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Jonas Lanier: Der Aufsteiger!

Preussen haben die LizenzPreussen haben die Lizenz

Jonas Lanier, Stürmer der Berlin Capitals, kann mit der laufenden Saison zufrieden sein. Seit Beginn der Spielzeit ist er DEL - Stammspieler und noch dazu mit der U20 Nationalmannschaft B - Weltmeister, somit in die A Gruppe aufgestiegen. "Die Eiszeit ist diese Saison okay, meine Tore und Vorlagen okay und das Verhältnis zu Trainer und Mannschaft ebenfalls in Ordnung", so Jonas nüchtern. "Mit der Nationalmannschaft haben wir ein super Turnier gespielt, jedes Spiel gewonnen und wir konnten alle viel spielen, auch Über- und Unterzahl. Ich habe mit Ullmann (Kölner Haie) und Retzer gespielt, dessen großer Bruder in Kassel ist." Viele seiner Nationalmannschaftskameraden haben bei weitem nicht soviel Eiszeit wie Jonas Lanier, die Kölner Junioren beispielsweise werden fast nur im unterklassigen Duisburg eingesetzt. "Ich halte es schon für sinnvoll, den jungen Spielern mehr Eiszeit zu geben", betont Jonas. "Damit die nicht nur aufs Eis kommen, um zu Null zu spielen. Wenn ich manche Stammspieler in der DEL betrachte, müssen wir jungen uns bestimmt nicht verstecken." Respekt zollt Jonas übrigens dem wirklich talentierten Marcel Goc, der in der U20 eine Führungsrolle hatte. "Der ist wirklich gut und noch ein Jahr jünger als ich!" In wenigen Wochen wird Jonas 20 Jahre alt. "Leider kann ich die A WM mit den Junioren im nächsten Jahr dann nicht mehr spielen", bedauert er.

Trainer Gunnar Leidborg ist sehr zufrieden mit dem 19jährigen Stürmer aus dem Nachwuchs der Capitals. "Er hat sich sehr gut entwickelt, spielt auch defensiv stark und man braucht nicht zu übertreiben, wenn man feststellt, dass er es zum Stammspieler in der DEL bringen wird", betont der Coach. "Jonas kannte ich vor der Saison kaum, er ist wirklich eine positive Überraschung!"

Seine Schulausbildung hat er im vergangenen Jahr dem Eishockeysport geopfert und das Abitur sausen lassen, neben dem Eishockey leistet Jonas nun noch bis April seinen Zivildienst in einem Krankenhaus ab. "Man macht es mir wirklich sehr angenehm. Ich kann mich nicht beklagen", betont Jonas. "Über den Landessportbund bin ich an diese Stelle für Leistungssportler gekommen, der Leiter des Krankenhauses ist ehemaliger Leichtathlet. Montags arbeitet ich dort in der Verwaltung und in der Physiotherapie und da Montags sowieso trainingsfrei ist, kann ich mich weiterhin voll aufs Eishockey konzentrieren."

Alexander Brandt