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Die Haie sind weiter im RennenCory Clouston: „Ein Spiel voller Energie“

„Ein Spiel voller Energie“, so beschrieb Haie-Chefcoach Cory Clouston die Partie nach dem Spiel. Beide Mannschaften kämpften hart um den Einzug ins Viertelfinale. Mannheim zu Beginn die stärkere Mannschaft mit mehr Puckbesitz und System. In der siebten Spielminute lief Mannheims Verteidiger Sinan Akdag in Unterzahl zum Alleingang an, wurde jedoch unsanft am Torschuss gehindert. Den zugesprochenen Penalty konnte der Rosenheimer nicht verwerten. Die Kölner nun energiereicher. Sie kamen zunehmend besser ins Spiel. Beide Teams machten nun viel Druck und schenkten sich nichts, Play-off-Charakter mit Kampfgeist und Herzblut. Der erste Torerfolg war den Domstädtern vergönnt. Zweieinhalb Minuten vor Ablauf des ersten Drittels zog Moritz Müller ab, traf Youri Ziffzer im Mannheimer Tor, der ließ nach vorne abprallen. Jean-François Boucher nahm die Scheibe auf und netzte zum 1:0 ein. Etwas Trubel um die Gültigkeit des Tores, kurz bevor Boucher zum Schuss kam, ging sein Stock im Zweikampf in Richtung des Gesichtes eines Mannheimer Spielers, doch keine Strafe wurde angezeigt und so sahen die Schiedsrichter das Tor als rechtmäßig an (18.).

Die Haie kamen besser und zwingender ins zweite Drittel und setzten die Adler unter Druck. Nach einem erfolglosen Alleingang von Boucher (25.) gelang es Patrick Hager, nur Sekunden später zum 2:0 einzunetzen (26.). Die Adler wirkten etwas gelähmt und fanden nicht in ihr System. Erst in Unterzahl kamen die Gäste zurück zu ihrem roten Faden. Nicht eine Chance ließ Mannheim zu. Durch effektives Unterzahlspiel kontrollierten die Adler die Scheibe und kamen mehrmals gefährlich vor das kölner Gehäuse.

Die Schiedsrichter ließen das sehr körperbetonte Spiel fast durchgängig laufen und pfiffen kaum einen harten Check. Dies machten sich die Haie zunutze und konnten in der 37. Spielminute auf 3:0 erhöhen. Doch die Mannheimer zeigten ihren Willen und erzielten noch vor dem Schlussabschnitt das verdiente 3:1. Marcel Goc schob den Puck über die Linie (39.). Allgemein ein ausgeglichenes Spiel in der Kölnarena.

Die Adler kamen immer wieder gefährlich vor das Kölner Tor, Gustaf Wesslau verhinderte mehrfach den Anschlusstreffer. Im Gegenzug gab es Chancen für den KEC, Johannes Salmonsson traf nach schönem Zuspiel von Patrick Hager den Außenpfosten (48.). Gutes Forechecking der Haie im neutralen Drittel ließ den Adlern kein Durchkommen. In der 53. Minute hatte zunächst Kai Hospelt den zweiten Treffer für die Gäste auf dem Schläger, in gewohnter Manier parierte der Kölner Torwart. Dann war es Andreas Falk, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das 4:1 markierte (54.). Im Powerplay wollten die Adler es noch einmal wissen. Jonathan Rheault zog ab und ließ Gustaf Wesslau keine Chance. Am 4:2-Endstand änderte zweieinhalb Minuten vor Ende die Überzahl der Haie nichts mehr.

Doppeltorschütze Andreas Falk betont die gute Leistung der Mannschaft: „Wir haben alle sehr hart gearbeitet und fokussiert gespielt. Es war hartes Play-off-Eishockey, man kann nie wissen. was als nächstes passiert, gegen Berlin wird es definitiv eine enge Serie.“

Mannheims Trainer Craig Woodcroft fehlten nach dem frühen Ausscheiden seiner Mannschaft die Worte: „Mein Glückwunsch geht an Köln. Wir haben hart und gut gespielt. Es ist sehr enttäuschend, dass es einige definierende Momente gab, die das Ergebnis des Spiels beeinflusst haben.“

Cory Clouston sieht besonders den Unterschied zum zweiten Spiel der Serie:„Wir haben heute emotionaler und physisch aktiver gespielt. In den richtigen Momenten haben die Jungs wichtige Tore gemacht und Charakter gezeigt. Man hat heute einige gute offensiv und defensiv Leistungen gesehen."

Tore: 1:0 (17:23) Jean-Francois Boucher (Moritz Müller, Fredrik Eriksson), 2:0 (25:08) Patrick Hager (Alexander Weiß, Daniel Syvret), 3:0 (36:50) Andreas Falk (Per Åslund, Shawn Lalonde), 3:1 (38:29) Marcel Goc (Marcus Kink, Martin Buchwieser), 4:1 (53:55) Andreas Falk (Jean-Francois Boucher), 4:2 (56:00) Jonathan Rheault (Glen Metropolit, Daniel Richmond/5-4). Strafen: Köln 4, Mannheim 6. Zuschauer: 11.183.