Bremerhaven siegt sensationell bei Red Bull MünchenDEL-Play-offs kompakt

Zu selten konnten die Nürnberger die Haie in Bedrängnis bringen. (Foto: Philippe Lotz) (hockeyweb)Zu selten konnten die Nürnberger die Haie in Bedrängnis bringen. (Foto: Philippe Lotz) (hockeyweb)
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EHC Red Bull München – Fischtown Pinguins 3:4 (2:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.

Play-off-Stand: 0:1

In der Serie David gegen Goliath, der Hauptrundensieger und amtierende Doppel-Champion München gegen das Überraschungsteam aus Bremerhaven, lief es zunächst nach Plan für die Münchner. Frank Mauer und Kapitän Michael Wolf brachten die Bullen scheinbar komfortabel in Führung. Jason Bast schaffte im Mittelabschnitt den Anschlusstreffer, dann aber passierte bis auf die Auseinandersetzung von Patrick Hager mit Cody Lampl nicht mehr viel. Als EHC-Goalie aus den Birken im Schlussdrittel wegen Spielverzögerung zwei Strafminuten aufgebrummt bekam, glich Chris Rumble im fälligen Powerplay aus. Kurz darauf setzte Jan Urbas, der schon die Iserlohn Roosters in der ersten Runde mit seinem OT-Treffer in den Sommerurlaub geschickt hatte, einen Wirkungstreffer für die Gäste aus dem hohen Norden. Erst 77 Sekunden vor dem Ende gelang erneut Frank Mauer mit dem Extra-Angreifer der Ausgleich für die Münchner in einem Spiel, in dem viele Statistiken für den Meister sprachen: 46:19 Torschüsse, 46:31 Bullies nach 60 Minuten, zudem saßen sie deutlich seltener auf der Strafbank. Dennoch stand es unentschieden, so dass die Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Und auch hier setzten die Gäste den entscheidenden Punch: Niclas Jensen traf nach gut drei Minuten Extra-Schicht zur Entscheidung für die Pinguins.

Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 4:1 (0:0, 2:1, 2:0)

Play-off-Stand: 1:0

Mit einem Doppelschlag im zweiten Drittel legten die Berliner den Grundstein zur Führung in der Serie: Aubry und Mark Olver trafen innerhalb von 105 Sekunden. Stephen Dixon erzielte zwar noch den Anschluss, im Schlussdrittel aber brachten erneut Aubry und Jamie MacQueen den ersten Sieg in der Serie unter Dach und Fach.

Nürnberg Ice Tigers – Kölner Haie 1:4 (1:2, 0:1, 0:1)

Play-off-Stand: 0:1

Im Duell zweier DEL-Urgesteine trafen die Haie dreimal zum idealen Zeitpunkt: Zweieinhalb Minuten waren gespielt, als Felix Schütz die Gäste in Führung schoss. Diese konnte Nichlas Torp nach gut neun Minuten ausgleichen, doch 14 Sekunden vor ersten Sirene sorgte Bill Thomas für die erneute Führung der Rheinländer. Im MItteldrittel wurde Kölns Sebastian Uvira für zwei Minuten hinausgestellt, doch statt des Ausgleichstreffers im Powerplay kassierten die Franken zehn Sekunden nach Ablauf der Strafe das dritte Tor: Torschütze war der Sünder Uvira. Danach brachten die Haie mit konzentriertem und engagiertem Defensivspiel den Sieg über die Zeit: Sie verteidigten diszipliniert, ließen kaum gute Schüsse der Nürnberger zu, leisteten sich nicht mal ein Icing und blieben der Strafbank fern. Selbst mit dem Extra-Angreifer kurz vor schluss konnten sich die Hausherren kaum Chancen erarbeiten. Felix Schütz erzielte schließlich noch das Emty Net-Goal und markierte damit seinen dritten Punkt an diesem Abend.

ERC Ingolstadt – Adler Mannheim 1:3 (0:0, 1:0, 0:3)

Play-off-Stand: 0:1

ERC-Coach Doug Shedden und sein Kapitän John Laliberte gingen im Vorfeld von einer langen Serie aus in der Neuauflage des Finales von 2015. Haie-Coach Peter Draisaitl hatte die Panther nach dem letzten Spiel der Hauptrunde als „heißestes Team der letzten Wochen“ bezeichnet. Sein Pendant Doug Shedden meinte: "Vor acht Wochen hätten wir nicht mal von den Play-offs geträumt, jetzt haben wir im Viertelfinale sogar Heimrecht." Dieses nutzten die Schanzer zunächst auch und gingen spät im zweiten Drittel in Führung durch Routinier Thomas Greilinger. Die Adler, die deutlich mehr Torschüsse abgaben, ließen jedoch nicht locker und glichen zur Mitte des Schlussdrittels durch David Wolf aus. Danach dauerte es nicht mal eine Minute bis zur Führung für die Gäste. Dustin Friesen musste auf die Strafbank. Da ließ sich sich eines der besten Powerplays der Liga nicht lange bitten und traf durch Devin Setoguchi zur Führung für die Mannheimer. Danach versuchten die Oberbayern alles, konnten jedoch den Ausgleich nicht erzwingen. In der Schlussminute machte Adler-Kapitän Marcus Kink mit dem Empty Net-Goal alles klar für die Gäste, die sich damit das Heimrecht zurückholten.

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