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Augsburger Panther gewinnen spektulär gegen die Eisbären BerlinDEL kompakt

Mannheims Chet Pickard feierte einen Shut-Out.Mannheims Chet Pickard feierte einen Shut-Out.
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Schwenninger Wild Wings - Nürnberg Ice Tigers 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)

Nach 46 Minuten schien das Spiel entschieden zu sein: Dane Fox, Brett Festerling und Petr Pohl hatten mit jeweils einem Treffer pro Drittel eine vermeintlich komfortable 3:0-Führung für die Gäste aus Franken herausgeschossen. Dann aber wurde es doch noch einmal spannend: Zur Mitte des Schlussdrittels schaffte Schwenningens Goalgetter Will Acton den Anschluss, diese hatte bis in die Schlussphase Bestand. Dann nahm SWW-Coach Pat Cortina seinen Torwart vom Eis und tatsächlich verkürzten die Wild Wings durch Mirko Sacher noch auf 2:3 - 14 Sekunden vor Ende machte jedoch David Steckel mit seinem Empty-Net-Goal alles klar für die Nürnberger.

Krefeld Pinguine - Grizzlys Wolfsburg 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

Ebenfalls einen Auswärtssieg feierte Vizemeister Wolfsburg in Krefeld: Zwei Treffer des erst kürzlich nachverpflichteten Tschwechen Kamil Kreps brachten die Niedersachsen auf die Siegerstraße - dabei ließen sie sogar noch eine fünfminütige Überzahl nach einem Bandencheck von Krefelds Joel Keussen ungenutzt. Im Schlussabschnitt schaffte das Team vom Niederrhein den Anschluss durch Jordan Caron, aber auch hier brachte das Ziehen des Torwart kurz vor Schluss nichts - im Gegenteil: Erneut Kamil Kreps machte seinen Hattrick mit seinem Schuss ins leere Tor der Pinguine perfekt. Mit dieser Nachverpflichtung hatten die Wolfsburger ganz offensichtlich den richtigen Riecher.

Kölner Haie - Adler Mannheim 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)

Auch in Köln hatte das Heimteam beim Traditionsduell der Haie gegen die Adler Mannheim das Nachsehen. In einer ausgeglichenen Partie, in der die Mannheimer jedoch deutlich stärker bei den Bulies waren, schoss Brent Raedeke in der 38. Spielminute das goldene Tor aus Sicht der Gäste. Im Schlussdrittel ließen die Kölner noch eine doppelte Überzahl ungenutzt und so konnten die Kurpfälzer den knappen Vorsprung in Ziel bringen.

Straubing Tigers - ERC Ingolstadt 2:1 (0:1, 0:0, 0:1, 0:0, 1:0) n.P.

Bei Ingolstadt geht im Moment nicht viel: Nach den Niederlagen gegen Bremerhaven und München gab es auch gegen Straubing bestenfalls ein kleines Erfolgserlebnis. Dem Meister von 2014 reichten 41 Torschüsse nicht, um Straubing auswärts zu bezwingen. John Laliberte hatte die Oberbayern nach exakt neun Minuten in Führung geschossen, und es dauerte bis zur 54. Minute, bis die Niederbayern den Ausgeich erzielten durch Steven Zalewski. In der regulären Spielzeit passierte nichts mehr, so dass die Schanzer wenigstens einen Punkt sicher hatten. In der Verlängerung gab es eine Doppel-Strafe gegen Dylan Yeo wegen Schwalbe auf Straubinger Seite und John Laliberte wegen Haltens. Im Shootout sicherte Mike Zalewski den Tigers den Extrapunkt.

EHC Red Bull München - Iserlohn Roosters 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)

Neue Besen kehren gut: Die Iserlohn Roosters setzen unter dem neuen Trainer Rob Daum ihren Aufwärtstrend fort. Beim Deutschen Meister aus München gewannen die Sauerländer durchaus überraschend mit 2:1. Beide Tore für die Gäste fielen bereits im ersten Drittel: Nach gut vier Minuten war Jason Jaspers erfolgreich, zur Mitte des ersten Drittels traf Chris Brown zum zweiten Mal. Münchens Routinier Keith Aucoin brachte die Hausherren mit seinem Powerplay-Tor exakt zur Spielmitte noch einmal heran, aber die Roosters ließen nichts mehr anbrennen, auch weil die Oberbayern offenbar am Zielwasser gespart hatten: Von abgegebenen 66 Schüssen wurden nur 34 als Torschüsse in der Statistik vermerkt.

Düsseldorfer EG - Fischtown Pinguins 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)

Ein Powerplay-Tor brachte die DEG in ihrem Heispiel gegen die Fischtown Pinguins auf die Siegerstraße - und ausgerechnet Ex-Pinguin Jeremy Welsh erzielte es in der 31. Spielminute. Exakt fünf Minuten später erhöhte Spencer Machacek auf 2:0. Alex Barta traf im Schlussdrittel zum dritten Mal für die Hausherren. In der 55. Minute wurde Torschütze Machacek für zwei Minuten hinausgestellt, worauf Bremerhavens Coach Thomas Popiesch alles auf eine Karte setzte und seinen Torwart vom Eis nahm. Doch auch er wurde nicht belohnt: Eduard Lewandowski traf ins leere Tor.

Augsburger Panther - Eisbären Berlin 7:4 (2:1, 4:3, 1:0)

Das spektakulärste Spiel an diesem Abend erlebten die Zuschauer in Augsburg: 11 Tore, davon alleine sieben im zweiten Drittel, dazu vier Powerplay-Tore der Hausherren und zwei der Gäste, die noch dazu ein Unterzahltor erzielten. Es war also einiges geboten im Curt-Frenzel-Stadion. Die ersten drei Treffer fielen innerhalb von 157 Sekunden: Zunächst traf Jonas Müller für die Gäste, dann glich LeBlanc aus und nur kurz darauf traf Trevor Parkes zur Führung für die Gastgeber. Sechs Tore in neun Minuten sahen die Zushaer dann im Mittelabschnitt. Sean Backman und Jamie McQueen glichen aus, doch nur 24 Sekunden später traf TJ Trevelyan zur erneuten Führung für die Panther - doch auch die hielt keine zwei Minuten. Jamie McQueen gleich wieder aus, und wieder nur zwei Minuten später gingen die Augsburger erneut in Führung, wieder durch Trevelyan. Der gerade für den Deutschland-Cup nominierte Thomas Holzmann baute die Führung in der 34. Minute weiter aus, Drew LeBlanc setzte mit seinem Tor sechs Minuten vor dem Ende - es war sein vierter Punkt in diesem Spiel - den Schlusspunkt in einer Partie, die die Schwaben sicher nicht so schnell vergessen werden. Interessante Statistik: Augsburg benötigte 39 Versuche für 31 Torschüsse. Berlin hatte deren 34 - brauchte dafür aber 57 Schüsse. Es fehlte also offenbar ein bisschen die Präzision im Abschluss.