechung vor einem Tor Händel gesucht wurden, setzte sich fort. Bis zum Powerbreak in der 31. Minute waren die Hauptstädter leicht überlegen. Danach gestalteten die Pinguine das Spiel ausgeglichen. Die letzten zwei Minuten war Krefeld noch einmal in Überzahl, und Markus Nordlund  schnappte sich vor dem eigenen Tor die Scheibe und spielte die gesamte Berliner Mannschaft einschließlich Torwart Vehanen aus und erzielte den Ausgleich. Als es kurz darauf in die zweite Pause ging, saß schon wieder ein Eisbär auf der Strafbank.

Ihre erneute Unterzahl überstanden die Eisbären schadlos, mussten sich in der Folge aber pausenlosen Angriffen der Seidenstädter erwehren. Eine sehr gute Torchance hatte Müller in Minute 47 und erneut zwei Minuten später, landete aber auf der Strafbank wegen Behinderung. Als seine Strafzeit gerade ablief, erzielte bei erneut angezeigter Strafzeit gegen die Pinguine Nicholas Petersen das 2:3. Nur eine Minute später verhängten die Schiedsrichter wieder eine Strafe gegen die Pinguine, diesmal in Form eines Penaltys, den Ziegler aber vergab. Die Pinguine waren nicht entmutigt, sondern griffen tapfer weiter an und erkämpften sich in Minute 55 im Berliner Drittel die Scheibe, die Christoph Gawlik zum 3:3 in die Maschen beförderte. Bis zum Ende kämpften beide Mannschaften auf Biegen und Brechen um den Siegtreffer, der aber erst kurz vor Ende der Verlängerung durch Louis-Marc Aubry zu Gunsten der Berliner fiel, nachdem Gawlik die Entscheidung für die Pinguine vergeben hatte. Die Zuschauer sahen ein interessantes Spiel, in dem die Schiedsrichterleistung wohl die wenigsten Pluspunkte sammeln konnte.

Markus Nordlund sagte zum Spiel: „Berlin war besser im ersten Drittel, aber wir haben uns zurückgekämpft. Am Ende war es ein sehr enges Spiel, in dem wir unsere Chancen hatten.“ Ebenso wenig wie er wollten Justin Feser, Schütze des ersten Krefelder Tores, und Christoph Gawlik Kritik  an den Schiedsrichtern üben. Feser sagte: „Ich denke, es war ein sehr aufregendes Spiel für die Fans. Beide Teams haben hart gekämpft, und es ist schwer zu ertragen, am Ende dann mit so einem Tor das Spiel abzugeben.“ Gawlik erklärte: „Es liegt ja auch an uns, ob wir Strafen nehmen oder nicht.“ Die Krefelder Zuschauer jedenfalls waren mit ihrem Urteil weniger zurückhaltend.

Eisbären-Coach Uwe Krupp nannte das erste Drittel „die besten zwanzig Minuten, die die Eisbären in den vier engen Spielen dieser Saison gegen Krefeld gespielt haben. Wir nehmen zwei wichtige Punkte mit, die wir uns hart erarbeitet haben.“ Rick Adduono lobte den Kampf seiner Mannschaft und die sehr gute Leistung von Dimitri Pätzold, haderte aber mit dem Pech seiner Spieler und damit, dass es wieder nur ein Punkt für die Habenseite gab.

Tore: 0:1 (10.) Dupont (Olver, MacQueen), 0:2 (16.) Olver (MacQueen, Braun) PP1, 1:2 (22.) Feser (Umicevic, Davis) PP2, 2:2 (40.) Nordlund, 2:3 (51.) Petersen (Dupont), 3:3 (54.) Gawlik (Grygiel, Nordlund), 3:4 (65.) Aubry (Backman, Parlett). Strafen: Krefeld 10, Berlin 14. Schiedsrichter: Hoppe – Schrader. Zuschauer: 4564.

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