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Augsburg verliert Spiel zwei – Nürnberg gleicht ausWieder ein Auswärtssieg

Diesmal konnten die Nürnberger Trainer Rob Wilson (links) und sein "Co" Mike Flanagan den Sieg für sich verbuchen. (Foto: dpa)Diesmal konnten die Nürnberger Trainer Rob Wilson (links) und sein "Co" Mike Flanagan den Sieg für sich verbuchen. (Foto: dpa)

Sieben lange Jahre mussten die Augsburger Fans warten, um wieder einmal ein Viertelfinale im Curt-Frenzel-Stadion besuchen zu können. 2010, also vor genau 2535 Tagen fand das letzte Viertelfinal-Heimspiel in Augsburg statt. Dementsprechend groß waren Vorfreude und Andrang, besonders nach dem Sieg in Spiel eins.

Von Beginn an machten beide Mannschaften Druck. Bei den Ice Tigers fehlten Leonard Pföderl und Brandon Prust. Auf Seiten der Panther ersetzte Justin Shugg Michael Davies, der sich in Spiel eins verletzte. Zudem war auch Alexander Thiel wieder einsatzbereit.

Den ersten Warnschuss gaben die Panther auf das Tor von Andreas Jenike ab, der wieder das Vertrauen von Rob Wilson bekam. Das erste Tor hingegen erzielten die Ice Tigers aus Nürnberg. In Überzahl musste Steven Reinprecht nach einem scharfen Pass von Rob Schremp, der neu im Team war, nur noch die Kelle zum 0:1 aus Augsburger Sicht hinhalten (3.). In der Folgezeit parierte Jenike die Schüsse von Steffen Tölzer (3., 8.), Grygiel (8.) und Cundari (16.). Auf der anderen Seite hielt Jonathan Boutin bei einem Zwei-auf-Eins-Konter erst Patrick Reimers Schuss und dann auch Blackers Nachschuss (19.). Mit einer knappen, aber verdienten Nürnberger Führung ging es in die erste Pause.

Panther kämpfen, Nürnberg clever

Auch im zweiten Abschnitt fanden die Franken besser ins Spiel. Bereits in der ersten Spielminute des zweiten Drittels musste Boutin abermals ein 2:1-Konter parieren (21.). Im anschließenden Nürnberger Powerplay war Jenike bei einem Augsburger Konter aufmerksam (22.). Wie schon im ersten Spiel am vergangenen Mittwoch spielten beide Teams sehr körperbetont. Zwei weitere Male war Andreas Jenike im Nürnberger Tor zur Stelle (28.). Doch die Ice Tigers spielten es cleverer als die Panther und bauten schließlich die bis dato verdiente Führung aus. Hatten die Augsburger in Überzahl einige Chancen (32.), sah Panther-Goalie Boutin mit Ablauf der Strafzeit erneut zwei Ice Tigers auf sich zu fahren. David Steckel sah den mitgelaufenen Nichlas Torp, legte quer und dieser netzte zum 0:2 ein (35.). Keine zwei Minuten später eine ähnliche Situation: Philippe Dupuis nahm Fahrt auf, bediente Brandon Segal, der kurz verzögerte und Boutin im Augsburger Tor keine Chance ließ – 0:3 (36.).

Panther verkürzen

Im letzten Abschnitt erwischten die Panther den besseren Start. Bereits nach zwei Minuten durften die 6139 Zuschauer im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion jubeln. Im vierten Powerplay des AEV bediente der wiedergenesene Justin Shugg Benjamin Hanowski im Slot, der nur noch ins leere Tor einschieben brauchte (42.). Mit dem Tor begann eine Druckphase der Panther, doch sie scheiterten allesamt am starken Nürnberger Goalie. Sowohl Trevor Parkes (48.), als auch Brady Lamb (52.), T.J. Trvelyan (57.) hatten an diesem Abend kein Scheibenglück. Die Gäste kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte. Doch es sollte nicht zum ersten Heimsieg dieser Serie reichen.

Am Ende gewinnen clevere Nürnberger gegen aufoperungsvoll kämpfende Augsburger mit 3:1 aus deren Sicht. Mit dem Sieg der Ice Tigers konnten sich nun beide Teams jeweils ein Auswärtsspiel zu ihren Gunsten entscheiden. Das dritte Aufeinandertreffen findet am kommenden Sonntag um 16.30 in Nürnberg statt. Am nächsten Dienstag steht dann Spiel vier der Best-of-Seven-Serie in Augsburg statt.

Tore: 0:1 (3.) Reinprecht (PP1/Syvret, Schremp), 0:2 (35.) Torp (Steckel), 0:3 (36.) Segal (Dupuis), 1:3 (42.) Hanowski (PP1/Shugg, Stieler). Strafminuten: Nürnberg 10, Augsburg 6. Zuschauer: 6139.

Matthias Gherda